Beckenschiefstand und Einlage + Sport

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Meine erste Frage ist, ob Du ein tatsächlich kürzeres Bein hast oder es Dir aufgrund von event. einseitigen Training (eine bevorzugte Seite beim Karate) ein muskuläres Defizit (zu schwach, Gegenseite zu stark und steif) "erarbeitet" hast.
Ich gehe einmal von einem zu kurzen Bein aus, wodurch es allerdings auch zu einer ungleichen Belastung der Muskeln und daher auch zu einer unterschiedlichen Ausbildung kommt. Das Problem dabei ist immer, das die Schmerzen erst viel später kommen und zu diesem Zeitpunkt ein muskuläres Ungleichgewicht bereits vorhanden ist. Das schiefe Becken wird durch die Wirbelsäule und die Rumpfmuskulatur ausgeglichen, die Wirbelsäule daher verstärkt auf einer Seite belastet, die Muskeln können nicht mehr richtig entspannen.
Als erstes solltest Du herausfinden, was das Spezialgebiet von deinem Physiotherapeuten ist, ich würde einen Sportphysiotherapeuten für Muskeln, Bewegungsabläufe und Haltung empfehlen, die kennen sich auch gut mit den häufigsten Sportarten aus bzw. können es beurteilen, wenn Du ihnen eine Karta (wird das beim Karate auch so genannt?) langsam vorführst. Außer dem gehe ich für ungewöhnliche Probleme, die ich nicht gut eingrenzen kann zu einen Physiotherapeuten mit Osteopathie Ausbildung. Je besser Du deine Probleme kennst, umso eher kannst Du den richtigen Arzt oder Therapeuten finden, gerade bei den Physiotherapeuten mußt Du nach deren Spezialgebiet fragen, weil diese sehr weit gefächert sind und ob sie Dir einen anderen empfehlen können (funktioniert bei uns recht gut).
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Was bringt Dir schwimmen bzw. das Wasser: ich würde Dir vorerst einmal eine Watsu-Stunde vorschlagen, dabei sollten Deine Muskeln relaxen, auf Dauer ist ein aktiver Ansatz (was Du selbst tun kannst) natürlich sinnvoller, aber beim Watsu kannst Du auch ein Gefühl dafür bekommen, wie sich die Bewegung im Wasser anfühlen soll. Das Lockerlassen im Wasser ist für Ungeübte und ohne Anweisungen gar nicht so einfach (und ein wichtiges Element beim Watsu). Bezüglich Übungen im Wasser für Dich selbst, brauche ich noch mehr Angaben, welche Bewegung dir weh tut bzw. in welcher Bewegungsrichtung Du diese Steifheit am stärksten spürst. Am Anfang sollte es auf jeden Fall in einem warmen Wasser (Thermalbad) gemacht werden, weil Du entspannen sollst und nicht gleich trainieren. Wenn es gut funktioniert kann man schon nach 2-3 mal im Thermalbad zu einem normalen Bad wechseln.
Schreib bitte einen Kommentar zu meiner Antwort, wenn Du mehr dazu wissen willst (mit etwas mehr Angaben zu deinen Schmerzen).

Hallo! Danke erstmal für die ausführliche Antwort.

Die Einlage habe ich schon bekommen, bevor ich mit Karate angefangen habe.

Mit der Watsu-Stunde, das hört sich plausibel an, gehe seit ca 4 Monaten einmal wöchentlich schwimmen und fühle mich danach natürlich auch entspannter.

Zu den Schmerzen: Dieses Steifheitsgefühl tritt verstärkt nach dem Karate Training auf, wenn ich wieder in den Schuhen mit meinen Einlagen, also der 0,5cm Erhöhung rechts, bin und z.B. zum Auto laufe und auch kurz, wenn ich im Auto sitze. Teilweise auch, wenn ich morgens aufstehe. Also dieses Gefühl ist auch nur in der rechten Hüfte. Aber wie gesagt, das ist dann temporär meistens etwa 2 Wochen in der Art vorhanden und dann kann es sein, dass ich wieder 2-3 Monate komplett beschwerdefrei bin.

Ich hoffe soweit reicht das, klasse, dass du dir das so genau anschaust, super, dass es so ein Forum gibt, wo man sich gegenseitig helfen kann.

Kata ist richtig, der Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner.

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@trusty

Hallo trusty!
Ich wollte nicht nur wissen, wo die Beschwerden spürbar sind (die Schmerzen strahlen manchmal auch aus), sondern bei welchen Bewegungen Du welche Einschränkungen hast.
Also z.B. beim Spreizen der Beine, Anheben vom rechten Bein seitlich oder nach vorne, beim Dehnen nach hinten, beim Schließen der Beine (wie beim Brust Beintempo), ...
Versuche Regelmäßigkeiten zu finden beim Auftauchen der Schmerzen und bei Verbesserungen der Steifheit.
Mit Schwimmen kann man eine seitliche Anspannung nicht so gut bearbeiten, aber durch die Bewegung des gesamten Körpers ohne Belastung kann es natürlich Vorteile bringen - aber vielleicht auch nur durch die Temperatur und den Druck (also Thermalbad besser?), darum brauche ich mehr Angaben von Dir (so weit Du das willst). Eine direkte, nicht öffentliche Kommunikation können wir machen, wenn wir Freunde werden - diese Entscheidung überlasse ich Dir.
Alles Gute

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Das Ganze ist jetzt sehr Fachspezifisch. Der Beckenschiefstand geht bei dir ja mit einer Beinverkürzung einher. Durch das verkürzte Bein wird das Becken einseitig stärker belastet was dann die Schmerzen hervorrufen wird. Die Osteopathie ist in der Naturheilkunde sehr verbreitet und wird hier auch gerne angewandt, allerdings bin ich mir nicht sicher ob die Osteopathie in deinem Fall da was ändern kann, denn durch die Behandlung wird dein Bein nicht länger un die Wirbelsäule in ihrer Fehlstellung auch nicht wieder gerade. Und das sind ja die Indikatoren die deine Beschwerden auslösen. Ich sehe das eher zweifelhaft. Allerdings spricht natürlich nichts dagegen sich mit einem Heilpraktiker kurz zuschließen und nachzufragen was er da für Aussichtschancen sieht.

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