Wie effektiv ist eigentlich der Wiegetritt beim Rennrad oder Mountainbike?

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4 Antworten

Der Wiegetritt ist eine effiziente Methode, um etwa eine steile Strecke zu bewältigen oder um Geschwindigkeit aufnehmen zu können. Effizient deshalb, weil hier das Körpergewicht gut eingesetzt werden kann.

Das funktioniert aber nur, wenn man nicht wild hin und her wackelt, sondern bewusst. Das heißt, das Rad nicht undefiniert schwenken, sondern wirklich darauf achten, dass eine flüssige und damit ökonomische Bewegung mit gezielter Verlagerung des Gewichtes zustande kommt. Das ist also keineswegs Geschmackssache, wie hier schon geschrieben wurde, sondern wichtig, dass man darauf achtet. Bei falscher und zu starker Neigung verschwendet man nur Energie, weil sie nicht in den Tritt geht.

Für denjenigen, der das nicht häufig macht, wirkt das trotzdem anstrengender, schließlich kommen hier mehr Muskelgruppen, durch die Schwenkbewegung auch in den oberen Körperbereichen zum Einsatz als beim reinen Treten im Sitzen. Daher gehört auch Training dazu, wenn man den Wiegetritt als Instrument einsetzen möchte. Aber es lohnt sich, weil man auch andere Körperregionen kurzzeitlig entlasten kann.

pooky 16.01.2009, 13:49

Am Ende muss es natürlich "kurzzeitig" heißen.

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pedalierer 16.01.2009, 13:54

Genau das mit dem "anstrengender wirken" ist bei mir der Fall. Ich mach den Wiegeschritt wahrscheinlich zu selten, und wahrscheinlich auch zu unruhig, weil mich der Wiegeschritt ziemlich anstrengt. Das muss ich jetzt einfach mal mehr trainieren. Danke, pooky!

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Das Rad sollte beim Wiegetritt am Berg ruhig und nicht zu weit nach außen bewegt werden, da sonst zuviel Schwung verloren geht. Der Wiegetritt bietet sich bei steilen Passagen an wenn im Sitzen nicht mehr richtig rund gefahren werden kann, ist aber auch eine gutes Mittel um auf Kraft zu trainieren, da hier der Druckpunkt im Oberschenkelmuskel verstärkt ist, wobei wie schon geschrieben viele ander Muskelpartien mit einbezogen werden. Für einen Ungeübten ist der Wiegetritt anstrengender. Bei Sprinten ist das Wiegetrittverhalten anders. Hier wird das Rad recht schnell und mit einer stärkeren Seitenneigung bewegt um hier auf recht schnellem Wege Tempo aufzunehmen. Der Oberkörpereinsatz ist hierbei auch wesentlich stärker.

pedalierer 17.01.2009, 22:09

danke für eure Antworten, gruß pedalierer

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Den Wiegetritt benutze ich dann, wenn ich am steilen Berg die nötige Kraft nur aus den Muskeln nicht mehr ganz aufbringen kann, denn dabei hilft mir ja zusätzlich mein Gewicht.

Natürlich ist er anstrengend, aber die Alternative wäre ja, im niedrigeren Gang langsamer unterwegs zu sein.

Wieviel Du dabei wackelst, ist etwas Geschmackssache.

pedalierer 17.01.2009, 22:09

danke für eure Antworten, gruß pedalierer

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Du oder dein Körper sind der Gegendruck zum Pedal . Am einfachsten wäre es Dich am Fahrrad festzubindem , wurde auch schon mal versucht , aber inzwischen verboten . Hier geht 100% deiner Kraft auf die Pedale . Ähnlich Liegerad , hier hast Du durch die Lehne absoluten Vorteil . Beim RR ist auch der Abstand von Sattelspitze ( senkrecht zum Trettlager ) festgelegt - 7cm ? . Je weiter Du vorn sitzt , umso besser kannst Du dein Gewicht als Druckpunkt einsetzen . Um das letzte Bischen auf die Pedale zu bringen kommst Du um den Wiegetritt nicht herum .

pedalierer 17.01.2009, 22:09

danke für eure Antworten, gruß pedalierer

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TomSelleck 18.01.2009, 12:58

Verstehe ich richtig, dass du der Meinung bist, dass das Liegerad die aufgebrachte Kraft effizienter in Vortrieb umwandelt als ein normales Rad? Das halte ich fuer falsch, am Berg hängt nämlich jedes aufrechte Rad jedes Liegerad ab, eben WEIL der Wiegetritt moeglich ist.

Natürlich lässt sich auf Dauer der Wiegetritt nicht aufrecht erhalten, aber das steht auf einem anderen Blatt.

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Juergen63 18.01.2009, 15:18
@TomSelleck

Bist du mal mit einem Liegerad gefahren ???? Das Liegerad hat definitiv Nachteile bei der Kraftübertragung. Auf der Geraden kann man dies noch einigermassen kompensieren, wobei du da je nach Tempo schon Probleme bekommst. Am Berg bist du damit gegenüber dem herkömmlichen Rennrad hoffnungslos verloren.

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zuiop 18.01.2009, 16:47
@Juergen63

Wenn Ihr dieser Meinung seid , ok . Effektiv heisst doch mit so wenig wie möglich , soviel wie möglich . Wenn Ihr die Arme und den Oberkörper extra einsetzt , hab Ihr hier noch mehr Kraft aufgewendet . Speziel für Euch - hier war es zur Darstellung notwendig das Liegerad zu nennen . Keine Ahnung wie schnell Ihr auf der Geraden werdet . Durchschnittgeschwindigkeit auf 40 km , kein Wind , allein und gerade Fahrbahn ...?

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TomSelleck 13.05.2009, 21:59
@zuiop

Effektiv heisst nicht "So viel wie moeglich mit so wenig wie noetig". Dieser Sachverhalt wird durch das Wort "effizient" bezeichnet. Effektiv bedeutet einfach nur "wirkungsvoll" oder "geeignet, das Ziel zu erreichen".

Meine Schnitte beim Zeitfahren mit dem RR über 35 km liegen bei etwa 38 km/h.

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