Welche Vorteile hat der Bulinknoten beim Einbinden?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn Du bisher mit dem Achter keine Probleme hattest, gibts keinen Grund dich umzustellen. Nur weil der Bulin jetzt wieder "in" ist heisst das noch lange nicht, dass der Achter schlechter ist. Wenn Du öfter stürzt und immer wieder längere Zeit brauchst um deinen Achter zu öffnen, dann wärs vielleicht zu überlegen, den Bulin mal ernsthaft zu üben. Zauberwerk ist das auch keins und wenn man sich dahinterklemmt ist er von jedem zu beherrschen.

Zur Antwort von "bergbengel". Ich hab zwar von dem angeblichen Unfall noch nichts gehört, aber wenn es so passiert ist, dann kann der gleiche Unfall ganz genauso auch mit dem Achter passieren - sogar noch viel leichter, weil der einfache Bulin (nicht doppelt gesteckt) eine normale Zugbelastung auch schon aushalten würde, nur eine evtl. Ringbelastung halt nicht. Wenn das so war, dann wurde er vermutlich komplett falsch gemacht - allerdings würde mich deine Quelle schon interessieren, da ein solcher Unfall (mit einem bekannten Kletterer, der im Sicherheitskreis engagiert war) eigentlich nicht lange geheim bleibt...

Vor einigen Wochen ist in einer Halle in Süddeutschland(ich möchte nicht näher darauf eingehen), ein Mann abgestürzt und erlag später diesen erlittenen Verletzungen, der Spitzenkletterer war, beim DAV-Sicherheitskreis erste Grundlagen legte, im Yosemite kletterte u.v.m.; er galt selbst als Sicherheitspapst. Eingebunden wurde wohl mit dopp. Bulin, aber man spekul. nicht zu Ende geknüpft. Ich geb selbst Kurse und nehme -immer-den Achter. Das eigene Auge wird so auf-trainiert dass die Sichtprüfung rel. leicht ist,und das ist der unschätzbare Vorteil!! beim dopp. Bulin ist dies nicht der Fall. Die schlechtere Öffenbarkeit im Sturzfall nehm ich gern hin-aber mal im Ernst-wer in diesem Breitensport legt diese Stürze hin. Ich sehe beim dopp. Bulin also keine Vorteile.

Also dass Du 5 Wochen danach noch auf diesen Aprilscherz reingefallen bist ist bemerkenswert.

0

Das meiste ist ja schon gesagt. Eines könnte man noch zu gunsten des doppelten Bulins anmerken: Er hinterlässt beim Lösen keinen Restknoten. Beim Achter bleibt nach dem Lösen der gesteckten Hälfte immer noch eine Knotenhälfte zurück. Es gab schon Fälle, in denen beim Seilabziehen vergessen wurde, diesen Restknoten zu lösen. Peinlich....vor allem am Fels. Der Knoten geht nicht durch die Umlenker... An Topropeseilen sieht man die Restknoten oft baumeln. Eine Unsitte, wie ich meine. Andere, auch Kinder oder unerfahrene Kletterer werden dazu verleitet, diese ggf. zweifelhaften Restknoten selbst zu verwenden. Es reicht auch schon, wenn Kinder mit den Seilen nur spielen und den Knoten hochziehen. Ok, letzeres ist in der Praxis vielleicht nicht das Riesenproblem. Ich empfehle dennoch den Achterknoten. Den sollte jeder Kletterer stecken und auch auch prüfen können. Beim Klettern an der Leistungsgrenze und entsprechend häufigen Stürzen hat der doppelte Bulin aber durchaus seine Vorteile.

Was möchtest Du wissen?