Wie schafft man es im Tennis so viele Turniere zu bestreiten?

3 Antworten

Kann mich DrSnyd0r nur voll und ganz anschließen. So eine Profi-Karriere ist wirklich ziemlich hart, und letztendlich ein ziemlicher Raubbau am Körper. Allerdings sind die Profis wirklich in dieser Beziehung besonders robust, super top körperlich ausgebildet, und sie werden natürlich auch von den besten Ärzten, Physiotherapeuten und Trainern betreut.

Eine Tennis-Profikarriere beginnt nicht über Nacht. Schon im jüngsten Alter wird gespielt, um mit circa 10 bis 12 Lenzen zu entscheiden, eine Profikarriere einzuschlagen. Turniererfahrung wächst dann zum gewöhnlichen Bestandteil des sportlichen Alltags. Der Körper wächst mit seinen Aufgaben sukzessive an, um dann das spätere Pensum durchzustehen. Das Pensum, das ein gewöhnlichen Hobbyspieler schnell an die Grenze seiner Belastbarkeit führt. Und genau deshalb ist es auch erforderlich den Körper und Geist auf die Profilaufbahn vorzubereiten. 30 Turniere im Jahr auf Weltklasseniveau zu bestreiten braucht Ausbildung und Management auf selbiger Höhe.

Deine Verbluffung über die erstaunliche hohe Turnierzahl ist verständlich. Da nur tatsächliche Profis, die Erfahrung machen, wie sehr sich der glamouröse, elegante, saubere und schöne Sport im TV von der alltäglichen, zehrenden, Schufterei unterscheidet. Im Fernsehen sieht das Publikum die Kür der Tennisathleten in den besten Tennisturnieren der Welt. Die Pflicht, die tägliche Plackerei bleibt der Öffentlichkeit verborgen.

Mein Fazit: Jahrelange, professionelle Ausbildung bereitet physisch vor. Deshalb kulminiert eine Tenniskarriere auch gewöhnlich gegen Ablauf der 20 - häufig auch schon eher. Der Preis dieses Pensum zu bewältigen ist eben hoch.

So ein Tennisturnier ist natürlich eine enorm hohe Belastung für Profis.Wie übrigens viele andere Sportarten auch sehr belastend sind. Wie man aber auch bei den Top-Spielern sieht, zuletzt ganz aktuell bei Nadal, macht der Körper irgendwann mal selbst bei den Top-Profis schlapp. Selbst bei den Profis müssen diese mittlerweile ihre Saison genau einteilen, um sich nicht zu überbelasten. Die Zahl der Turnier steigt natürlich im Turnierkalender, weil so ein Turnier ein Geschäft für den Veranstalter ist. Für die Profis sind zu viele Turnier natürlich schlecht. Grundsätzlich werden die Profis natürlich optimal betreut, sind super durchtrainiert, und haben die besten Physiotherapeuten. Aber irgendwann ist für jeden menschlichen Körper mal eine natürlich Belastungsgrenze erreicht.

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