Auf Hartplatz, siehe US-Open, ist Rutschen überhaupt nicht Bestandteil der Bewegung. Es gibt allerdings auch Hartplätze mit Granulatschicht, die die Rutscherei zulässt.

Grundsätzlich bestimmt das Schuhwerk, genauer dessen Sohlenprofil, die Rutscheigenschaften. Je ebener die Sohle, desto geringer der Reibungswiderstand, desto höher der Rutschfaktor. Klingt ein wenig überhöht, ich weiß;-)

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Das wichtigste ist Feuchtigkeit. Vor jedem Spiel den Platz, je nachdem wie trocken er ist, besprengeln. Denn ohne Wasser verliert der Sand seine Festigkeit und wird weich und spröde. Nach einem Spiel alle Kerben, Dellen und Mulden ausbessern. Die wichtigste Pflege für den Platz ist eben seine konsistente Beanspruchung, insofern die Vor- und Nachbehandlung nicht vernachlässigt wird.

Defekte Linien einschwemmen, korrigieren und mit Gefühl einstampfen. Hängt natürlich auch von verwendeten Liniensystem ab. Regelmäßiger Spielbetrieb und adäquate Bewässerung erhöhen die Festigkeit. Bei moderatem Spielbetrieb und bei Bedarf auch in jedem anderem Fall sollte der feuchte Court gewalzt werden.

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Die Griffstärken unterscheiden sich zwar, aber weniger deutlich im Verhältnis Tennis zu Tischtennis. Die Spieldimension bestimmt das Spielgerät. Beim Tennis ist alles etwas größer und schwerer und damit auch langsamer als im Squash. Vor allem die kinetische Energie die am und vom Ball beim Schlag wirkt ist im Tennis höher als beim Badminton und auch Squash. Das liegt vor allem an der Masse des Balls, die dann etwas mehr Griffstärke verlangt.

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Winning clever sollte es eher heißen. Das heißt: Mentale Stärke zeigen, einen scheinbar überlegenen Gegner bezwingen. Das Buch ist unterhaltsam und gibt weniger konkrete Spieltips als grundsätzliche Tips zu Geisteshaltungen. Wie man seinen Spieler ließt, seine emotionale Schwäche ausnutzt.

Nadal greift gerne auf diese Art von Kriegsführung zurück. Er bringt seine Gegner zum Verzeifeln, indem er 15 mal vor jedem Aufschlag den Ball dribbelt. Oder er zerstört eine Serie des Gegners, indem er plötzlich pausiert, um seine Schläger zu wechseln.

Das Regelwerk und das Publikum ächzt schon bei solcherlei Uglyness. In einer von Nadal abgemilderten Variante, gehört Winning Ugly zum Tennis dazu, solange es sich mit Fairplay vereinen lässt.

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Ich trinke stilles Wasser. Bestreitest du aber ein langes anstrengendes Match, am besten noch bei Hitze und Sonnenschein reicht das nicht.

In jenem Fall als mir meinen Muskeln der Saft auszugehen drohte, griff ich zu einer handelsüblichen Cola, was besseres hatte ich nicht zur Hand, und diese Cola füllte meine Energienotstand rasch auf. Ich war wie aufgezogen und konnte mit Power weiterspielen.

Deshalb zur Not immer ein „Sportlergetränk“ einpacken.

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Der Unterschied zwischen Rasen und Sand aus der Perspektive eines Spielers sind groß. So groß, dass jede Oberfläche eine eigene Vorbereitung bedarf.

Grund sind die Spieleigenschaften von Sand oder Rasen, die mit Worten beschrieben nicht den Riesenunterschied erwarten lassen. Sand ist langsam, nimmt den Schnitt gut an. Es schont die Gelenke, da man zum Ball rutschen kann. Die Ballwechsel sind bisweilen länger, wodurch sich die Matchlänge hinauszögert. Im Rahmen eines Turniers wird sind Profis deshalb eher bestrebt, die anfänglichen Matches nicht unnötig in die Länge zu ziehen, um Kraft für die späteren entscheidenden Begegnungen zu haben.

Rasen hingegen - bekannt vor allem durch Wimbledon - ist ein schneller Bodenbelag, nimmt den Schnitt weniger stark an. Schnelle Bälle springen flacher ab als bei Sand. Das Spiel ist insgesamt schneller, die Ballwechsel kürzer.

All diese Attribute begünstigen und verschlechtern bestimmte Taktiken. Allerdings sollte man auch nicht Rasen oder Sandplatzspezialisten überbewerten, wie es gerne Rundfunkreporter und Journalisten tun. Nadal, ein vermeintlicher Sandplatzspezialist, zeigte nicht unbedingt die schlechteste Rasenleistung dieses Jahr in Wimbledon.

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einhändig

Ich spiel die Einhändige. Ich habe jahrlang nicht die richtige Technik benutzt, mittlerweile durch gezieltes Training, habe ich endlich ein Gefühl für die Rückhand entwickelt, das mir Sicherheit beim Schlagen gibt.

Zweihändige habe ich noch nie versucht.

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Wichtig ist richtig zum Ball zu stehen. Vor allem die Rückhand wird von 90% der Hobbyspieler vollkommen verkehrt ausgeführt.

Einhändige Rückhand: Rechte Fußspitze etwa im 45 Grad Winkel zum Netz. Schläger wird mit beiden Armen parallel haltend rechte Hand am Griff und linke Hand am Kreuz des Schlägers mit einer Drehung der Schulter (ganz wichtig) nach hinten geführt. Kurz vor dem eigentlichen Schlag schaust du idealerweise über deine rechte Schulter zum Ball. Beim Vorwärtsschwingen löst du deine linke Hand und führst den Schläger beim Öffnen der Schulter nach vorn zum Ball. Treffpunkt des Balls ist schräg vor dir. Und sehr wichtig: der Schlagarm muss gestreckt sein!!! Schön ausschwingen. Am Ende zeigt der Rückhandarm nach rechtsoben, so als wolltest du die Freiheitsstatue imitieren.

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Locker lassen ist schön gesagt, aber nicht vergessen die linke Hand als Unterstützung dazu zu nehmen. Bei jedem Schlag, ob Vorhand oder Rückhand führt die linke Hand den Schläger am Kreuz zurück als Stabilisator. Gedreht wird der Schläger vorbereitend für die Vor- oder Rückhand ebenfalls mit der linken Hand am Kreuz. Soweit wie es in den Nichtschlagphasen geht erhält also die haltende Hand Unterstützung von der linken Hand. Und der Griff ist wirklich richtig fest nur im direkten Schlagmoment.

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Die offene Stellung ist die moderne Vorhandtechnik und in jedem Fall in einem Grundlinienduell der seitlichen Überlegen. Beim Topspinschlag wird das Gewicht aufs rechte Bein verlagert, die Hüften öffnen sich nach rechts, die rechte Schulter wird zurück genommen, beim Wiederaufdrehen des Körpers erhält der Ball maximalen Drall und kann härter geschlagen werden als bei der klassischen Variante, ohne das er unkontrolliert ins Aus befördert wird.

Trotzdem sind beide Schlagvarianten nützlich, die klassische Unterstützt die Vorwärtsbewegung und damit Netzangriff.

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Den Kick, oder auch Twist-Aufschlag wird in der Tat mit ein Rückhandgriff erzielt. Je nach Vorliebe funktioniert auch die Mittelgriffhaltung oder eine leichte Rückhandhaltung. Den Ball tendentiell nach links hochführen.

Und den Ball tendentiell nach hinten hochführen, wodurch er automatisch mehr länge erhält. Beim Kick auch darauf achten, eine maximale Bogenspannung aufzubauen. Knie und Hüfte nach vorne, ähnlich wie beim Limbo-Tanzen.

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Ballmaschinen-Training kann äußerst ergiebig sein. Eine saubere Technik lässt sich nur über einen Weg erarbeiten. Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung. Das wichtigste beim Tennis ist die Beinarbeit. Ohne Beinarbeit kein sauberer Schlag.

Beispiel Rückhand-Grundlinientraining Achte darauf, dass Du nach jedem ausgeführten Schlag in die Ausgangsposition Platzmitte zurückkehrst. So unterstützt die die erforderliche Beinarbeit. Und nur so bleibt die verbesserte Rückhand auch auf eine Wettkampfsituation applizierbar.

Dieser Jojo-Ansatz, immer wieder in Ausgangspositionen zurückzukehren und sich so optimal auf Eventualitäten vorzubereiten, ist für erfolgreichen Tennis unentbehrlich.

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Es ist äußerst schwierig, komplexes impizites Wissen über - lediglich - Text zu vermitteln, aber ich versuche mal Eckpunkte zu benennen.

Ziel sollte sein: ein sicherer, moderat beschleunigter und gut platzierter Aufschlag.

Folgende Punkte beachten: 1) Gewichtsschwerpunkt ist das linke Bein. Linker Fuß zeigt mit der Spitze zum Netz rechter Fuß ist Stabilisator. Oberkörper zeigt nach rechts außen.

2) Schlägerhaltung: der sogenannte Hammergriff. Stell dir vor, du wolltest mit deinem Racket einen Nagel in eine Wand hauen (Griff liegt also genau zwischen Einhandrückhand und Topspin-Vorhand)

3) Werfen: Schläger und Ball sind beisammen. Beide Hände bewegen sich synchron auf einer Höhe. Handgelenke schön locker lassen und nicht anspannen. Ball wird mit Handfläche gen Himmel nach oben geführt.

4) Die Schlaghand wird zum Nacken geführt, als wenn du dir in der Dusche den Rücken schrubben wolltest.

5) Jetzt kämen noch weitere Punkte wie Bogenspannung aufbauen und in die Knie gehen und aufgebaute Spannung am Ball entladen.

TIP: Greif etwas mehr Rückhandgriff um einen Slice-Aufschlag auszuführen. Vorteil: Höhere Sicherheit und oft schwere r zu returnieren als ein gerade und harter Aufschlag.

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Ich halte es nicht für sinnvoll, eine Profikarriere anzustreben. Eine Semiprofessionelle schon. Das Probleme beim Tennis ist eben der Bewegungsablauf. Vergleichbar ist eine musikalische Ausbildung auf einem Instrument: Nur Virtuosen schaffen es heutzutage in den Profisport.

Falls Deine Ambitionen noch immer sehr groß sind, dann teste deinen Stand im Wettkampf. Bevor du dich jedoch voller Frustration vom Tennis verabschiedest, empfehle ich dir ein Hobby daraus zu machen.

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