Hier meine ganz persönlichen Ratschläge, so bin ich zum 8. Grad gekommen.

- 3x die Woche klettern gehen, manchmal davon 1x bouldern (für die Züge, wo Maximalkraft ntwg ist)

- hauptsächlich an der Technik und Taktik feilen: v.a. Fußtechnik verbessern, man muss absolut sauber anstehen können. Wird leider oft vernachlässigt, dann wird alles über Kraft gemacht - unschön und ineffektiv. Auch die leichteren 6er und 7er immer wieder "spulen", bis man sie komplett sauber klettert.

- kein Campusboard! Zu früh! Erst ab dem 8.Grad und nur nach Einführung / unter Anleitung. Sonst riskierst du, dir die Finger kaputt zu machen.

- zusätzliche Übungen, um die Körperspannung zu verbessern, oder eben bouldern.

- die guten Kletterer um Rat / Rückmeldung bitten.

- nicht denken "schnellstmöglich"! :-) Lass dir Zeit. Viele sagen, der 8.Grad ist eine magische Grenze. Überforderst du dich, knockst du dich aus.

Hoffe, das hier hilft! Viel Spaß!! :-)

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Klettern allein?!

Hey, ich hab ein kleeeeeines problem was einige von euch eventuell nicht mal ansatzweise nachvollziehen können. Ich hab vor in einer Kletterhalle klettern zu gehen (wer häts gedacht?) aber naja, ich hab niemanden der mit mir jedewoche klettern gehen würde und das ist verdammte Schei** nunmal ein Sport für zwei. Zumindest am Anfang.

An sich ist das vielleicht nicht son großes Problem. Dann sucht man sich halt einen Kletterpartner da oder sowas. Nuur, und das schreib ich jetzt echt nur im Netz ... :D, ich will anfangen zu klettern, weil es etwas ist was mir in meiner Kindheit Spaß gemacht hat, hört sich dumm an ich weiß, aber ich hab das gefühl wenn ich das mal durchziehen würde, zu meinem Hobby mache ich vielleicht aus meiner,( fuuuck ich will das nicht schreiben :D) ES, Bordeline Nummer raus komme... :X

Ich hab einfach durch meine Phobie gegen Menschen nie Sport machen können. Wie schon gesagt für viele wird das keine ausrede sein aber hey, ihr wollt nicht wissen was ich alles schon gemacht hab nur um menschen aus den weg zu gehen :D

Das ding ist jetzt nur...ich weiß nicht was ich machen soll. Ich raste aus wenn ich mich unwohl fühle...ich kann doch nicht einfach da auftauchen und warten bis jemand mich fragt ob ich einen Kletterpartner suche und wenn doch ( was ich stark bezweifle, weil ich eben ich bin -.-) dann nicht mittendrin abbreche und wegrenne oder keine luft mehr bekomme etc. Hat vielleicht IRGENDEINER ne ahnung was ich machen kann?

Und sry, nervige angewohnheit viel zu schreiben...und das ist schon ziemlich, ziiiemlich kurz :D __________________________________________________________

Sina ^.^

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Hallo Sina,

bouldern wäre auch meiner Meinung nach eine gute Alternative für dich. Du kannst alles allein machen und jederzeit gehen, wenn es dir zu viel wird. Genauso kannst du aber auch Kontakte knüpfen. Allerdings ohne dass daraus gleich Erwartungen entstehen, da man sich ja nicht sichern muss beim bouldern.

Solltest du wirklich eine Borderline-Störung haben, wird dir allerdings der Sport allein nicht helfen, diese zu überwinden, auch wenn er eine positive Assoziation zu deiner Kindheit darstellt. Du solltest dann unbedingt eine Psychotherapie machen. Das ist die einzige Chance, eine Borderline-Problematik langfristig in den Griff zu bekommen (sage ich dir als Psychotherapeutin, die auch viele Borderline-Patienten hat). Aber es kann ja auch sein, dass es eine andere Diagnose bei dir ist. Und vielleicht bist du ja auch schon in Behandlung.

Dennoch: Sport ist immer gut und kann sehr heilsam sein! Das eine schließt das andere nicht aus. Von daher: Mach es auf jeden Fall, geh hin und schau, ob es dir Spaß macht.

Liebe Grüße und viel Glück!

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Ich kenne einen, der hat erst mit 23 angefangen, ist jetzt 28 und klettert 9er draußen onsight. Bis zum 10. Grad ist er unterwegs. Er ist gut im Training und wird sich sicher noch steigern. Von daher: Mit 18 ist noch alles drin, es ist eher eine Sache des richtigen Trainings und der Einstellung.

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Ganz wichtig: Die Seildicke sollte sich nach dem Sicherungsgerät richten, das du benutzt. Z.B. das Grigri 1 birgt die Gefahr, dass zu dünne Seile einfach durchlaufen. Zu dicke Seile sind vor allem beim ATC/Tube und Click-up nicht günstig. Am besten zwischen 9.5 und 10mm. Dünnere Seile als 9,5mm sind nur emfehlenswert, wenn der Sicherer schon Routine beim Sichern hat.

Man sollte auch unbedingt beachten, dass ein neues Seil am Anfang etwas rutschig sein kann. Also Vorsicht beim Ablassen und wenn der Kletterer stürzt.

Seile werden bei häufiger Benutzung und auch durch die Chalk-Belastung unelastischer bzw. steifer und fangen an zu "krangeln". Dazu (siehe Antwort von Schmerle) regelmäßig das Seil durchziehen, mind. 1x pro Klettertag.

Ich persönlich habe für die Halle das "Harrier" von Edelrid. Der Preis ist ok und auch nach einem Jahr regelmäßiger Benutzung (2-3 Mal pro Woche) ist es noch gut und krangelt kaum.

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Falltraining ist wichtig, sowohl für Kletterer als auch für Sicherer. Wenn man das gut übt, kann der Sicherer bald genau abschätzen, wie weit der Kletterer fliegt.

Übt das zuerst in der Kletterhalle. Fangt mit dem Sturztraining im Überhang an, weil da das Verletzungsrisiko am geringsten ist. Der Kletterer soll nur den Umlenker am Schluss nicht klippen und sich dann reinfallen lassen. Wenn das gut klappt, gibt der Sicherer beim nächsten Mal ein bisschen Schlappseil dazu. Immer genau schauen, wie weit der Kletterer fliegt, je nachdem, wieviel Schlappseil da ist und wie weit er über der letzten Exe ist.

Bei geraden Wänden/Platten ist es sehr wichtig, weich zu sichern, damit der Kletterer nicht zu stark mit dem Fuß an die Wand knallt. Auch muss man aufpassen bei Wänden, die mehrere Kanten und unterschiedliche Schrägen haben. Einfach üben und niemals ein zu großes Risiko eingehen.

Ich würde empfehlen, mit Tube oder Achter zu sichern. Grigri ist beim Fallen oft zu hart bzw. verlangt viel Übung, um einen Sturz optimal zu sichern.

Noch was wichtiges für den Sicherer: Niemals zu weit weg von der Wand stehen! Vor allem im Überhang unter der ersten Exe stehen. Und natürlich insgesamt so stehen, dass der Kletterer nicht auf einen drauffällt, also am Anfang leicht versetzt unter ihm.

Ist der Kletterer deutlich schwerer als der Sicherer, muss der Sicherer aufpassen, dass es ihn nicht zu weit nach oben zieht und damit der Sturz zu weit wird. Also eher wenig Schlappseil geben, da es einen eh nach oben/an die Wand zieht. Ist der Kletterer leichter als der Sicherer, kann der Sicherer mehr Schlappseil geben und beim Sturz evt. sogar einen kleinen Hüpfer nach oben machen.

Noch eine nette Übung: Der Kletterer sagt "lass mich bis zu diesem Griff fallen" oder der Sicherer sagt "ich probiere, dass du genau da und da landest". So kann man die Entfernungen des Sturzes besser einschätzen lernen.

Viel Spaß! :-)

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Ich finde auch, dass dein Trainingsplan für den Anfang zu viel ist. Mach nicht mehr als 3x pro Woche. Erstens wegen Gelenken und Bändern (v.a. die Ringbänder der Finger, die müssen sich langsam an die Belastung gewöhnen, was sehr lange dauern kann). Zweitens auch deswegen, weil die Muskeln Zeit brauchen, um sich zu erholen und zu wachsen. Mit mehr als 3x die Woche erzielst du nicht unbedingt einen besseren Trainingseffekt. 2x klettern und 1x bouldern pro Woche halte ich für optimal. Klettern für die Ausdauer, Vorstiegssicherheit, das Lesen von Routen und eine gute Tritttechnik. Bouldern eher für die Technik im Überhang und die Maximalkraft.

Als nächstes der Rat: Immer schön vorsteigen, nicht zu viel topropen! So erreichst du viel schneller eine bessere Technik und wirst außerdem fitter, was das klettern draußen betrifft (da muss man ja auch vorsteigen).

Was die Schnelligkeit der Fortschritte betrifft: Am Anfang steigert man sich schnell. Je höher jedoch der Grad, desto langsamer kommt man vorwärts. In einem Jahr kommst du wahrscheinlich schnell dazu, eine 7- (deutsche Skala) im Vorstieg auf Anhieb zu schaffen. Dann aber wird es länger dauern, bis du dich steigerst. Außerdem gibt es einen Unterschied, wie gut man drin ist und wie gut draußen. Draußen kommt die Psyche dazu, weil die Hakenabstände weiter und die Griffe nicht vordefiniert sind. Auch kann es passieren, dass eine 6+ von 1965 so schwer ist wie eine 8+ von 1995. Das ist also alles relativ.

Wenn du Lust hast, melde dich auf klettervirus.de an, die verschicken pro Woche eine Trainingsmail mit sehr sinnvollen Tipps!

Viel Spaß!!

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Sehr sanfte, schöne Landschaft und guten Wein gibt es in der Bourgogne. Der Kletterführer "Bourgogne Onsight" (kann man bei Amazon bestellen) ist seeeehr ausführlich, beschreibt auch Campingplätze, Restaurants etc. in der Umgebung.

Ardèche ist ebenfalls sehr schön, ähnlich wie die Verdon-Schlucht, nur etwas kleiner - aber immer noch atemberaubend schön, tolle Aussichten, Möglichkeiten für Kanutouren, Tropfsteinhöhlen etc. Falls ihr da hingeht: Die "Aven Armend" ist der Wahnsinn!!

Wenn man nicht so weit fahren möchte, bietet das Elsaß auch sehr viel, oft die Kombi Fels+Burgruine, was für Kinder toll ist.

Viel Spaß beim Urlaub planen! Frankreich ist einfach toll zum Urlaub machen. :-)

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Bei Decathlon gibt es oft günstige 3/4-Hosen. Ansonsten habe ich meistens Hosen an, die es in der Sportabteilung für allgemeine Fitness zu kaufen gibt. Je nachdem, wieviel Geld man ausgeben möchte, kann man natürlich auch in Bergsportläden gehen oder im Internet bei den jeweiligen Marken kaufen. Die Klettermarken-Hosen sind aber oft teurer, ohne wirklich besser oder bequemer zu sein (finde ich zumindest). Allenfalls diese ganz dünnen Hosen, die sehr schnell trocknen, sind wirklich sehr leicht und hochwertig.

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Zu Tripoint kann ich dir leider nichts sagen. Aber es lohnt sich, sich bei verschiedenen Griffmarken umzuschauen. Sehr gute Erfahrungen machen wir mit den Crux Klettergriffen. Der Hersteller versucht, möglichst nah Felsstrukturen abzubilden, was interessante Griffe ergrifft. Das Material ist 1A, die Farbe hält ewig (auch wenn noch so viel Magnesium draufkommt) und sie werden nie schlonzig, sondern bleiben schön griffig. Für mich die erste Wahl.

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Ich kann klettervirus nur zustimmen!! Ich kene auch viele Kletterer, die Probleme mit den Fingern bzw. Ringbändern haben. Hatte es selbst eine Zeitlang, als ich zu schnell zu viel trainiert habe. Dann habe ich langsamer gemacht und nicht nur leistige Touren gemacht, sondern auch Henkeltouren, und gelernt, die Finger mehr abzuhängen.

Wenn einmal das Ringband reißt, fällst du für Monate aus. Das ist es nicht wert!

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Habe im letzten Jahr viel an meiner Fußtechnik gefeilt. Hier noch ergänzende Tipps bzw. das, was mir geholfen hat:

Versuche, sofort so anzutreten, dass du nicht mehr nachsetzen oder auf dem Griff rumrutschen musst. Also vorher schauen, dann Fuß setzen, und so stehen lassen. Dabei ist es hilfreich, kurz vor dem Antreten die Bewegung zu verlangsamen, wie in einer Art Zeitlupe.

Was ich auch hilfreich finde: Ich klettere oft am Schluss eine Route ab, manchmal auch im oberen Drittel mit Seil ausklicken. Dadurch wird ein wenig die Blockierkraft sowie die Kondition trainiert, und es ist eine Vorbereitung dafür, falls man draußen mal so abbauen muss. Und es ist gut für die Fußtechnik, weil man ganz genau schauen muss. Wichtig: Auch wenn man etwas nervös und/oder schon müde ist, sollte man versuchen, präzise anzutreten und nicht "rumzuschrubben".

Viel Spaß beim Üben! Was ich auch schön finde zu sehen: Die Kletterschuhe halten wesentlich länger und müssen nur selten neu besohlt werden. :-)

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Beim Tapen solltest du zunächst feststellen, ob es sich um das Ringband oder die Kapsel handelt. Denn dann wird dementsprechend anders getapet. Frag da am besten einen Arzt oder einen erfahrenen Kletterer. Wenn du getapet klettern gehst, dann mach nur Routen mit Henkeln, auf keinen Fall kleine Leisten. Und immer schön die Finger lang machen, nicht zu sehr um einen Griff krümmen (so wie man es oft automatisch bei kleinen Leisten macht).

Ich hatte das auch ein paar Wochen lang. Mit dem richtigen Tapen, sorgsamem Achten auf nicht zu viel Überlastung und dem Weglassen von kleien Leisten ging es irgendwann weg. Man muss aber wirklich aufpassen. Denn wenn ein Ringband reißt, ist man locker 3 Monate komplett außer Gefecht gesetzt!

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Auch noch ein Hinweis für das Klettern draußen: Die Bewertungen variieren sehr stark! Du kannst dich nicht wirklich auf eine einheitliche Bewertung draußen einstellen. Beispiel Pfalz: Viele Routen wurden teilweise in den 30er oder 50er Jahren bewertet. Damals war der 6.Grad das höchste, was überhaupt machbar war. Dementsprechend war damals in der Relation eine 4 wesentlich schwerer als heute. Wenn du also mal in der Pfalz bist und denkst, du kannst locker den 4er-Normalweg klettern, dann kann das eine echte Überraschung geben! :-)

Viele sagen auch: Wer in der Pfalz schwer klettern kann, kann überall schwer klettern. Im Frankenjura, im Elsaß, in Kroatien oder Spanien sind die Bewertungen "freundlicher". Nur so als Info. Irgendwann hat man raus, wie man eine Bewertung in einem bestimmten Klettergebiet einschätzen muss.

Und noch was: Wenn ihr dann mal raus geht: Zieht am Anfang einen Schwierigkeitsgrad eures Könnens ab. Wenn du also in der Halle sicher im 6.Grad unterwegs bist, mach draußen erstmal 5er und schau, wie du zurecht kommst. Draußen sind die Hakenabstände viel weiter (Psycho-Faktor) und es ist eine andere Technik erforderlich. Man muss viel mehr suchen, weil die Tritte und Griffe ja nicht angemalt sind. :-)

Viel Spaß beim Trainieren, und weiter so! Immer schön vorsteigen, das ist eh das beste! :-)

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"Der Legende nach" haben ja auch Kletterer das Slacken "erfunden". Ursprünglich wurde eine lange Bandschlinge o.ä. zwischen 2 Bäume gespannt, so eher zum Zeitvertreib oder um das Gleichgewicht zu trainieren. Vor allem in den Klettercamps im Yosemite ist das wohl beliebt. Aber keine Ahnung, wo es wirklich herstammt. Auf jeden Fall fällt Kletterern, die slacken mal ausprobieren, das wesentlich leichter als Nicht-Kletterern, und umgekehrt bringt slacken auch was fürs klettern. Eben wegen der schon genannten Überschneidungen. Slacken als "Training" zu bezeichnen, halte ich für ein wenig übertrieben. Es kommt total drauf an, in welchem Grad man klettert. Spätestens ab dem 8.Grad bringt slacken meiner Meinung nach nichts als zusätzliches Training.

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Ich schließe mich den Anderen an. Klettern ist am Anfang leichter. Beim Bouldern ist Maximalkraft gefragt, beim Klettern eher Ausdauer und Fußtechnik (nicht immer, aber grobe Hilfe zur Unterscheidung). Bei mir ging am Anfang gar nichts mit bouldern. Erstmal bis zum sechsten Grad klettern und dann bringt bouldern auch total viel (sowohl Spaß als auch um die Technik zu verbessern, z.B. beim eindrehen). Ich kenne aber auch Leute, die ausschließlich bouldern und damit angefangen haben. Ist aber eher selten. Einfach ausprobieren, was mehr Spaß macht!

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Ich benutze generell lieber loses Chalk, das hält besser. Aber ich habe manchmal beides im Beutel, also loses Chalk plus Ball. Wenn man in einer Route ganz schnell mal nachchalken will, finde ich es angenehmer, nur kurz an den Ball hinzulangen. Aber das ist Geschmackssache, soll jeder machen, wie er mag. Von Black Diamond gibt es auch Bälle zum nachfüllen.

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