Hilft Kompressionskleidung beim Handball?

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5 Antworten

Kompressionskleidung als solche hat bisher noch keine nachgewiesene Auswirkung auf Verletzungshäufigkeit etc. Ziel der Kleidung ist ja zum Einen, durch die Kompression die Durchblutung der Muskulatur zu fördern, zum Anderen ein Auskühlen des Körpers zu verlangsamen. Auf der Torwartposition könnte ich mir insbesondere beim zweiten Aspekt durchaus positive Aspekte vorstellen. Allerdings würde ich Kompressionskleidung niemals als Schutz vor Verletzungen ansehen- hier helfen nur ordentliches Aufwärmen und vernünftiges Training der gefährdeten Muskulatur.

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Nein, diese Kleidung hilft deinem Muskel nicht. 

Aber hier sind einige Vorteile aufgelistet.

-Optimale Sauerstoffversorgung durch erhöhte Blutzirkulation

-Verbesserte Temperaturregelung durch optimalen Feuchtigkeitstransport

-Optimierte Bewegungsabläufe (z. B. präzisere Würfe, Sprünge etc.)
durch verbesserte Eigenwahrnehmung des Körpers (Propriozeption)

-Maximale Muskelstabilität durch Kompression

- Verbesserte Koordination durch erhöhte Muskelvorspannung

-Weniger Muskelermüdung durch verbesserte Sauerstoffversorgung und Stützfunktion des Materials

-Schnellerer Abtransport von verbrauchten Abfallstoffen (z. B. Laktat) durch verbesserte Blutzirkulation

Es kommt ganz auf dich selber an, ob du Kompressionskleidung für dich als wichtig empfinden würdest oder nicht. Ich selbst habe mit Kompressionskleidung gespielt, aber nicht als Torwart, sondern als rechter Läufer und ich fande mir hat es schon einige Vorteile gegeben und ich habe mich besser gefühlt damit. 

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Es gibt keinen einzigen wissenschaftlichen Nachweis, dass diese Kleidung hilft. Wurde gerade für andere Sportarten im Ausdauerbereich ausreichend untersucht. Ist also eine Sache des persönlichen Gefühls und des Geldbeutels, ob man auf diesen Trend aufspringen möchte...

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Die Kompressionskleidung kommt ja ursprünglich aus dem medizinischen Bereich. Bei Verletzungsformen die mit einer starker Einschränkung diverser Gliedmassen einhergehen wird die Kompressionsmethode angewandt um Thrombosen vorzubeugen. Durch den Kompressionsdruck wird also primär eine verbesserte Durchblutung erzielt.

Auf Grund dieser verbesserten Durchblutungssituation geht man beim gesunden Körper von einer verbesserten Leistungsentfaltung im Sportlichen Bereich aus. Ob dies nun wirklich so ist, ist in meinen Augen fraglich. Ich denke das dies mehr eine Kopfsache ist. Das sind jetzt aber nur meine Erfahrungswerte/Einschätzungen.

Klar ist jedoch das die Kompressionskleidung nicht vor Verletzungen schützt und bei diversen Verletzungsformen ist ein Ruhigstellen bzw. eine Belastungsfreiheit immer noch die beste Methode zur Heilung.


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Hi,

zu diesem Thema hat das Hohenstein Institut unter Leitung von Prof. Dr. Höfer bereits eine Studie durchgeführt – leider nur mit 10 Testpersonen (alles Triathleten).

Das Resultat war, dass die Probanden, als sie mit Kompressionsstrümpfen liefen,
sich wohler fühlten und glaubten, damit eine bessere Leistung erzielt zu haben –
was aber nicht der Fall war.

Allerdings wurde anhand der Studie festgestellt, dass der Myokingehalt des Blutes durch
das Tragen von Kompressionsstrümpfen deutlich erhöht war, was eine schnellere
Museklrelaxation zur Folge hat. Das ausführliche Ergebnis liest Du hier:

https://www.hohenstein.de/de/inline/pressrelease_15877.xhtml

Um einem Muskelfaserriss zukünftig vorzubeugen, hilft gründliches Aufwärmen und auch während des Spiels immer in Bewegung bleiben, damit die aufgewärmte Muskulatur immer gut durchblutet und nicht kalt wird.

Gruß Blue

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