Wieviele Höhenmeter schafft man als durchschnittlicher Bergwanderer in der Stunde?

5 Antworten

Es hängt von vielen Faktoren ab. Wie schwer jemand ist, wie trainiert jemand ist (auch ein Übergewichtiger kann eine gute Kondition haben), wie schwierig der Weg ist, wie gleichmässig es bergauf geht, wie lange flache Strecken sind dazwischen, Pausen eingerechnet oder nicht, Gesamthöhenmeter, etc.

Jemand, der einfach mal zwischendurch wandern geht und sonst nie wandert und so gut wie keinen Sport treibt, wird kaum oder so gut wie niemals mehr als 550-660 Höhenmeter einfach so auf Anhieb machen, selbst wenn er normalgewichtig ist. Für so viele Höhenmeter muss man schon extrem zügig gehen. Und dazu muss die Strecke auch noch kurz sein, d.h. der Anstieg muss stetig sein und Pausen sind da nicht eingerechnet. Selbst wenn jemand die ersten 600 Höhenmeter in einer Stunde schafft, wird er dieses Tempo wohl kaum 3x am Stück durchhalten als Untrainierter.

Die Wegweiserangaben gehen (je nach Gegend - und das kann sich ziemlich unterscheiden) von ungefähr 300 bis 400 Höhenmeter die Stunde aus + pro 4 Kilometer Strecke noch etwa 1/2 Stunde. Bei sehr direkten Wegen kann die halbe Stunde aber auch wegfallen.

Ich habe gut 15 Kilo Übergewicht, sitze praktisch nur am Computer in der kälteren Jahreszeit, mache keinen anderen Sport, bin aber in den letzten Wochen 1-2x pro Woche jeweils etwa 15-20 Kilometer wandern gegangen mit mässiger Steigung. Gestern habe ich es geschafft, bei einem sehr direkten Weg knapp 450 Höhenmeter pro Stunde zu machen, dies über einen Gesamtaufstieg von 1200 Höhenmetern. Dazwischen habe ich aber zwei Pausen gemacht (insgesamt wohl eine gute Stunde).

Was ist also mein Fazit: Jeder muss selber ausprobieren, was er schafft, es gibt zu viele Variablen. Für Gelegenheitswanderer würde ich einfach mal mit pauschal 300 Höhenmeter pro Stunde rechnen (ohne Pause) und pro 4 Kilometer 1/2 Stunde dazu, da ist man auf der sicheren Seite, das sollten die wohl die meisten schaffen. Für sportlichere Menschen sind 500-700 Höhenmeter durchaus gut machbar, je nach Gelände und Strecke. Für alles darüber muss man schon recht sportlich und gut trainiert sein. Ab 1500 Höhenmeter am Stück wird sicher jeder etwas langsamer. Und auf die Höhe (Sauerstoff) kommt es auch noch drauf an. Über 2500 Meter über Meer geht niemand mehr gleich schnell wie bei 1500.

Im Allgemeinen geht man beim "Durchschnittswanderer" von 400 Aufstiegs-Höhenmetern pro Stunde aus. Aber das natürlich auch nur, wenn es regelmäßig bergauf geht, und nicht längere Flachstücke dazwischen liegen (dafür gäbe es wieder eine eigene Berechnungsformel, die aber auf Grund der unterschlieden Konstitutionen der einzelnen Wanderer ohnehin nur sehr theoretischen Charakter hat). Auch sollte es sich durchwegs um normales Gehgelände ohne ausgesetzte oder felsige Stellen handeln. LG - Christian

Also Grundsätzlich kann man das nicht festlegen. Du solltest beachten, dass wie TomSelleck schon sagt, es sehr stark von der Leistung der Wanderer abhängt. Aber 500 Meter in einer Stunde finde ich etwas übertrieben. Bei einer Steigung von 20 %, steigt man auf 100 m Wegstrecke 20m in die Höhe. Da 20 % Steigung für einen Gelegenheitswanderer schon eine ganze Menge, denke ich dass man in na Stunde eher so 300 - 400 Meter schafft.

Ich habe ja auch nur fuer mich gesprochen. 20% ist ja gerade soviel, dass man noch einen gut ausgebauten Weg anlegen kann. Zuegig steigen ist erst bei groesseren Steigungen moeglich, wenn die Leistung hauptsaechlich in Hoehe umgesetzt wird. Ein Alltagssituation, in der das vorkommt, ist das Treppensteigen. Treppen haben typischerweise 18 cm Stufenhoehe und 27 cm Stufentiefe. Das entspricht einer Steigung von ueber 60%!

Aber, jetzt da ich nochmal nachdenke, faellt mir ein, dass ich irgendwann einmal gelesen habe, dass man fuer 300 HM eine Stunde einplanen soll, zusaetzlich zur gelaufenen Strecke, die man mit 4 km/h veranschlagen soll. Fuer mich ist das beides definitiv zu langsam, es sei denn ich schleppe 30kg, aber es ist moeglich, dass das als Empfehlung fuer "Durchschnittswanderer" gelten soll.

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Ich bin noch 20 Jahre jung und wohne selbst in den Bergen, würde mich als erfahrenen Berggeher bezeichnen.

Bei den Höhenmetern komm es natürlich auf die Steigung an, zu flach und man geht zu weit, aber wo es zu klettern ist, ist es natürlich auch langsamer. Also bei einem kontinuierlichen Anstieg schaffe ich bei zügigem Gehen ca 800hm, bei sehr schneller ca 900-1000hm pro stunde.

Durchschnittliche Geher würde ich sagen machen ca 500-600hm pro Stunde.

Zudem muss berücksichtigt werden, dass bei höher gelegenen Touren die dünnere Luft stark zu spüren ist (wird oft unterschätzt). Vor allem wenn man dies nicht gewohnt ist, selbst wir aus den Bergen merken dies zu Saisonbeginn, für nicht aklimatisierte Flachländer ist dies noch stärker spürbar.

Also aufpassen bei Wanderungen, wo man auf 2000m Höhe mit dem Lift auffährt und weiter hoch geht






Ja, man kann sich wohl bei 300-400hm pro Stunde einpendeln. Aber es gibt so viele entscheidende Umstände, die aber eh schon erwähnt wurden. Ich habe z.B. mal im Winter eine Schneeschuhwanderung bei starken Schneeverwehungen und starkem Gegenwindgemacht und mußte froh sein, 250hm pro Stunde zu schaffen. Ich will damit sagen, es kommt auf ´s Wetter, auf ´s Terrain auf die Jahreszeit und viele Dinge mehr an! ;-)

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