Solange es Spaß macht und mit deinem Leben zusammenpasst, solltest Du in einem Verein trainieren. Ob du bei Wettkämpfen mitmachst oder nicht ist dabei nebensächlich. Der Hauptgrund ist die professionelle Leitung und dadurch auch eine Verbesserung der Technik (was auch im hohen Alter noch möglich ist!) und die Vorteile einer Gruppe von Leuten mit gleichem Interesse.

Wenn Du es nicht probierst, wirst du es nicht schaffen!

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Es gibt einen Grund, warum außer bei Kraul die maximalen Wettkampfdistanzen nur 200m sind - der Körper ermüdet zu schnell!

Wenn Du es unbedingt mit Brustschwimmen schaffen willst, dann nur über starkes Abstoßen mit Gleiten und Unterwasserzug (ca. 10 - 12 m) und die restliche Länge (bevorzugt in einem 25m Becken) nicht mit vollem Tempo aber mit GLEITEN. Ich erreiche auf diese Art ebenfalls 1:10 auf 50m Brust in einem 50m Becken, aber relativ entspannt.

Kraulschwimmen mit der gleichen Anstrengung oder sogar weniger kommt auf eine Zeit von ca. 0:50 (ebenfalls 50m Becken). Meine durchschnittliche Zeit für 50m Kraul bei einem 400m oder 500m Wettkampf ist aber noch immer schneller als ich 50m Brust schnell schwimmen kann und ab 100m hat Brust natürlich gar keine Chance (und das obwohl ich nicht trainiere).

Von meinem letzten Kraulkurs (dauert 7 Stunden) haben 5 Erwachsene 2,5 Monate nach dem Kursbeginn an einen Triathlon mit 500m Schwimmen teilgenommen, die Zeiten waren einmal 11 Minuten (Mann), 3 mal 14 Minuten (2 Frauen, 1 Mann) und einmal 17 Minuten aber große Streckenteile mit Brustschwimmen.

Es hängt also davon ab wie Du Kraulschwimmen lernst und trainierst - zu Beginn geht es noch nicht um schnell schwimmen, sondern gleiten und gemütlich mit nur wenig Kraft.

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Das hat nur im Spitzensport eine "Aussagekraft", wobei es eigentlich statistisch ermittelt wird bei Schwimmern der Spitzenklasse. Es gibt auch Untersuchungen über die durchschnittliche Größe der Finalisten in den einzelnen Schwimmarten und dabei sind immer bei den Wechselschlagschwimmarten (Kraul, Rücken) größere Schwimmer als bei den Gleichschlagschwimmarten (Brust, Delphin) und insgesamt eine steigende Tendenz bei den Spitzenschwimmern.

Es gibt natürlich auch Ausnahmen, aber aufgrund dieser Statistik wurde ermittelt, dass man Vorteile hat, wenn man groß ist und eine überdurchschnittliche Spannweite hat.

Ich bin ebenfalls 1,80m groß allerdings mit einer Spannweite von fast 2,00m - gute Voraussetzungen oder ist es erst durch das Schwimmtraining so entstanden? Ich habe leider keine Daten dazu von den Spitzenschwimmer als sie erst 10 oder 12 Jahre alt waren, das wäre interessant zu erfahren.

LG, Pate

PS: ich war mit 10 und auch noch 12 extrem dünn und habe auch damals lange Arme gehabt (oder ein zu kurzer Oberkörper), aber erst mit dem Training bin ich auch in den Schultern und Brustkorb breiter geworden. Abgemessen hat es aber keiner ;-)

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Schwimmen ist zwar ein Kraft-Ausdauer Sport, aber ohne richtiger Technik geht dabei gar nichts. Du hast deine Frage sehr kurz gehalten, aber was ich daraus ableiten kann ist, dass Du vermutlich eine komplett falsche Technik hast.

Das heißt, dass Du zuerst die Grundlagen lernen musst: Gleiten, Armbewegung im Gleiten, Beschleunigen mit der Armbewegung (Achtung auf Krafteinsatz) und dann erst kommt das Atmen dazu und viel später das Beintempo.

Ohne einen guten Lehrer/Trainer für Erwachsene wird das noch länger dauern und je mehr Du mit schlechter Technik schwimmst, umso schwieriger wird das Umlernen.

Kraulschwimmen ist wie Fahrradfahren, Du hast bereits einen Schwung und musst versuchen möglichst viel Schwung bis zum nächsten Tempo mitzunehmen und dann nochmals zu beschleunigen und wieder mitnehmen bis zum nächsten Armzug. Die Geschwindigkeitsteigerung pro Armzug ist daher nicht so hoch bei einer guten Technik und der Fähigkeit zu gleiten.

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Bevor Du mit solchen Distanzen beginnst, sollte die Technik der jeweiligen Schwimmart passen (keine groben Fehler).

Beim Brustschwimmen ist auf eine lange Gleitphase mit dem Gesicht im Wasser (zum Boden gerichtet, während der Gleitphase nicht nach vorne schauen) zu achten und auch wenn fast alle Hobbyschwimmer nach der alten Brusttechnik schwimmen, gesünder ist die Undulationstechnik (ich habe schon mehrmals auf die Hauptunterschiede hingewiesen).

Wenn Du mit dem Schwimmen erst beginnst und keinen Schwimmverein oder Schwimmkurs für Erwachsene in der Nähe hast, dann solltest Du noch mehr auf die unterschiedlichen Schwimmstile eingehen und nach jeweils 4 Längen wechseln (Brust, Rücken, Kraul). Delphin ist für Hobbyschwimmer ohner einer sehr guten Technik in Brust (Undulation) und Kraul nicht empfehlenswert und sollte nur im Schwimmtraining oder bei einem Schwimmkurs gelernt/geübt werden.

Beim Schwimmen sollten nie Schmerzen entstehen, sie sind immer ein Zeichen der falschen Technik oder von bereits vorhandenen Verletzungen. Ansonsten gelten die üblichen Bedingungen für ein Training: angemessen an die aktuelle Kondition, Technik, Ausdauer und langsam die Häufigkeit, spatter auch die Intensität steigern. Die Erholungsphasen beachten und generell auf den Körper hören und nicht zwingen zu einem fixen Programm.

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Hallo Kaulquappe

Kraul- und Rückenschwimmen sind die leichtesten Schwimmarten und am ehesten Probleme damit gibt es durch Angst das Gesicht im Wasser zu haben und beim Atmen - aber nicht bei der eigentlichen Schwimmtechnik.

Meine Kraulkurse dauern 7 Stunden und ab der ersten Stunde schwimmen alle Kraul und schon mit einer recht guten Technik, allerdings da noch ohne Atmen. Da ich seit über 25 Jahren Kinder und auch Erwachsene trainiere, kann ich aufgrund meiner Erfahrung und Ausbildung bisher allen innerhalb von 3 Stunden Kraulschwimmen mit einer stabilen Technik beibringen und die restlichen Stunden sind reine Reserve und zum Verfeinern der Technik bzw. Eingehen auf die individuellen Ziele.

Diese 7 Stunden sind in einer guten Umgebung und es verlängert sich, falls das Becken oder die Gruppe zu groß ist, die Wassertemperatur zu gering ist, der Platz nicht ausreichend oder auch kein abgesperrter Bereich vorhanden ist. In einem Freibad würde ich vermutlich nicht unter 10 Stunden planen - allerdings garantiere ich, dass alle nach dem Kurs Kraulschwimmen können oder gratis bei dem nächsten Kurs mitmachen dürfen (ist nur durch Krankheit bisher vorgekommen).

Leider gibt es viele, die ohne ausreichender Erfahrung unterrichten (und nicht alle lernen dabei) und auch keine Ausbildung dafür haben oder entsprechend angelernt wurden. Und einige davon haben als Geschäftsmodell, die Teilnehmer durch möglichst viele Kurse zu locken und daher kein Interesse daran, dass diese in kurzer Zeit selbst trainieren und sich verbessern können.

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Ich möchte es nochmals in anderen Worten formulieren:

Der Auftrieb ist abhängig vom Gewicht des von dir verdrängten Wasser (also auch dem Spezifischen Gewicht des Wasser) und kann somit auch nur verglichen werden, wenn sich bei Dir weder das Gewicht noch das Volumen geändert hat.
Also hast Du vermutlich nicht die Änderung im Auftrieb gespürt, sondern den Unterschied im Wasser - bei weichem Wasser ist es schwieriger Druck auszuüben, Du kannst nicht so viel Kraft bzw. nicht so schnell wie gewohnt einsetzen und hast daher eine geringere Geschwindigkeit. Mit einer geringeren Geschwindigkeit ist der Anpressdruck vom Wasser (weil Du dich vorwärts bewegst) geringer, die Beine neigen vor allem bei schlechter Technik eher zum absinken.

und jetzt deine Antwort: die Wassermenge definiert den Auftrieb, mehr verdängtes Wasser ist eine höhere Auftriebskraft (Achtung mehr verdrängtes Wasser entspricht größerem Volumen und beim eigenen Körper daher meist auch höheres Gewicht, also größere Schwerkraft)
Du kannst ja auch mal einen Bleigurt verwenden, geringes Volumen, hohes Gewicht und schon brauchst Du sehr viel mehr Aufwand zum Schwimmen (und weniger für das Abtauchen ;-))

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Wie schnell schwimmst Du die 50m und 100m wenn Du locker/gemütlich schwimmst (aber nicht bewußt trödeln)?

Wenn Du für die 2. 50m mehr als eine Minute brauchst, wobei 48 Sekunden auch nicht so schnell sind, dann solltest Du die Technik und dabei vor allem den Krafteinsatz und das Gleiten (den Schwung in das nächste Tempo mitnehmen) kontrollieren und üben. Diese Zeiten erreichen Hobbyschwimmer und angehende Polizeischüler bei mir nach einigen Stunden, wenn keine weiteren Probleme wie z.B. Angst vor dem Wasser dabei ist.

Wie viele Armzüge (jeder Armzug zählt) brauchst Du für eine lockere Länge und eine schnelle Länge? Die Zeiten alleine sind nicht aussagekräftig genug.

Bezüglich der Verbesserung um 4 Sekunden stimme ich MegaFelix95 nicht zu, bei diesen Zeiten kann mit der richtigen Korrektur deutlich mehr heraus geholt werden. Die Wenden, das Abstossen und die Tauchphasen mit Übergang zum Schwimmen bringen aber sicher auch noch was - da bin ich der gleichen Meinung wie MegaFelix95, vor allem das Gleiten nach dem Abstossen wird meist zu wenig beachtet. Auch dabei muss man den bereits vorhanden Schwung mitnehmen in das nächste Tempo.

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Ein gutes Trainingsprogramm ist auf den Sportler, die Trainingsjahre, das Alter und die Fähigkeiten und Schwächen abgestimmt - somit kannst Du hier kein "gutes Trainingsprogramm" bekommen.

Nach 1 1/2 Jahren Training sollte sich die Technik und damit die Zeiten schon deutlich verbessert haben, zumindest aber die Ausdauer (wenn Du vorher gar nicht trainiert hast).

Ist das nicht der Fall kann es am Trainer aber auch am Schwimmer liegen, trainierst Du ernsthaft und mit voller Leistung, bist Du bereit Änderungen im Stil/Technik/Bewegungsablauf zuzulassen und zu probieren?

Wenn Du den Verein vorerst nicht wechseln willst oder aus räumlichen/zeitlichen Gründen keine Alternative hast, such Dir Feriencamps mit Schwimmtraining. Finde zuerst heraus, warum es trotz Training zu keiner Verbesserung gekommen ist, führe ein Trainingsbuch (alle sportlichen Aktivitäten notieren!).

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Du könntest natürlich auch noch warten bis Du älter bist, aber warum? Wenn dich schwimmen interessiert und du regelmäßig eine gesunde Sportart ausüben willst, dann beginne bei einem Verein.

In diesem Alter fällt es dir vermutlich noch leichter die neuen Bewegungen zu lernen und überhaupt solltest du schwimmen ruhig richtig trainieren wenn es dich interessiert. Durch häufiges Schwimmen ohne Trainer wird nicht viel verbessert werden bzw. deutlich langsamer als im Verein.

Bei einem Verein trainieren heißt nicht automatisch, dass du zu Wettkämpfen fahren musst, aber du kannst! Ab 25 beginnt die "Masters"-Wertung, wobei da natürlich viele ehemalige Leistungsschwimmer mitmachen, aber du hast lange genug Zeit um bis dahin die notwendigen Grundlagen sehr gut zu beherrschen.

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Leistungsschwimmerin kannst Du immer werden, aber in den ersten Jahren wirst Du eventuell auch bei Wettkämpfen im Umkreis noch keine guten Plätze und Zeiten erreichen und solltest Du auch nicht erwarten.

Schwimmkurse können Dich nicht zu einer ähnlichen Leistung bringen wie ein regelmäßiges Training und viele Kinder beginnen deutlich früher (sind aber deswegen nicht unbedingt besser).

Schau Dir die Vereine in deiner Gegend an und mach mal ein Probetraining mit. Wenn es Dir Spaß macht, wirst Du gerne weiter trainieren und in einigen Jahren auch gute Leistungen bringen können - aber setzt Dir nicht zu viel Leistungsdruck, die Freude soll in den ersten Trainingsjahren im Vordergrund stehen und das Erlernen der richtigen Technik (Schwimmstil, Start, Wenden, ..)

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Zu Krafttraining: du musst unterscheiden zwischen Maximalkraft (das Gewicht was Du gerade noch schaffst, max. 3 Wiederholungen), Hypertrophie (Muskelwachstum, zw. 8 und 15 Wiederholungen der Serien) und Kraftausdauer (12 bis 20 Wiederholungen) - jeweils mit dem für diese Anzahl maximal möglichen Gewicht bei noch guter Technik.

Du kannst das Krafttraining ruhig am selben Tag wie das Schwimmtraining machen, aber wichtig ist die Erholungsphase nach dem Krafttraining und welches Schwimmtraining Du danach geplant hast (Technik, Ausdauer, Regenerativ, Sprint) und ob auch die gleiche Muskelgruppe betroffen ist.

Du solltest auf jeden Fall die Sprints, deine maximale Geschwindigkeit verbessern, die restlichen Zeiten passen zu deinen angegebenen Sprintzeiten und sind ja jetzt noch nicht so wichtig (werden sich dadurch aber auch noch verbessern). Passt deine Schwimmtechnik für Sprints? Hast Du schon probiert ob Du mit steigern der Beinfrequenz auch die Armfrequenz erhöhst? Schwimmst Du mit gestricktem Arm beim Sprint wie ist dein Atemrhythmus dabei?

Für Sprint auf jeden Fall die Maximalkraft trainieren!

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Hallo Cruson

Du solltest in diesem Fall die Sprints in größeren Distanzen verpacken, damit die Leute nicht immer mit der gleichen Geschwindigkeit unterwegs sind. Also z.B. 8x100m und jeweils die erste Länge mit Kraulabschlag, die 2. mit vollem Tempo, die 3. locker mit Augenmerk auf Gleiten/Wasserlage und die 4. je nach Fähigkeit locker, zügig oder auch schnell. Die Pausen je nach den Leistungen bzw. in einem gewissen Bereich frei wählbar (zwischen 30 und 45 Sekunden).

Ähnlich kannst Du natürlich mit 4x200m arbeiten und ich baue oft eine Länge nur Brust Armtempo mit starker Bewegung durch die Wirbelsäule ein um eine zu starre Haltung vom Oberkörper bzw. das häufige Hohlkreuz zu verhindern.

Eine andere Variante mit 4 Schwimmern: Schwimmer B auf Gegenseite positionieren, Schwimmer A schwimmt 4 Längen voll, dazu begleitet ihn Schwimmer D auf der 1. Länge als Tempomacher (und hat nach 1 Länge Sprint Pause), Schwimmer B auf der 2. Länge, Schwimmer C auf der 3. Länge und Schwimmer D nochmals auf der letzen Länge. Nach einer Pause hat Schwimmer B 4 Längen voll und wird auf der 1. Länge von Schwimmer A begleitet, 2. Länge mit Schwimmer C, ... (sind die Schwimmer unterschiedlich schnell, so können sie auch noch mit Abstand/Vorsprung pro Länge arbeiten - aufpassen wegen Kollisionsgefahr!)

Gib trotzdem für diese Blocks den jeweiligen Schwerpunkt an: Haltung, Gleiten, Anzahl Armtempo, Atmen schwächere Seite, Beintempo, Druckphase Armtempo, ...

LG, Pate

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Wissenschaftlich vermutlich nein, da sehr viele oft und auch lange im kalten Wasser schwimmen und keine Entzündung bekommen.
Wenn Du aber schon leicht angeschlagen warst, kann das kalte Wasser die Situation verschlechtert haben und die Entzündung daher sich erst voll entwickelt hat. Darum sollst Du auch nach jeder Krankheit voll ausheilen und erst nach der Regeneration mit steigendem Training beginnen.

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Trainiere in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, vor allem im Freiwasser und versuche dabei im Oberkörper locker zu bleiben. Laut deiner Beschreibung hältst Du den Oberkörper wahrscheinlich steif und kannst daher auf die Wellen nicht reagieren. Die "Haltung" vom Oberkörper ist zwar relativ konstant beim Kraul, aber sollte nicht steif sein.
Sehr gut zum Üben im Urlaub im Meer - immer wieder die Richtung ändern (mit den Wellen, gegen die Wellen, seitlich zu den Wellen mit Atmen auf der geschützten und später auf der ankommenden Seite). Trotzdem wirst Du immer wieder Wasser in den Mund bekommen, dass kannst Du nie vollständig ausschließen, aber Du musst es nicht gleich schlucken ;-)

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Für einen Hobbyschwimmer ohne regelmäßiges Training sind diese Zeiten nur sehr schwer zu erreichen (wenn Du beide Schwimmarten brauchst). Die Zeit für Kraul ist vor allem in deinem Alter etwas leichter, aber wenn Du jetzt 42 Sekunden brauchst, dann musst Du stark an der Technik arbeiten und speziell für Sprint trainieren - natürlich am besten in einem Verein mit Trainer.

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Die für Dich einfachste Technik hängt vor allem davon ab, ob Du Bauchlage (Kraul) oder Rückenlage (Rückenschwimmen) leichter "erträgst". Von einem selbst beibringen vor allem nach deiner Vorgeschichte halte ich gar nichts, das dauert nur viel länger und wird vermutlich in Verzweiflung enden.
Mit dem nicht wohlfühlen im Wasser bist Du daher auch näher an Panik (oder halt sehr unruhig) und brauchst zu viel Kraft mit null Auswirkung auf das Vorwärtskommen und das hängt auch damit zusammen, dass Du nach einer Länge fertig bist - hier hilft nur üben (sobald es von den Ängsten her geht): abstossen und gleiten, keine Kraft einsetzen (schwieriger als es klingt). Der Körper selbst geht nicht unter wenn Du eingeatmet hast (vorher einfach einmal ausprobieren, komplett ohne Bewegung und in der Nähe vom Rand).
Und nachdem Du nur im seichterem Wasser sicher bist, ist deine Wasserlage garantiert zu aufrecht und das Schwimmen selbst ist nicht mehr das Vorwärtskommen sondern Du wirst vermutlich versuchen nach oben zu schwimmen (blöderweise endet aber das Wasser und es funktioniert nicht ;-))

Wasserphobie: ein leidiges Thema und jeder hat andere Ursachen und reagiert unterschiedliche auf die Versuche darüber hinweg zu kommen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Schnorchelkurs gemacht, dabei liegt man häufig entspannt am Wasser (in Bauchlage), lernt durch den Schnorchel zu atmen (danach auch das Untertauchen und ausblasen, das Fluten und Ausblasen der Maske, ...) und wird dadurch vertrauter mit dem Wasser und dem Gesicht im Wasser.
Der Einstieg ins Wasser sollte aber zuerst in einer gesicherten Umgebung mit einer Vertrauensperson sein, im brusttiefen Wasser (leichter zum aufstehen als ein seichteres Wasser) und mit Bewegen (Gehen, Laufen, Springen im Wasser ohne untertauchen) beginnen, danach Ballspiele oder ähnliches, bewusstes untertauchen (zuerst mit einer Hand am Rand, dann neben dem Rand freistehend und aufrecht, nur Gesicht eintauchen, ...)

Schwimmen ist mehr als nur die Bewegung und gerade wenn Du Ängste im oder vor dem Wasser hast, wird es noch schwieriger beim Erlernen - darum sollte es in einer Gruppe oder zumindestens mit einem qualifiziertem Trainer sein.

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Schwimmen ist gesund und selbst wenn man es nicht so gut beherrscht ist die Verletzungsgefahr gering. Wenn Du vergleichbar schwere Fehler beim Laufen machen würdest, was ich beim Schwimmen immer wieder sehe, würdest du keinen Kilometer verletzungsfrei schaffen - schwimmen ist leider auch von allen Seiten ignoriert und wird als "nicht untergehen" definiert (ist nicht meine Definition, ich sehe immer nur die Auswirkungen ;-)).
Du kannst im Wasser viele Beschwerden lindern oder schmerzfrei deinen Körper trainieren (Therapie, Aufbau), aber das sollte nicht ohne Kontrolle ablaufen und jede Aussage wie "Schwimmen ist gut bei Rückenschmerzen" solltest Du sofort hinterfragen (Warum, auf was muss ich achten, wie erkenne ich Fehler, …..) - schwimmen ist gut für den Rücken, wenn Du es richtig machst, die Wahrscheinlichkeit für Fehler ist groß aber trotzdem ist die Verletzungsgefahr deutlich geringer als bei Bodengymnastik oder Kraftsport. Leider verbessert sich aber auch meistens nichts, wenn man es falsch macht.

Für mich ist Schwimmen die erste Sportart nach Verletzungen, bei Beschwerden aber auch zur Regeneration. Wer richtig schwimmen kann, ist auch in der Lage den Kraftaufwand und die Belastungen für den Körper gut zu dosieren und man kann natürlich auch ein sehr anstrengendes Training daraus machen. 30 oder mehr Kilo Übergewicht? Absolut kein Problem beim Schwimmen, aber beim Laufen, Radfahren, ….

Bezüglich Chlor, Luft im Hallenbad: ja es kann ein Problem sein, aber nur bei sehr wenigen tritt es auf und wer von Euch trainiert noch im Freien, obwohl die Ozon Werte zu hoch sind, die Feinstaubbelastung jenseits aller Toleranzen? Wer das Wasser in einem Bad nicht verträgt sollte sich den Wasserbefund zeigen lassen und das Bad wechseln, es ändert nichts daran, dass Schwimmen gesund ist.

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Luft anhalten und auch Tauchen ist immer nur dann gut möglich, wenn Du entspannt bist und Dich auch wohl fühlst und nicht gestresst bist. Wenn Du nur daran denkst, was Du erreichen musst (und bisher noch nicht geschafft hast), wirst Du zu nervös sein und es vermutlich auch nicht schaffen. Die richtige Bewegung, der Brust Unterwasserzug, ist auch wichtig, aber versuch einmal nicht die Distanz zu erreichen, sondern gemütlich zu tauchen, solange es Dir dabei gut geht - aber trotzdem nie alleine, es muss jemand dabei sein, der auf Dich aufpasst!

Die Ringe selbst sind eher eine gute Ablenkung, Du musst nur eine Möglichkeit finden, dass sie Dich nicht beim Schwimmen stören. Geniesse diese Zeit unter Wasser ohne den Lärm, versuche den anderen Schwimmern auszuweichen (wegen der Ringe wirst Du bei der Prüfung auch nicht ganz gerade tauchen können) und schau dann erst, wie weit Du gekommen bist. Dir ein fixes Ziel zu setzen ist in diesem Fall nicht gut, weil Du dadurch einen höheren Puls hast und auch mehr Sauerstoff verbrauchst.

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Du kannst beides machen, die Ausbildung ist viel leichter, wenn man noch jung ist (die Aufnahmekriterien ändern sich nicht für ältere Interessenten) und Du kannst diese Auszeit nutzen um jetzt eine bessere Technik zu erlernen bevor und während Du an deiner Kondition und der Maximalgeschwindigkeit arbeitest.

Was Du genau machst hängt größtenteils von deiner restlichen Zeiteinteilung ab, der Ausbildungsbeginn (Übungsleiter) geht schon früher, aber ab Lehrwart (in Österreich) ist 18 als Mindestalter angegeben. Die meisten beginnen übrigens mit der Unterstützung der Trainer im Verein und mit Schwimmkursen während der Ferien - dabei siehst Du schon ob es für Dich passt oder eher nicht und man kann es noch mit dem eigenen Training verbinden.

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