Vom Abseilen kann hier keine Rede sein. Das geschieht per Gurt, Schraubkarabiner und einem Sicherungsgerät mit Bremswirkung, in dem das Seil läuft; meistens wird eine einfache "Acht" verwendet. Sobald in einem Seil Knoten/Schlingen/Schlaufen sind, ist es nicht mehr möglich, daran abzuseilen. Man kann dann nur noch an den Knoten hinunterklettern und sich dabei mittels zweier Fangschlingen sichern, wenn Schlaufen verknotet sind – so wie das offenbar beschrieben wurde. Ist aber im Vergleich zum Abseilen äußerst aufwendig, nervig und auch unsinnig.

Einzige Begründung der Aktion wäre, dass die Romanfiguren an dem Seil wieder hochklettern wollen/müssen – und sich nicht sonderlich auskennen. Der Kundige erledigt das nämlich via sogenannter Prusikschlingen (die gegoogelte Methode), mit Hilfe derer man praktisch am (unverknoteten) Seil emporsteigen kann, wobei dieses sowohl zum schnellen Abseilen als auch zum "Aufstieg" genutzt werden kann. Ein wenig "komplizierter" ist das Prusiken schon, als schlicht am geknoteten Seil zu klimmen, aber insbesondere hinsichtlich der vorherigen Abseilmöglichkeit die mit Abstand bessere Variante.

Selbst wer im Umgang mit Prusikschlingen nicht geübt, ansonsten aber hinreichend ausgerüstet ist (im Roman ja der Fall), würde wohl zumindest auf die Idee kommen, zwei Seile in den Schacht abzulassen – ein unverknotetes zum Abseilen, ein verknotetes zum Rausklettern.

...zur Antwort

Welche Rückschlüsse/Einschätzungen möchtest Du aus einer Antwort ziehen? Ob Du Talent zum Klettern hast? Wann Du 6c klettern kannst? Wie schwer Du in ein paar Jahren klettern kannst? Alles müßige und sinnlose Überlegungen nach 20 x bouldern und 1 x klettern.

5c ist für den Anfang gut, heißt aber nichts. So wie eine einzige Route kaum etwas über das Klettervermögen insgesamt in diesem Grad aussagt. Außerdem ist eine 5c drinnen nicht mit einer draußen gleichzusetzen. Auch kann z. B. die 5c in Halle X leicht einer 5b in Halle Y entsprechen. Je nachdem, ob die jeweilige Halle eher hart oder soft bewertet. Ist draußen in unterschiedlichen Klettergebieten nicht anders. Dann kommt es noch drauf an, wie Dir der Charakter einer Route liegt etc.

Geh' mal – am besten zusätzlich zum Bouldern – auch regelmäßig klettern. In verschiedenen Hallen. Dann wirst Du Dich bald einschätzen können. Und vor allem wissen: Macht Dir die Kletterei soviel Spaß, dass es sich lohnt, gleich Schwierigkeitsgraden nachzujagen? Wenn ja, kann man sich dann die Frage stellen, was zu tun ist, um seine Leistung effektiv zu steigern.

...zur Antwort

Mit Kletterparks meinst Du vermutlich Hochseilgärten (ansonsten kenne ich diese Art der Gurtpflicht nicht). Da kommt es auf den schwankenden Balken und Brettern zu ganz anderen Bewegungsabläufen als beim Sportlettern. Dabei könnten gerade Anfänger, die den Halt verlieren, im Hüftgurt leicht nach hinten kippen – durchaus bis hin zu "rücklings kopfüber". Im Kindergestell, also mit Brustgurt, ist das ausgeschlossen und daher für das Gros der aktiven Besucher auch sinnvoll. Erfahrene Kletterer brauchen das affige Geschirr ebenso wenig wie den lächerlichen Helm; aber da lassen die Betreiber erfahrungsgemäß nicht mit sich reden.

...zur Antwort

Kommt drauf an, was man bezweckt. Soll der Schwerpunkt auf dem isolierten Training liegen, um Muskelmasse zu gewinnen, ist zusätzliches Klettern ideal. Dann aber wirklich auf Ausdauer zielen und möglichst viele leichte Routen begehen. Dient dem flankierenden Muskelaufbau und verbrennt Fett. Man sollte sich dabei nicht auspowern - der Muskelkater ist hier ein willkommener Indikator. Taucht er auf, hat man zuviel des Guten getan: Die Muskeln sind im wahrsten Sinne sauer und nicht bereit, am folgenden Tag auf Trainingsreize zu reagieren.

Will man hingegen vor allem die Kletterleistung steigern, ist intensives isoliertes Training am Vortag eher kontraproduktiv; die Muskeln sind noch nicht erholt und nicht bereit, spezifische Kletterkraft aufzubauen.

Meine Empfehlung: Klettern und Krafttraining an einem Tag kombinieren und stets zwei Ruhetage einlegen. So kommt es nicht zum Übertraining, das in den Keller führt.

...zur Antwort

Kletterschuhe gibt es nicht umsonst - im doppelten Sinne. Selbst dem Anfänger bieten sie sogar in sehr leichten Routen erhebliche Vorteile. Für Einsteiger stehen sehr günstige Varianten zur Verfügung, die später durch hochwertigere Modelle ersetzt werden können oder gar müssen. Die Antwort von "elraacht" muss ich korrigieren: Im V. oder insbesondere VI. Grad UIAA gibt es bereits Routen, in denen man nicht nur die Vorzüge von Kletterschuhen merkt, sondern die ohne solche gar nicht begehbar sind ... es sei denn, man klettert ansonsten mindestens im IX. Grad!

...zur Antwort

Sturzangst ist normal und keine Schande. Es liegt in den Genen, wie man damit umgehen kann. Mancher überwindet sie ganz leicht, mancher schwer, mancher gar nicht. Ich hatte in meiner "Kletterkarriere" bis 7c immer Probleme mit dem Fallen und habe das auch nicht über viele Jahre hinweg in den Griff bekommen. Wenn ich mal ordentlich abschmierte, war der Klettertag für mich gelaufen. Überhaupt hatte ich meistens Schwierigkeiten mit der Höhe. Bei "Heulen" vor der Sturzangst empfehle ich einfach, nur sehr gut gesicherte Routen zu klettern bzw. sich aufs Bouldern zu verlegen. Bringt nichts, ein scheinbar unlösbares Problem anzugehen.

...zur Antwort

Kurs belegen, klar - gibt's übrigens nicht nur in der Halle, sondern auch draußen. Ansonsten bzw. darüber hinaus sollte man sich Leuten anschließen, die über reichlich Erfahrung verfügen. Dürfte man bei der heutigen Dichte an Kletterhallen durch entsprechende Aushänge leicht kennenlernen. Gerade draußen gibt's nichts Besseres, als mit Kletterern an den Fels zu gehen, die gut und sicher unterwegs sind. So lernt man am besten.

Über den Muskelaufbau brauchst Du Dir erstmal keine Gedanken zu machen - der erfolgt durch das Klettern an sich. Später kann man hervorragend mehr Power erlangen, indem man neben dem Klettern auch zum Bouldern geht. Und wenn sich Sehnen und Gelenke an die spezifischen Belastungen gewöhnt haben, kann man auch gut am Klimmzug- oder Campus-Board arbeiten. Aber eins nach dem anderen ...

...zur Antwort

Hmm, klingt nach einer Überbelastung. Vielleicht ist Dein Körper einfach nicht bereit, neben dem Holzhacken und den sonstigen schweren körperlichen Tätigkeiten auch noch das Klettern und Bouldern zu verkraften. Manch einer kann das, andere nicht. Könnte in den Genen liegen. Oder evtl. in einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit. Das würde ich auf jeden mal checken lassen.

...zur Antwort

Draußen gibt's das schon. Nennt sich "Deep Water Soloing". Die Spezialisten klettern da ungesichert bis zu 20 m hoch und krachen schon mal aus dieser Höhe ins Wasser. Ist Ungeübten nicht zu empfehlen, da sich selbst die Experten Verletzungen zuziehen. Drinnen ist mir keine entsprechende Anlage bekannt. Wäre auch schwierig zu betreiben, durch den enormen Aufwand, eine Boulderwand mit einem Schwimmbecken zu kombinieren – dafür dürfte es an Interessenten fehlen.

...zur Antwort

Quatsch, da liegst Du in der Tat falsch. Manchmal ist eine kleine Körpergröße vorteilhaft, weil man sich in die Probleme "reinwuseln" kann; meistens jedoch zählt die Reichweite zu den entfernten Griffen - und da hat der Größere Vorteile. Bestes Beispiel ist Adam Ondra, der wohl derzeit beste Kletterer weltweit - und nicht gerade der Kleinste. Und auch traditionell waren die besten Kletterer nicht gerade klein: Wolfgang Güllich, Ben Moon, Jerry Moffatt ...

...zur Antwort

Ein Tube ist gut und allemal besser zum Sichern geeignet als die Acht oder gar der klassische HMS. Wenn die Bremswirkung jedoch zu schwach erscheint, sollte man spätestens über den Halbautomaten nachdenken – und nicht über einen zweiten Karabiner zum Tube. Den Mammut Smart kenne ich nicht, wohl aber das GriGri ... kann nach jahrzehntelangem Gebrauch nur Positives darüber berichten. Gäbe es keine mir unbekannten Wettbewerbs-Produkte, würde ich wohl sagen: Das GriGri ist nach entsprechender Einübung das beste Sicherungsgerät überhaupt.

Grüße Ed

...zur Antwort

Fußball hin und her – mit einem Leistenbruch würde ich weder den Kletterpark noch den Klettergarten aufsuchen. Der Gurt dürfte insbesondere bei Belastung Probleme machen, auch sollte die in beiden Fällen notwendige Körperspannung einem Leistenbruch nicht zuträglich sein.

...zur Antwort

Das Video zeigt es recht gut und nennt die zentrale Technik im Überhang schon im Titel: Eindrehen ist im Überhang meist die richtige Wahl – so bekommt man die Hüfte möglichst nah an die Wand. Neben der Kraft sicher der wichtigste Faktor im Überhang.

...zur Antwort

Das hängt ganz von der Route ab. Bei Löchern ist Eindrehen schwierig, bei Kanten eine gute Wahl, insbesondere bei überhängenden Touren. Man muss im Zweifel abwägen. Die Entscheidung kommt aus der Erfahrung, die man unbedingt sammeln muss.

...zur Antwort

Angst bekämpfen bringt nur etwas, wenn sie wirklich im Vorstieg klettern möchte. Da gibt es schon Möglichkeiten. Ansonsten ist es doch egal.

...zur Antwort

Generell benötigt man als Anfänger keinen superengen Premium-Schuh, da man in leichten Routen keine kleinen Tritte präzise antreten muss – darin liegt nämlich der hauptsächliche Vorteil. Ist anfangs eine Frage der Intention: Findet man den Sport nett und geht gelegentlich klettern, reicht ein günstiger Schuh, der auch nicht allzu eng sitzen braucht; ein "Puschen" darf es allerdings nicht sein. Ist man hingegen vom "Klettervirus" befallen, geht mehrmals wöchentlich an die Wand und möchte seine Leistung schnellstmöglich steigern, spricht nichts dagegen, gleich in einem engen Top-Schuh zu starten (Five Ten, Red Chili, La Sportiva). Zu eng sollte es aber auch dann nicht sein, denn Schmerzen beim Antreten sind kontraproduktiv. Zwar weiten sich die meisten Modelle etwas, doch wenn es schon im Laden an die erträgliche Grenze geht, ist eine größere Nummer die bessere Wahl. Abschließend noch zum Thema Socken: Man klettert in der Regel ohne. In leichten Routen egal, später merkt man schnell, dass die Socke – je dicker, desto übler – den Felskontakt beeinträchtigt.

...zur Antwort

Ohh, das ist sehr schwer, mit der passenden "Musi". Meist wählt der Inhaber oder "Aufsichts-Offizier" nach eigenem Geschmack. Beide sind in der Regel wenig kundenorientiert und entsprechend "beratungsresistent". Ich erinnere mich an eine Beschwerde, die ich mal in einer Halle stellte, wo eine ganze CD der "Fanta 4" lief. Ich > Jetzt reicht's aber, schon das vierte Lied derselben Gruppe< Er > Ey, geile CD!< Ich > Ja, für Dich, aber nicht für mich, und vermutlich auch nicht für das Gros der Kletterer< ... War egal, die Mucke lief weiter ...

...zur Antwort

Man bindet das Seil am besten direkt in den Klettergurt ein. Ansonsten möglich: HMS-Karabiner.

...zur Antwort
  1. Bouldern gehen
  2. Hangeln am Campus-Board
  3. Training am Klimmzug-Board

Auf Maximalkraft trainieren, also pro Sequenz wenige möglichst harte Züge statt viele leichte. Für die Ausdauer gibt's nichts Besseres als jede Menge Klettermeter.

Sicher: Sehnen, Bänder und Gelenke werden stark beansprucht, daher sind alle drei Trainingsmöglichkeiten nichts für reine Anfänger - die sind mit den gängigen Produkten zur Steigerung der Handkraft (Federn, Gummiringe) gut bedient.

...zur Antwort