Bei uns in Südbayern wüsste ich keine Halle die den verlangt - und das ist auch gut so. In meinem Bekanntenkreis hat kaum jemand den Schein, weil die meisten schon deutlich länger Klettern als es den Fetzen gibt.

Der Sinn des Kletterscheins ist es nicht eine Befähigung zum Klettern nachzuweisen, sondern nur, dass ein Kurs nach den vereinheitlichten Kriterien durchgeführt wurde. Wenn Du ein Jahr nach dem Kurs mit dem Schein das erste mal wieder klettern gehst, dann hilft er dir beim Sichern und Klettern keinen Deut!

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Ich war vor zwei Monaten am Delagoturm und bin die Kante geklettert. Die Politur ist für Dolomitenverhältnisse schon recht glatt, aber ich fands weniger schlimm als z. B. an den beliebten leichteren Routen der Sellatürme (Stegerkante, Trenkerriss). Die Bewertung mit 4+ ist aber nicht geschenkt und besonders viel Sicherungsmaterial steckt auch nicht. Dazu kommt noch dass die Route für den Schwierigkeitsgrad ziemlich luftig ist - man sollte also vielleicht ein wenig Reserve haben wenn man einsteigt.

Hier gibt noch ein Topo, ein paar Infos und Bilder dazu: http://www.stadler-markus.de/files/alpinklettern/dolomitenrouten/vajolett_delagokante.htm

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Das ist eine nette Genusskletterei mit mehreren Stellen im Bereich 4 bis 4+. Der Anfang war schon relativ abgegriffen, weiter oben wurde das dann aber besser. Die Tour hat ca. 10 Seillängen, was in der Regel in rund 3 Stunden von einer eingespielten Seilschaft zu schaffen sein sollte. Da die Route aber sehr beliebt ist, ist an Wochenenden mit Stau zu rechnen und dann wird die Zeit unkalkulierbar. An den Ständen waren zumindest teilweise Bohrhaken, zwischendurch steckt auch einiges an Normalhaken. Mit Klemmkeilen und einigen Sanduhrschlingen ist die Route gut absicherbar. Durch den problemlosen Zu- und Abstieg ist sie eine sehr gemütliche Dolomitenroute.

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Servus floehli,

lass dich von der Antwort vom Lampi nicht zu arg abschrecken. Es ist keineswegs so, dass man nur mit Glück, jahrzehntelanger Klettererfahrung und/oder mehrwöchiger Vorbereitung wieder lebend aus dem Wilden Kaiser heimkehren kann ;-).

Rund ums Stripsenjochhaus gibts einige Sportklettergebiete und Sportkletterrouten, die sich kaum von einer Klettergartenroute unterscheiden - ausser dass sie mehrere Seillängen haben und der Zustieg etwas länger ist. Wenn Du an der Wildangerwand kletterst, hast Du perfekt abgesicherte Routen in festem Fels, wo Du über die Routen wieder abseilst - hier sind eigentlich keine alpinen Kenntnisse notwendig, auch die Orientierung macht dort keine Probleme (sobald Du die richtige Route gefunden hast) weil Du nur den Bolts nachklettern musst. Noch harmloser sind die richtigen Klettergärten Gamswandl und Hundskopf.

Die nächste Anspruchs-Kategorie sind die Plaisirrouten auf die Kaisergipfel, wo evtl. mal die Wegfindung schwieriger sein kann und der erwähnte Abstieg dann noch dazukommt. Hierbei ist wichtig, dass Du vorher abschätzt, neben den Routenanforderungen auch dem Abstieg gewachsen bist. Und dabei solltest Du dich zumindest sicher im 1er bis 2er Gelände bewegen können - wenn das nicht der Fall ist dann mach lieber an einem oder zwei Tagen zwischen dem Klettern mal einen Normalweg auf einen der nicht von einem Wanderweg erschlossenen Kaisergipfel (z. B. Karlspitze, Vordere Goinger Halt) oder zumindest den Kaiserschützensteig über die Ellmauer Halt, dann lernst Du dich auch in diesem Gelände sicher zu bewegen. Voraussetzung ist natürlich, dass Du auf den normalen Kaiser-Wanderwegen problemlos unterwegs bist.

Noch eine kleine Steigerung sind dann die sanierten Alpinrouten, wo auch eigenverantwortliche Absicherung zusätzlich zu den gebohrten Standplätzen und den gelegentlchen Zwischensicherungen erforderlich ist - auch die Wegfindung ist hier meist anspruchsvoller.

Einen Bergführer brauchst Du dafür nicht unbedingt, wenn Du dir Zeit läßt und wirklich von unten anfängst - ohne gleich (wie Lampi vorschlägt) in die (alpinen) 6er einsteigst. Entweder du bleibst beim Sportklettern - wofür es rund um die Strips auch einiges gibt oder du beginnst mit alpinen Routen, fängst dann aber wirklich unten an - mit einer Mischung aus alpinen Wanderungen, leichteren Plaisirtouren und sehr leichten Alpinrouten (3. bis max. 4. Grad). Ein Alpinkletterkurs zum Einstieg (bei einem Bergführer oder beim DAV) wäre sicher von Vorteil. Wer gewieft ist und mit Hirn bei der Sache, kann sich das aber großteils auch selbst aneignen.

Ach ja zu den Kletterführern (Bücher): Wenn Du Infos zu den Sportkletterrouten suchst, kannst Du dir den AV-Führer sparen.

Viel Spaß im Kaiser

Markus

Hier findest du übrigens alle Infos zum Kletterin im Wilden Kaiser:

http://www.stadler-markus.de/files/alpinklettern/alpin_kaiser.htm

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Die meisten Klettergebiete Thailands liegen im Süden des Landes und sind fast vollständig vom (28-30 Grad warmen) Meer umgeben. Jahreszeiten wie Sommer und Winter gibt es dort nicht, allerdings wie Lampi schon geschrieben hat, sind die Auswirkungen des Monsun zu spüren. Das ist aber nicht zum Jahreswechsel, sondern etwa von Juni bis Oktober, evtl. noch November. Zu der Zeit ist die Luft am feuchtesten und oft sind an den Nachmittagen Gewitter an der Tagesordnung. April und Mai sind am heißesten. Die beste Zeit ist von Mitte November bis ca. Ende März, dann herrscht in der Regel trockenes und nicht ganz so heißes (aber immer noch heiß genug) Wetter.

Im Norden von Thailand (dort gibts das Klettergebiet Chiang Mai) herrscht deutlich kontinentaleres Klima, wo es Dezember bis März auch für einen Mitteleuropäer angenehme Temperaturen gibt (v.a. kühlere Nächte).

Weitere Infos zum Klettern in Thailand: http://www.stadler-markus.de/files/sportklettern/klettern_thailand.htm

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Das hängt vom Schwierigkeitsbereich ab - schöne Routen gibts dort jede Menge. Die Mega-Klassiker finden sich am Piz Badile und seinen Nachbarn. Die Badile Nordkante ist supergenial und relativ leicht (3 - 4 mit einer oder zwei 5er Stellen) aber sehr lang (1000 m). Links daneben ist die Cassin im 6. Grad schon eine gute Stufe anspruchsvoller und noch alpiner ist der Cengalo-Pfeiler. Am Badile kenn ich dann noch eine alpine Sportkletterroute (aber schon ordentliche Hakenabstände) "Another day in paradise" (7). Ein weiterer Klassiker mit recht guter (sanierter) Absicherung ist zwei Berge weiter links an den Gemelli die "Bügeleisenkante" mit plattiger Kletterei ca. 5+ oder 6-.

Etwas weniger alpin ist das Gebiet um die Albigna-Hütte - dort sind viele Routen nach schweizer Plaisir-Einheitsbrei abgesichert.

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Wenn Du das Topo hast (ist in diesem Führer: http://www.stadler-markus.de/files/buch/kletterfuehrer_steinplatte.htm), dann ist die Route problemlos zu finden, weil ja alle 3 - 10 Meter ein Bohrhaken steckt. Ansonsten ist es eine tolle, lange alpine Sportkletterroute die man aber hinsichtlich den Anforderungen an Kondition, Kletterkönnen und auch Absicherung nicht unterschätzen sollte. Die schwierigsten Seillängen kommen erst ganz zum Schluss (nach über 30 gekletterten Längen) und man sollte einen 5er auch noch ohne mit der Wimper zu zucken 5 - 6 Meter über dem letzten Bolt klettern können und den oberen 6. Grad zumindest so souverän beherrschen, dass man nicht nach jedem Griff und Tritt noch lange suchen muss. Keile und Friends kann man zwar ein Notsortiment mitnehmen, sollten aber eigentlich nicht nötig sein, weil man sonst eh zu langsam ist.

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Achleiten und Geisterschmiedwand bei Kufstein zum Beispiel - zwar auch schon Österreich, aber gleich hinter der Grenze. Auch im Raum Schleching gibts einige sonnige Wände, Zellerwand (aber tlw. ziemlich im Wald), Klobenstein, Pleitewandl.

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Das meiste dort bewegt sich im 6. Grad mit geringen Abweichungen nach oben und unten. Es handelt sich überwiegend um Plattenkletterei, oftmals raue Wasserrillen. Das Thema Kinderfreundlichkeit würde ich zu Lampi allerdings wieder etwas einschränken. Das "schöne Almgelände" ist einiges weiter unten und schon ausser Rufweite. Der Einstiegsbereich ist meistens eher ein mehr oder weniger steiler Geröll/Wiesenhang, der ausserdem unmittelbar an der Wand ziemlich steinschlaggefährlich ist. Nicht komplett kinderunfreundlich, aber so wirklich Spaß werden die Kleinen dort nicht haben, vor allem wenn man sie immer 30 - 50 m von der Wand weg deponiert. Viel spannender ists für die sicher unten auf der Wegscheidalm.

Rechts der Wand gibts noch zwei längere Routen (ca. 10 SL), wobei aber eine momentan wegen eines Felssturzes nicht begehbar ist. Auch links oberhalb (10 Minuten) bei einem kleinen Wasserfall gibts eine 4-SL-Neutour (8-/8, aktuell auf meiner Homepage).

Ein aktuelles Topo der Multerkarwand findest Du in dem Führer: http://www.stadler-markus.de/files/buch/kaiser1.htm

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igseilsport hat es zwar schon ganz richig wiedergegeben, ich möchte es aber nochmal anders erklären:

Der Alpinstil ist sowas wie das Gegenteil des Expeditionsstils. Der Expeditionsstil wurde für die speziellen Erfordernisse der hohen Berge zwischen 6000 und 8880 m entwickelt (in einer Zeit als die notwendige Ausrüstung noch ungefähr das doppelte wog als heute!).

Dabei werden von einem Basislager aus im Laufe mehrerer Tage und Wochen Hochlager errichtet, in die ein Teil des Materials im Zuge einer Logistikkette hochgebracht und verteilt werden. Das hat einerseits den Vorteil, dass die Bergsteiger sich besser an die Höhe anpassen/gewöhnen können und zwischendurch im Basislager wieder erholen können. Bei den meisten Expeditionen, insbesondere kommerziell organisierten, übernehmen den Großteil des Materialtransports dabei die einheimischen Träger.

Beim der finalen Gipfelbesteigung kann dann der ausgeruhte Bergsteiger relativ schnell mit leichtem Gepäck (er findet ja alles Notwendige unterwegs in den eingerichteten Zwischenlagern) entlang der Hochlagerkette zum Gipfel aufsteigen.

Beim Alpinstil wird in erster Linie auf die aufwendige Logistik, sowie die Hilfe von Trägern verzichtet. Die Bergsteiger starten mit der kompletten Ausrüstung die sie bis zu ihrer Rückkehr ins Basislager benötigen und schleppen immer alles mit. Alleine schon aus Gewichtsgründen (aber auch aus sportethischen Erwägungen) scheidet auch die Verwendung von Flaschensauerstoff aus. Fixseile können aber vorübergehend schon mal angebracht werden (z. B. eine schwierige Stelle von einem Lagerplatz aus, um am nächsten Tag diese schneller zu bewältigen).

Eine Besteigung im Alpinstil ist daher in der Regel deutlich anspruchsvoller als im Expeditionsstil. Neben einer besseren Kondition benötigen die Bergsteiger eine souveränere Technik und eine bessere Höhenanpassung. Bei objektiv gefährlichen Bergen kann es aber auch sicherer sein, weil man weniger oft in die Gefahrenzone muss.

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Ich war am Wochenende auf dem Winterraum. Im Gegensatz zu unserem letzten Besuch vor 8 Jahren ist er deutlich verbessert worden. Die Lager (16 Plätze) sind ordentlich und mit dem guten Herd lässt es sich gscheit einheizen und kochen. Holz gibts in Massen und großteils ist es bereits ofenfertig - Säge und Axt sind aber auch vorhanden. Nur das vorhandene Papier zum Einheizen ist relativ feucht - am besten ein paar Anzünder mitbringen, dann gehts schnell und problemlos. Ausserdem wären Gaskartuschen (Schraubgewinde) vorhanden. Geschirr und Besteck ist ebenfalls alles oben. Alles in allem ein guter Winterraum.

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Jetzt beginnt die Zeit der Skihochtouren. In den Hohen Tauern, Zillertaler Alpen, Stubaier Alpen, Ötztaler Alpen oder der Silvretta und natürlich erst recht in den Westalpen kann man oberhalb 1800 bis 2000 m jetzt die schönsten Skitourentage des Winters genießen, z. B. hier: http://www.stadler-markus.de/files/skitour/stuetzpunkte/franz_senn_huette.htm

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Sicherlich kann man schon in einigen der Gebiete klettern und vor allem Bouldern. Allerdings sollte man daran denken, dass rundherum teilweise bis zu 2000 m hohe und oft noch schneebedeckte Bergflanken aufragen aus denen bei Erwärmung Nassschneelawinen ins Tal donnern und so nicht nur die Zu- und Abstiege, sondern teilweise auch die Felsen selbst bedrohen. An den Jagdgründen war das in manchen Jahren am Wig und am Wam schon der Fall.

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Servus Alexandra,

ich weiss nicht welches Trainingslevel Du hast, aber wenn Du in dem Bereich noch nicht stark austrainiert bist, kannst Du mal folgendes versuchen:

Stell Dich in einen Türrahmen mit der Schulter an den Rahmen angelehnt. Die Beine stehen ungefähr in der Mitte oder - je nach Körpergröße und Kraft auch weiter an der, der Schulter entgegengesetzten Seite.

Die Hand von der Seite, an der Du am Rahmen lehnst legst Du knapp überm Kopf mit Daumen nach Unten an die Rahmenkante.

Nun schiebst Du damit den Körper langsam ins Lot und lehnst dich langsam wieder zurück an den Rahmen.

Die Intensität kannst Du verstärken, indem Du mit den Füßen weiter von der Mitte in die der Schulter entgegengesetzte Seite wanderst und indem Du die Hand weiter oben ansetzt.

Alles klar?

Mach das 4 - 6 Wochen jeden 2. Tag. Die erste Woche 5 Serien (jede Seite) a 10 - 15 Wiederholungen mit niedriger Intensität für die Bewegungskoordination, die restliche Zeit 4 - 5 Serien a 8 Wiederholungen mit mittlerer Intensität für den Muskelaufbau. Nach jeder Serie eine Minute Pause, bis der Puls einigermaßen normal ist, dann wechseln.

Wenn Du dann (nach 2-3 Monaten Pause mit dieser Übung) noch Spielraum zur Steigerung der Intensität hast mit dieser Übung, kannst Du auch versuchen damit ins Maximalkrafttraining zu gehen - ich denke aber hierfür wäre ein spezieller Boulder in einer leicht überhängenden Wand besser geeignet.

Viel Spaß Markus

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Jetzt muss ich meinen Vorrednern teilweise widersprechen. Man kann nicht generell sagen die Kraftausdauer sei der limitierende Faktor. Vor allem beim Sportklettern sind oft boulderlastige Einzelstellen zu bewältigen. Wenn Du dort den Schlüsselzug nicht herbringst, hilft dir deine ganze Ausdauer nix - dann kommst Du einfach nicht rauf. Dann ist rein die Maximalkraft limitierend.

Kraftausdauer ist nur bei sehr homogenen und sehr langen Sportklettereien limitierend, was aber meiner Ansicht nach in den meisten Klettergebieten eher die Ausnahme ist.

Meistens wird man irgendwas dazwischen vorfinden. Dann machts die Kombination aus Kraftausdauer und Maximalkraft. Wenn Du mehr Max hast, dann pumpen dich auch die leichteren Stellen nicht so stark. Du kommst somit auch höher als wenn du zwar eine super Kraftausdauer hast, an den schwierigeren Stellen aber so nah an deine Max rankommst, dass dir nach ein paar Zügen die Arme zulaufen.

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Der Tipp von Winterfan ist schon mal nicht schlecht mit dem Hochriesgebiet (Predigtstuhl/Abereck oder direkt auf die Hochries). Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Geigelstein über die Priener Hütte (am besten in Kombination mit dem Mühlhörndl) gut machbar sein dürfte.

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Servus Alexandra,

wir waren schon mehrmals mit dem Flugzeug beim Klettern und sind eigentlich immer gut hingekommen. Allerdings hatten wir meist kein Zelt dabei, sondern hatten uns immer Appartements gemietet. Ein Crashpad hatten wir allerdings nie mit, das müsste aber als zusätzliches Sportgepäckstück durchgehen.

Du kannst ja zu den 20 kg noch ca. 6 kg Handgepäck mitnehmen und ein bis zwei kg Übergepäck pro Person wird eigentlich immer toleriert - auch beim Handgepäck kann man etwas tricksen, z. B. wenn man ab dem Einchecken bis ins Flugzeug alles anzieht, was schwer ist. Es gibt aber große Unterschiede zwischen den einzelnen Fluggesellschaften und auch je nach Flughafen haben wir schon unterschiedliches erlebt. Beim Flug nach Kalymnos wars überhaupt kein Problem - beim Rückflug (gleiche Gesellschaft) hatten andere Kletterer ordentlich Probleme und mussten in Kos fett Übergepäck bezahlen. Einmal bei einem Bergsteigerurlaub, wo wir Camping- und Hochtourenausrüstung mit hatten, kamen wir auf gut 30 kg, da haben wir vorher bei der Fluggesellschaft 10kg Zusatzgepäck beantragt, was dann kostenlos mitgenommen werden konnte. Das war allerdings ein Linienflug und kein Charterflug.

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Das kommt drauf an, ob Du ein robustes Kunstfaserfell oder ein schnelles (gleitfähiges) Mohairfell hast. Kunstfaserfelle halten schon 100 bis 200 oder sogar noch mehr Skitouren aus, pelzen aber irgendwann so stark, dass man sogar abwärts gehen muss, anstatt zu gleiten. Ausserdem müssen sie dann ständig imprägniert werden um nicht beim geringsten Pappschne Anzustollen. Ein Mohairfell sollte zumindest 60 - 80 Touren soweit aushalten, dass noch keine komplett haarfreien Stellen zu sehen sind. Wer es ausreizt und mit einem kahlen Fell noch auf Skitour unterwegs ist, der kann aber auch damit 150 Touren oder sogar mehr machen. Der Kleber ist dabei das geringere Problem, wie du selbst schreibst. Den kann man beliebig oft erneuern.

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Servus Caro,

das ist so aus der Distanz nicht ganz einfach zu sagen. Bist Du mit Tourenskischuhen oder mit Pistenschuhen gegangen?

Bei Tourenskischuhen machen Anfänger oft den Fehler, dass sie die Schnallen im Aufstieg zu eng zu machen. Im Aufstieg schnüre ich die Innenschuhe relativ eng, lasse aber die Schale im oberen Teil ganz offen. Nur unten wird die Schale soweit geschlossen, dass der Innenschuh in der Schale nicht zuviel herumrutscht. Ansonsten versuch beim nächsten mal die Steighilfe der Bindung etwas höher einzustellen (im flachen schon mit der ersten Stufe gehen), damit kommt auch nicht so viel Belastung aufs Schienbein. Wenn das alles nichts hilft, wirst Du dir in Sachen Skischuhe was anderes überlegen und in einem Sportgeschäft ausführlich an den verschiedenen Modellen probieren müssen. Gruß Markus

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Arco ist in jedem Fall eine Reise wert. Innerhalb einer Fahrstunde findest Du von dort fast 100 Klettergebiete, wo in den meisten der Andrang nicht halb so schlimm ist, wie Lampi beschreibt. Wer am Ostersonntag nach Massone, Nago oder an die Muro dell'Asino geht ist selber schuld und darf sich nicht wundern. Wenn Du im Niveau ab 6c kletterst (unterhalb brauchst eigentlich auch nicht nach Osp fahren wie Lampi richtig bemerkt) solltest Du keine Probleme haben rund um Arco was zu finden, wo Du dir die Routen aussuchen kannst.

Um dir die Entscheidung noch ein wenig zu erschweren noch zwei Vorschläge: Lumignano und Lecco :-)

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Da hat wohl jede Region ihren eigenen Klassiker. Die Haute Route ist sicherlich die bekanntestet Skidurchquerung der Alpen. Die Abfahrt vom Montblanc nach Chamonix (3800 Höhenmeter) dürfte die längste Abfahrt der Alpen darstellen, der Großvenediger ist einer der schönsten hochalpinen Skiberge in den Ostalpen (mit mehreren lohnenden Skirouten). Dazu gibts aber noch viele tausende Skitouren"klassiker", die lokal sehr bedeutend sind.

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Im Prinzip lässt sich alles dort miteinander verbinden - es kommt aber auch drauf an, was Du in den 6 Wochen ausser Klettern sonst noch machen möchtest. Um von einem Gebiet zum anderen zu kommen solltest Du jeweils 1 - 3 Tage einrechnen. Ich selbst kenne nur die Gebiete in Südthailand, was aber ebenfalls gut sein soll ist Changmai im Norden. Von dort lässt sich Laos gut erreichen und dann ist es auch nach Vietnam nicht mehr allzuweit - wobei die Klettergebiete dort soweit ich gehört hab noch eher spärliche gesät sind. Von den Gebieten im Süden Thailands bist Du schnell in Malaysia. Von Kamboscha weiss ich nix und Yangshou liegt etwas weiter weg, ist aber mit Flugzeug von Bangkog via Guilin ebenfalls gut erreichbar.

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Ich würd 50 Euro verlangen, das dürfte ein ganz guter Mittelwert sein. Sicherlich kannst mit Glück über Ebay auch mal 80 Euro dafür erlösen - aber wenn Du sie so bequem ohne Versandaufwand losbringst und es im Bekanntenkreis bleibt würde ich nicht mehr verlangen.

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Zum Beispiel die Mittagsscharte in der Geislergruppe. 1200 Höhenmeter aus dem Villnößtal, die im Hochwinter bei sicheren Verhältnissen oft Pulverschnee bieten.

http://www.stadler-markus.de/files/skitour/touren/dolomiten_geisler_mittagsscharte.htm

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Neben der Skala, die vom SAC und in den Schweizer Skitourenkarten verwendet wird, klassifiziert jeder Skitourenführer bzw. jede Skitourenführerreihe anders. Während beim Rother-Verlag nach Blau/Rot/Schwarz eingeteilt wird (Leicht/Mittelschwierig/anspruchsvoll) gibts beim Panico-Verlag eine Zahlenskala (1 - 4). Andere Verlage haben vermutlich wieder ein anderes System. Wie Rosaly schreibt ist es aber immer problematisch, da Schneeverhältnisse und Lawinenwarnstufe und auch das Wetter viel größeren Einfluss haben als bei Pisten.

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Ein richtiges Sturztraining ist ein sehr umfangreiches Kapitel und wenn - wie bei Dir - noch eine anscheinend recht ausgeprägte Sturzangst dazukommt, dann sollte man das ganze systematischer angehen. Ich würde dir raten, an jedem Klettertag mindestens 10 Stürze zu absolvieren. Damit meine ich jetzt nicht richtige Vorstiegsstürze von Positionen mehr oder weniger weit über dem Haken, sondern vor allem am Anfang sollten dabei die allermeisten im Toprope oder im Vorstieg mit Anseilpunkt in Hakenhöhe oder sogar unter Hakenhöhe stattfinden. Der Sicherer sollte dabei das Seil so locker lassen, dass Du das Seil nicht spürst, so lange Du Dich noch an der Wand festhältst. Alleine durch die Seildehnung wird dann schon ein halber Meter oder vielleicht sogar ein Meter Sturzhöhe zustande kommen. Wichtig ist erstmal, dass Du die Angst vor dem Loslassen verlierst - erst dann kannst Du die Sturzhöhe langsam steigern.

Wegen dem Seil solltest Du dir keine großen Sorgen machen. Natürlich wird es ein wenig stärker beansprucht als ohne Stürze - aber dafür ist ein Seil ja da oder? Wenn der Mantel dann an den Enden anfängt aufzupelzen, dann läßt Du am besten in einem Kletterladen das Seil um einige Meter kürzen und den verschlissenen Teil wegschneiden.

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Die ideale Gruppengröße gibt es nicht, weil es sich meistens nach den Verhältnissen und auch nach dem Können und der Erfahrung der Gruppenmitglieder richtet. 3 - 5 Personen finde ich meistens ganz angenehm, das ist übersichtlich, es sind genügend Leute, die sich ggf. beim Spuren abwechseln können und für die notwendigen Entscheidungen bezüglich Lawinenlage und Spuranlage ist man auch noch einigermassen flexibel. Dazu können die einzelnen Teilnehmer meistens (je nach Persönlichkeit) noch ganz gut auf das Können der anderen Rücksicht nehmen. Ausserdem passen alle zusammen in ein Auto, sofern man mit PKW anreist.

Bei leichten, unproblematischen Skitouren finde ich bis 8 - 10 Personen grade noch erträglich, wenn alle ungefähr gleich fit sind, wenn die Unterschiede im Leistungsvermögen groß groß sind, dann wirds oft ab ab 5 Personen schon mühsam.

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Sperlonga (bei Rom), Finale Ligure, Val Pennavaire bei Albenga (http://www.stadler-markus.de/files/sportklettern/pennavaire.htm) oder Sardinien sind alles gute Gebiete für die Zeit zum Klettern. Dazu die südfranzösische Mittelmeerküste (z. B. Calanques) oder auch Kroatien (z.B. Paklenica). Und natürlich Kalymnos.

Nachteil: die Wassertemperaturen liegen dort zu dieser Zeit eher unter als über 15 Grad...

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Die Frage hatten wir zwar schon öfter so oder so ähnlich, aber schau mal hier - da findest Du eine Beschreibung von einer Hand voll Klettergebieten rund um Arco (Gardasee-Nord)

http://www.stadler-markus.de/files/sportklettern/arco/arco_sportklettern.htm

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Für schnelle Bildabfolgen und hohe Bildqualität würde ich schon eine Digitale Spiegelreflex verwenden. Fürs kleine Budget kannst Du mal z. B. bei Ebay nach einer gebraucht EOS 30D oder EOS 40D suchen, die werden dort oft schon günstig angeboten. Dazu am besten zwei Objektive - ein Standard-Objektiv mit Brennweite ab etwa 17 - 18 mm und ein Tele so um die 200 mm oder mehr.

Das aktuelle Modell von Canon dazu wäre die 50D, die über 6 Bilder/Sekunde schafft - aber so ca. 1800 Euro kostet (incl. Kit- Objektiv). Robust sind die Kameras - klobig allerdings schon auch ein wenig (hängt aber v.a. vom Objektiv ab), von der Bildqualität sind sie aber kompakten Kameras überlegen.

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Die Klettersteigsets müssen den Normanforderungen entsprechen und die wird sicherlich auch das Klettersteigset von BlackDiamond erfüllen. Wenn es dir vom Handling gut taugt, spricht meiner Ansicht nach nix dagegen.

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Oftmals liegts auch daran, dass der Fuß, mit dem weitergetreten wird nicht entlastet wird - also das Gewicht nicht sauber auf das Standbein verlagert wird.

Kletter mal eine sehr leichte, ganz leicht geneigte oder maximal senkrechte Route längere Zeit im "Zeitlupentempo" rauf und runter (im Toprope). Achte dabei darauf, dass Du wirklich jede Bewegung (auch das Weitersetzen der Füße und das Weitergreifen) in Zeitlupe absolvierst. Und achte darauf, dass in der Aufwärts- (und Abwärts-)bewegung die Oberschenkelmuskulatur die "Arbeit" verrichtet. Wichtig ist, dass Du immer vor dem Weitertreten mit einem Fuß den Körperschwerpunkt sauber auf den anderen Fuß verlagerst.

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Die Zinnen sind ein super Alpinklettergebiet. Es gibt Routen in fast allen Schwierigkeitsgraden und der Fels ist in den viel begangenen Routen auch besser als sein Ruf. Vor allem sind die Modetouren gut abgeklettert. Allerdings liegt dann in den ganz leichten Routen (so bis 5) noch viel Schotter auf den Bändern, der bei vielen Kletterern immer wieder mal abgetreten wird. Das betrifft insbesondere die Dibona-Kante auf die Gr. Zinne. Sehr angenehm ist der kurze Zustieg - allerdings erfordert es eines ausgeklügelten Timings, um die Maut-Raubritter zu umgehen (Mautgebühr für 5 km Straße 20,-- €)

Natürlich ist an den Zinnen solide alpine Erfahrung notwendig. Bohrhaken gibts praktisch nicht, bzw. nur wenige in den ganz schwierigen Routen (ab dem 8. Grad), die Wegfindung ist oft schwierig und die Einstigshöhe liegt schon auf 2400 - 2.500 m, das bedeutet dass es dort meistens kühl bis schweinekalt ist. Vor allem sind die meisten interessanten Routen auf der Nordseite und bekommen nur wenig Sonne ab.

Die neben den Normalwegen sind von den leichteren Routen im 5. und 6. Grad die beliebtesten:

  • Gelbe Kante
  • Dobonakante
  • Demuthkante
  • Dülferverschneidung

Wenn Du im alpin sicher im 7. und 8. Grad klettern kannst, solltest Du unbedingt machen:

  • Comici (immer viel Betrieb - am besten unter der Woche klettern)
  • Cassin auf die Westl. Zinne
  • Hasse-Brandler (Direttissima)
  • Kleine Cassin als Ausweichziel auf die Kleinste Zinne

Wenn dir das auch noch zu einfach ist, gibts noch genügend weitere Ziele an den Zinnen.

Ein paar Infos, Topos und Bilder hab ich auf meiner Homepage: http://www.stadler-markus.de/files/alpinklettern/dolomitenrouten/sextener.htm

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Wenn die Route im Elbsandstein war, dann gilt dort die sächsische Bewertungsskala. Eine VIIIa ist dort dann ungefähr (wobei aufgrund der Absicherung und der oft etwas gewöhnungsbedürftigen Kletterei für einen Gebietsfremden nicht 1:1 so umgerechnet werden kann) Schwierigkeitsgrad 7- nach UIAA. Von daher hatte deine Freundin recht.

Die 8a der französischen Skala (die im Sportklettern gebräuchlicher ist) hingegen kratzt schon leicht an den 10. Grad nach UIAA und ist daher eine ganz andere Liga.

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Naja, Mammut ist zwar bekannt und macht viel Marketing - was aber nicht zwangsläufig mit hoher Qualität korrelieren muss. Die Firma macht teilweise recht gute Sachen, produziert aber immer wieder auch mal Mist (z. B. das Seil "Passion"). Auch mein letzter Klettergurt von Mammut (leider weiss ich den Namen des Modells nicht mehr - hatte ihn nur so kurz) hat nix getaugt und war nach nur einem Jahr unbrauchbar. Der hatte vorne so ein Plastikteil eingearbeitet, das den Abrieb der Beinschlaufe verhindern sollte. Leider war die zugehörige Fixierung nur mit einem windigen Bändchen gelöst, das sofort ab war. So ist diese regelmässig rausgerutscht und man hing immer schief im Gurt. Ich hab den Gurt dann weggeworfen - reklamieren hab ich mir gespart, nachdem ich mit dem Service der Firma mit dem o.g. Seil schon mal äußerst negative Erfahrungen machen musste.

Soll heissen: nicht blind auf die Marke vertrauen, sondern sich den Gurt wirklich genau anzuschauen!

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Im Gegensatz zu Sandro bin ich da etwas anderer Meinung. Wenn Du eine Sonde kaufst, dann sollte es schon was Ordentliches sein und nicht so ein Zahnstocherl, womit man nicht sauber senkrecht sondieren kann, weil sie sich so stark biegt.

1,80 m halte ich auch für zu gering. Eine Bekannte von mir war gut 2m verschüttet und hat nur deshalb knapp überlebt, weil ihr Freund sie sehr schnell sondieren konnte und dann in 20 Minuten ausgeschaufelt hatte. Hätte er eine 1,80er Sonde gehabt, würde sie mit Sicherheit nicht mehr leben. 2,20 m bis 2,60 m sollte eine Sonde schon haben. Standardlängen gibts dabei nicht, jeder Hersteller hat so seine eigenen Maße. Ausserdem sondiert es sich mit einer längeren Sonde im Zweifel angenehmer, weil man sich nicht bei jedem Sondeneinstich bis zum Boden bücken muss, wenn man 2 m tief sondiert.

Die Sonde sollte sich schnell und problemlos zusammenbauen lassen und dann auch stabil sein. Ich finde z. B. die Quickdraw Tour Probe 265 von Black-Diamond ganz gut, aber auch Ortovox hat eine ganz gute und relativ leichte Sonde aus Carbon (240+ Carbon Pro).

Sowas in der Art sollte es schon sein - was hilft dir eine Sonde, die dann im Ernstfall nix nützt?

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Wenn Du selbst kletterst, dann ist es wichtig, das Kind sein eigenes Ding machen zu lassen und nicht zusammen so zu klettern, wie es Dir selbst am meisten Spaß macht. Hier das richtige Mittelmaß zu finden aus Abwechslung, Spaß und Motivation ist sicherlich nicht leicht. Möglichst viele Bewegungserfahrungen sind meiner Ansicht nach das wichtigste für Kinder unter ca. 10 - 12 Jahren. Also viel klettern und das möglichst in unterschiedlichsten Umgebungen (Hallen, Fels, Bouldergebiete, auch mal an einen richtigen eindrucksvollen Berg mit mehreren Seillängen gehen...).

Manche sprechen dabei eher auf das spielerische an, andere wollen auch schon strukurierte Anleitungen, das kommt ganz auf den/die einzelne an. Allerdings sollte sich meiner Ansicht nach diese Anleitung zum allergrößten Teil auf die Technik beziehen. Ein richtiges Krafttraining in dem Alter macht nur dann Sinn, wenn es als Ausgleich oder Ergänzung notwendig ist, wenn es Kinder sind, die sehr viel klettern und sonst keine anderen Sportarten machen, um Dysbalancen zu Vermeiden.

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Das ist ein typisches Klettererproblem, das durch zu enge Schuhe hervorgerufen wird. Mittelfristig gibts Fehlstellungen bei den Knochen und Verdickungen an den Gelenken. Auf lange Sicht kann das zu ernsthaften Schmerzen führen und darin gipfeln, dass man das Klettern aufhören muss.

Ich selbst versuche das zu vermeiden, indem ich meine Kletterschuhe so bequem wie möglich wähle, bzw. so viel wie möglich in den bequemen Schuhen klettere. Für eine Aufwärmroute in der Halle braucht man wirklich keinen engen Schuh, auch für steile Routen am Fels ein oder zwei Grade unter seiner Leistungsgrenze tuts ein weiter Schlappen locker. Bei den engen Schuhen für kleintrittige Routen wechlse ich regelmässig das Schuhmodell, so bekommen die Füsse nicht über Jahre die gleiche Belastung ab, sonderen werden etwas "vielseitiger verbogen".

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Das hängt davon ab, in welchen Routen du klettern möchtest. In den allermeisten Fällen wird ein 50m Seil reichen, das hat dann den Vorteil, dass Du weniger Gewicht zum Einstieg schleppst und am Stand nicht jedesmal zu viel Restseil durchziehen musst. Vor allem in klassischen alpinen Routen sind die Seillängen in der Regel zwischen 20 und 40 m lang und wer die Seillängen zu lange wählt kämpft unnötig gegen Seilzug. Auch die Abseilpisten in solchen Routen sind in der Regel so eingerichtet, dass man auch mit Einfachseil runterkommt, dann hast Du mit Doppelseil eh kein Problem.

In modernen Sportkletterrouten hingegen ist manchmal 55 m oder selten sogar 60 m notwendig - andernfalls kann Bastelarbeit notwendig werden. Bei diesen Routen wird auch oftmals über die Route abgeseilt und wie Chefkoch schreibt, kannst Du dann schon mal 2 Längen zusammenfassen, so dass Du schneller wieder drunten bist.

Ich habe 50 m Doppelseil (Halbseile) für klassische Routen und ein 60er Zwillingsseil, das ich meistens in die neuen Bohrhakenrouten mitnehme.

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Vor etwa 10 Jahren lernte man noch als Standard das Kräftedreieck und Reihenschaltung nur in Sonderfällen. Seit aber in 90 % der vielbegangenen Routen gebohrte Standplätze vorhanden sind und damit jeder einzelne Fixpunkt im Normalfall genügend Haltekraft aufweist, um jede mögliche Sturzbelastung alleine zu halten hat sich diese Sichtweise gewandelt. Ein Kräftedreieck hat insbesondere bei der Sicherung eines Vorsteigersturzes in eine Zwischensicherung den Nachteil, dass der Sicherer recht übel gegen die Wand knallen kann.

Heute lehrt man daher an Ständen mit verlässlichen Fixpunkten (meist Bohrhaken) eine Reihenschaltung. An weniger zuverlässigen Fixpunkten (alte Normalhaken, schlecht sitzende Klemmkeile) hingegen ist es besser, wenn man die Belastung aufteilt, dass nicht jeder Fixpunkt 100% der Belastung abbekommt. In diesem Fall baut man eine (abgebundene) Ausgleichsverankerung.

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Zum Bouldern kanns eigentlich garnicht kühl genug sein - zumindest wenn man schwierig bouldern möchte. Dann ist die Reibung am besten. Da Bleau sehr maritim beeinflusst wird wirds dort auch im Winter selten richtig kalt. Auch die Regenhäufigkeit ist nicht zwangsläufig höher als im Sommer - im Gegensatz zu den Regionen im Mittelmeerraum.

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Du kannst deinen Gurt einmal in einen Sportladen mitnehmen (am besten in den Laden, in dem dein Gurt gekauft wurde) und dort zum Vergleich andere Gurte probieren. Üblicherweise gibt es dort eine Aufhängung, in der Du eine Zeit im Gurt hängen kannst. Versuch eine Position einzunehmen wie diejenige, die dir die Probleme verursacht und dann vergleiche mal, ob andere Gurte oder evtl. eine Nummer kleiner von deinem "Luna" Verbesserungen bringen.

Es kann möglich sein, dass durch die Tatsache, dass dein Gurt an den Beinschlaufen etwas zu groß ist die Polsterung nicht an der richtigen Stelle sitzt und sich deshalb die Probleme ergeben.

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Eine feste Vorgabe gibt es nicht, teilweise hängt es auch von der konkreten Situation ab. Meistens ist näher an der Wand stehen im Falle eines Sturzes des Vorsteigers besser, weil der Sicherer dann nicht so stark an die Wand gezogen wird, sondern eher nach oben. Für eine größere Entfernung kann in Ausnahmefällen sprechen, wenn man den Kletterer z. B. sonst nicht mehr sieht. Dann ist aber wichtig, dass erstens der Gewichtsunterschied so ausfällt, dass ein zu starkes Gegen-die-Wand-ziehen des Sicherers ausgeschlossen werden kann und dass zweitens auch genau drauf geachtet wird, nicht zuviel Schlappseil zu geben. Das wird nämlich tendenziell immer mehr je weiter man von der Wand weg steht.

Das bezieht sich alles auf das Sichern im Vorstieg. Beim Toprope-Sichern kann ein gleich schwerer oder schwererer Sicherungspartner problemlos etwas weiter von der Wand weggehen, weil erstens durch den geringeren Fangstoß weniger Zug bei ihm unten ankommt und zweitens der Winkel in dem das Seil zur Umlenkung läuft viel spitzer ist als beim Vorstiegssichern zur 1. Zwischensicherung. Vorteil wenn man ein paar Meter von der Wand wegstehen kann, ist ein besserer Beobachtungspunkt und weniger Genickstarre für den Sicherer.

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Für die gängigen 8000er, die regelmässig von kommerziellen Expeditionen angeboten werden, solltest Du mit etwa 10000 Euro rechnen. Amical-Alpin (http://www.amical.de) bietet z.B. den Cho-Oyu für gut 9.000 Euro. Dazu kommen aber meist nochmal ordentliche Zusatzkosten, v.a. die Neuanschaffung von Ausrüstung und notwendige Vorbereitungstouren, weniger ins Gewicht fallen Trinkgelder, das ein oder andere Essen vor Ort usw.

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Wenn Du 3 - 4 mal in der Woche klettern gehst, dürfte alleine dadurch die Körperspannung schon sehr gut trainiert werden. Ich würde Dir raten, an den kletterfreien Tagen dann auch wirklich trainingsfrei zu machen und keine anstrengenden Rumpftrainingseinheiten einzulegen.

Stattdessen solltest Du besser während des Kletterns etwas mehr den Schwerpunkt auf das Training der Körperspannung zu legen (z. B. steile Boulder mit großen Griffen und kleinen Tritte und vielen Hooks) oder am Ende des Klettertrainings nochmal einige Übungen zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur machen.

An den trainingsfreien Tagen würde ich eher zur Ruhepause raten und höchstens spielerisch versuchen die Koordination zu verbessern, was ebenfalls für eine bessere Körperspannung notwendig ist. Oft sind nämlich die Rumpfmuskeln schon sehr stark, der Körper weiss nur nicht, wie er sie richtig einsetzen soll. Eine gute Möglichkeit das zu üben ist das Slacklining.

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Wenn Du dich mit Seilen noch nicht auskennst, dann willst Du vermutlich ein Allround-Sportkletterseil, das man für alles verwenden kann. Wie Alki würde ich Dir zu einem ca. 10 mm dicken Seil raten - unter ca. 9,7 wird für den Dauergebrauch schon recht verschleissanfällig, dickere als 10.5 bekommst Du eh kaum noch. Imprägnierung schadet zwar nicht, wenn Du aber rein im Klettergarten und der Kletterhalle unterwegs bist und einen Seilsack verwendest, dann ist es nicht nötig und Du kannst dir das Geld sparen. Von den Kenngrößen: Normstürze: Mindestanforderung 5, guter Durchschnitt 8 - 10, robuste Seile halten über 12. Gewicht: Leichte Seile wiegen unter 60g, sind aber dann auch sehr dünn. So um 60 - 67 g ist gut, drüber wirds dann schon schwer - meist wirkt sich das aber positiv auf die Haltbarkeit aus. Fangstoß: Je geringer der Fangstoß, desto angenehmer "stürzt" es sich mit dem Seil, insbesondere wenn Du recht leicht sein solltest und deine Seilpartner das dynamische Sichern nicht noch nicht perfekt umsetzen. Maximal erlaubt sind 12 KN, ein guter Wert liegt um 8 KN.

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Vielleicht kennst Du ja meinen Kletterführer:

http://www.stadler-markus.de/files/sportklettern/sportklettern1.htm

Von den darin beschriebenen Gebieten kannst Du bei sonnigem Wetter an folgenden noch bis weit in den Herbst hinein klettern:

  • Daffensteine (aber Schatten am Wandfuss)
  • Plankenstein (Süd- und Westwand)
  • Ruchenköpfe
  • Gschwandt
  • Kaserer Wand
  • Bixlwand (ebenfalls Schatten am Wandfuss)
  • Luegsteinsee
  • Ramserer Stoa
  • Geisterschmiedwand
  • Vorderkaiserfelden
  • Kampenwand-Südwand
  • Zellerwand

Viel Spaß

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Oftmal liegt es an der fehlenden Entspannung der Unterarme während des Kletterns. Dadurch sind die Muskeln zu häufig und lange angespannt und die Blutzirkulation in der Muskulatur wird verhindert - wodurch das Laktat nicht mehr abtransportiert wird.

Versuche bewusst, den Unterarm so oft wie möglich zu entspannen - durch viel Schütteln oder auch bewusstes Entspannen während dem Weitergreifen, Klinken und beim Schütteln.

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Ich würde generell zu Edelstahl raten. Seit etwa 3 Jahren verwende ich persönlich in Klettergärten nichts anderes mehr - es ist auch mittlerweile die einzige vom DAV empfohlene Ausrüstung.

Es kommt allerdings immer drauf an wo und was Du bohrst. Irgendwo an einem abgelegenen Eck im Gebirge, wo kaum jemand hinkommt, kannst Du setzen was Du willst.

Ist es ein Klettergarten in Talnähe, der darüberhinaus in diversen Führern und Magazinen veröffentlicht wird, solltest Du auch aus haftungsrechtlichen Gründen Edelstahl verwenden, da Du damit hinsichtlich der Materialwahl in jedem Fall auf der sicheren Seite bist. Leider gibt es immer mehr Stimmen, die versuchen jemanden zur Verantwortung zu ziehen, der an Klettergärten Routen eingerichtet hat, wenn mal was schief geht. Das Problem ist, dass in Zeiten von TÜV-geprüften Kletterhallen - die Kletterer jedem Bolt ihr Leben anvertrauen, unabhängig davon wie er aussieht und gesetzt ist. Von daher solltest Du dir schon genau überlegen, wo Du was und in welcher Qualität einbohrst.

Generell gäbe es nichts gegen verzinkte Bolts zu sagen, solange sie neu sind. Aber nach 20 Jahren sieht die Sache schon anders aus - und hast Du dann Lust deine Routen zu sanieren?

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Die Haken müssen lang genug sein (ca. 10 cm Schaftlänge) und in jedem Fall größere Unebenheiten am Schaft aufweisen, da es sich um eine formschlüssige Verbindung handelt. Dann ist es wichtig, dass die Bohrlochtiefe ungefähr mit der Schaftlänge zusammenpasst (etwas tiefer bohren), damit der Haken nicht zu weit raussteht. Der umgebende Fels muss solide sein und das Bohrloch muss sehr sauber gereinigt (ausblasen + bürsten) werden.

Beim Kleber kommt es drauf an welches System verwendet wird. Meistens werden Zweikomponentenkleber verwendet, wobei wichtig ist, dass diese sich gut vermischen. Entweder arbeitet man mit Kartuschen und Mischdüse oder mit Mörtelglaspatronen, dann wird der Haken am besten mit mindestens 10 Umdrehungen in jede Richtung in das Bohrloch eingedreht.

Nach der Aushärtezeit des Klebers sollte man in jedem Fall nochmal jeden Haken mit einem Karabiner über einen kleinen Hebel versuchen zu drehen. Sollte mit dem Abbinden etwas nicht funktioniert haben merkt man das dann sehr schnell.

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Doch, die gibt es schon noch - zumindest haben sie einige Hersteller noch im Programm.

Z. B. der hier

http://www.scarpa-schuhe.de/start/index.php?page=12&child=3&pid=101

Allerdings gibts nur noch sehr wenige bis garkeine Sportgeschäfte, die sie tatsächlich im Laden stehen haben. Oft musst Du sie extra bestellen.

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Das kommt drauf an, was Du als Bergsteigen bezeichnest. Sofern Du nur eine Bergwanderung durchführst, wirst Du in erster Linie die Grundlagenausdauer und den Teamgeist stärken. Das eigentliche Bergsteigen erfordert zumindest Trittsicherheit und Schwindelfreiheit und ggf. den Umgang mit spezieller Ausrüstung (Pickel, Steigeisen) sowie evtl. auch wie leichte Kletterfertigkeit im Gelände.

Das kannst Du als "Trainingseinheit" nicht so einfach jedem Mitglied einer Fussballmannschaft zumuten - zumindest nicht ohne genügend qualifizierte Begleiter (Bergführer o.ä.). Sonst wirds hier schnell gefährlich und Du riskierst mehr als sein muss.

Damit dadurch ein Effekt spürbar ist, müsstest Du das regelmässig mit deinen Jungs machen, allerdings denke ich dass es sinnvoller ist etwas einzustreuen, was ohne vorherige Zusatzausbildung machbar ist (z. B. Bergläufe oder Wanderungen, evtl. mal eine Slackline spannen etc. ).

Am ehesten könnte ich mir noch vorstellen, denen einen Grundkurs in der Kletterhalle zu spendieren und dann einmal im Monat das Training dorthin zu verlegen. Wobei die körperlichen Trainingseffekte bei dieser geringen Häufigkeit wohl zu vernachlässigen sind. Wäre wieder eher positiv für den Teamgeist, Motivation und Selbstvertrauen.

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Hier findest Du ein paar weitere Infos zu Paklenica:

http://www.stadler-markus.de/files/sportklettern/paklenica.htm

Im übrigen ist der neue Kletterführer Kroatien gerade neu erschienen.

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Das hört sich jetzt etwas unklar für mich an. Meist Du mit "Ausbouldern" eine Route von ihren Bewegungssequenzen, also das versuchen von für dich ziemlich schwierigen Zügen, oder meinst Du Ausbouldern im Sinne von "Ausklettern", also leichteres Klettern als Abschluss des Trainings und das halt im Boulderbereich? Letzteres fände ich o.k. - ersteres gehört, wie erbse schon sagt, eher in den Hauptteil des Klettertrainings.

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Das hängt meist nicht von der Muskelmasse ab wie schnell ihm die Arme zulaufen, sondern von der Dosierung des Krafteinsatzes und von der Entspannungsfähigkeit. Wenn er seine Muskeln permanent angespannt hat, kann keine Blutzirkulation mehr das anfallende Laktat abtransportieren und die Muskeln übersäuern. Vor allem Leute mit viel Kraft, die noch nicht lange Klettern glauben ihre Kraft auch einsetzen zu müssen und schaffen es nicht, zwischendurch ihre Muskulatur wieder zu entspannen, wenn gerade kein Krafteinsatz nötig ist.

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Da gibts keine so einfachen Patentrezepte - am besten ist immernoch: viel klettern, viel Erfahrung sammeln und sich oft verlaufen :-).

Ein paar Dinge gibts natürlich schon, auf die man achten kann. Zuerst solltest du dir immer selbst Gedanken über die Wegführung machen und dir das Gelände anschauen, auch wenn Du nachsteigst, oder wenn Du im Vorstieg eine Seilschaft vor dir hast, der du nur folgst. Wenn es ein gutes Topo oder Wandbild gibt, dann verwende es am Anfang regelmässig.

Achte auf Begehungsspuren. Graspolster sind in häufiger begangenen Routen abgetreten, Schotterabsätze plattgetrampelt, entscheidende Griffe abgeklettert und nicht mehr rau, oft sogar poliert. Sobald das in einer Modetour nicht mehr der Fall ist, bist Du falsch.

In eingebohrten Routen musst Du oft nur nach dem nächsten Bolt Ausschau halten - in klassischen Routen nach alten Haken. Wenn die Haken plötzlich markant zunehmen, obwohl das eigentlich nicht der Fall sein sollte laut Topo oder nicht zur Schwierigkeit passt, dann bist Du wahrscheinlich in einem Verhauer.

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Die Bandfalldämpfer sind noch relativ neu - aber nachdem praktisch alle Hersteller sehr schnell darauf umgeschwenkt sind, scheinen sie besser zu sein als die Bremsplatten. Sie sollen auch bei Nässe und bei geringerem Körpergewicht des Stürzenden als das Normgewicht besser funktionieren.

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Zuerst muss sie natürlich so gebohrt sein, dass die Haken sauber und sicher gesetzt sind und entlang der logischen Kletterlinie liegen.

Dann kommt es meiner Ansicht nach darauf an, dass die Klinkpositionen zur Kletterstellung passen - also wenn ich mit rechts einen guten Griff, dann sollte der Haken so platziert sein, dass man ihn mit Links gut klinken kann und zwar auch wenn man etwas kleiner ist. Desweiteren sollte der Seilverlauf berücksichtigt werden und die Haken so angebracht werden, dass an den schwierigeren Stellen der Route keine gefährlichen Stürze vorkommen können. In leichten Passagen dürfen dagegen die Hakenabstände ruhig etwas größer sein.

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Rund um Arco gibts jede Menge Mehr-Seillängen-Routen:

  • Colodri und Rupe Secca fast mitten im Ort.

Hier gibts an der Ostseite alles von klassisch alpin bis alpines Sportklettern, wobei die etwas leichteren entweder ziemlich speckig sind oder nur wenig lohnend. Oft musst du hier auch selbst den ein oder anderen Keil oder Friend legen. Die interessanteren Routen dort sind ab dem 6b aufwärts.

  • San Paolo Wand

Das ist die Verlängerung des Felsriegels vom Colodri - hier gibts viele sehr schöne und oft auch eher einfache Routen (5a bis 6 b ist der Schwerpunkt) bis zu 8 Seillängen. Meistens sehr gut abgesichert und mit intelligenter Linienführung. Kurzer Zustieg, relativ wenig Steinschlag (im Vergleich zu anderen Wänden mit leichten Mehrseillängenrouten).

  • Sonnenplatten

Das klassische Softmover-Gebiet mit Mehrseillängenrouten, von denen viele im 4. bis 5. Grad verlaufen, bis zu 15 Seillängen, allerdins speckig und bei viel Betrieb höllisch steinschlaggefährdet. Die Kletterei ist auch langen nicht so schön und abwechslungsreich wie z. B. an der San Paolowand. Kann man schon mal hinfahren, allerdings gibts mittlerweile deutlich besseres.

  • Viele weitere Wände gibts zwischen den beiden vorgenannten Gebieten (Monte Colt, Costa dell Anglone, Cima alle Coste usw.)

Ein paar Topos und Links zu weiterführenden Seiten findest Du auf meiner Homepage:

http://www.stadler-markus.de/files/alpinklettern/dolomitenrouten/sarcatal.htm

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Ja, es gibt jede Menge Sportklettergebiete in den Dolomiten. Die Gebiete am Ende des Grödner-Tales hat Lampi schon erwähnt. Rund um Cortina gibts einige Klettergärten, im Pragser Tal im oberen Rientzal bei Toblach (Landro, Rienztal) und viele weitere mehr. Ein sehr guter Führer für den Südtiroler Teil der Dolomiten ist dieser: http://www.stadler-markus.de/files/buch/sportklettern_suedtirol.htm

Einige der Gebiete weiter südlich sind teilweise in den jeweiligen Alpinkletterführern mit beschrieben (z. B. Dolomiten vertikal vom Stefan Wagenhals)

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Wenn Du noch eher weniger Erfahrung mit Klettersteigen hast, dann nimm in jedem Fall einen Sitzgurt und ein Klettersteigset mit, mit dem Du dich an den Stahlseilen einhängen kannst. Der Steig hat Kategorie C - das ist der Schwierigkeitsgrad, wo bereits viele Begeher mit Sicherung unterwegs sind. Es ist aber auch ein Schwierigkeitsgrad, den man Klettersteiganfängern zumuten kann, wenn sie schon einiges an Bergerfahrung haben. Du solltest keine Probleme mit der Höhe haben und einigermassen sportlich sein - dann stellt er sicherlich kein Problem dar. Dazu ist ein Steinschlaghelm wichtig.

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Servus Andvari,

ist hier eine der beiden Routen dabei? http://www.climbaa.it/CAA_VIE_list.php?GRUPPO=Marmolada

Ansonsten würde mich deine Quelle interessieren, bzw. wo an der Marmolada die Touren sein sollen.

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Aus Kletterführern und aus dem Netz - am liebsten aber direkt vor Ort am Fels :-).

Wer im Netz nach Kletterinfos aus dem Osten Südbayerns, zum Wilden Kaiser, zu den Dolomiten oder zu typischen Urlaubs-Sportklettergebieten ist, für den habe ich auf meiner Homepage einiges gesammelt:

http://www.stadler-markus.de

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Ich hab auch schon erlebt, dass jemand an einem installierten Toprope-Seil hochgestiegen ist, und dann oben auf die Idee kam ein paar Routen zur Seite zu klettern, ums sich eine andere Route einzuhängen. Beim Ablassen hat dann das Seil nicht mehr gereicht, weil es genau für die eine Route abgelängt war. Ist zwar nichts passiert, weil der Sicherer aufgepasst hatte, aber so schnell könnts gehen. (Abgesehen davon dass so eine Aktion sehr schlecht für dass seil ist, weil die beiden 90 Grad Winkel im Seil höllische Krangel zur Folge hatten).

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Erstens muss er natürlich gut sitzen - ein Keil der vom Hinschauen schon rausfällt, ist immer mehr gefährdet als ein gut passender Klemmkeil. Das Festziehen hat Sandro schon erwähnt.

Dann kannst Du die Einhängung noch verlängern. Bei sehr kritischen Keilen kann man z. B. zwei oder drei Expresschlingen hintereinander hinhängen. Die ziehen dann alleine schon durch ihr Eigengewicht mehr nach unten und Seilbewegungen werden durch die größere Flexibilität auch besser geschluckt.

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Ein gutes Buch, das in Deutschland in den Läden eigentlich kaum und nur übers Internet zu finden ist, z. B. bei Amazon: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0811727289/markusinterne-21 ist das Buch "Climbing Photography" von Jeff Achey (nur in englisch). Er plaudert darin viel aus der Praxis und ich denke, dass auch ein Photograf, der schon länger beim Klettern Fotos macht daraus noch etwas lernen kann.

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Ich kann hier nur für Bayern sprechen - in anderen Bundesländern oder anderen Ländern ist das sicherlich anders. Hier könnte er so einfach nichts dagegen machen, wenn Du dort klettern möchtest. Selbst ein Schild "Privatgrund" ist kein Grund dir das Betretungsrecht für den Felsen zu untersagen, wenn der irgendwo im Wald steht und sogar ein öffentlich zugänglicher Wanderweg vorbeiführt. Die Wanderer dürfen dort dann ja auch spazieren gehen, wieso sollte das Klettern verboten sein? Dazu müsste er das Gelände mit einem Zaun absperren. Hier gilt zum Glück das freie Betretungsrecht der Natur und ein Fels im Wald ist nun mal freie Natur, egal ob das Privatgrund oder Staatsgrund ist.

Das Argument mit der Haftung greift auch nicht. Solange er dort keinen "Kletterbetrieb" eröffnet (also z. B. Eintritt verlangt) oder öffentlich Werbung für einen Felsen mit überdurschnittlicher Absicherung oder Sicherungsausstattung macht, gelten die Regeln für jeden frei zugänglichen Felsen, wo jeder Kletterer selbst für seine Sicherung und die Beurteilung der vorhandenen Sicherungseinrichtungen verantwortlich ist.

Und das Argument, "weil er es sagt" ist eher lächerlich. Wie Lampi schon schreibt: "da könnte ja jeder kommen"

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Man sollte beides können - Leisten mit aufgestellten und mit hängenden Fingern halten. Wenn Du dir überhaupt nicht vorstellen kannst, eine Leiste hängend oder halb-aufgestellt zu halten, dann solltest du das üben und bewusst in leichteren Routen die Leisten nur mit hängenden Fingern halten. Dadurch entwickelst du ersten ein größeres Greif-Repertoire und zweitens schonst Du deine Fingergelenke und Bänder, da sie nicht so einseitig belastet werden. Zum Thema Verletzungsgefahr hat Sandro schon was geschrieben - allerdings ist die Verletzungsgefahr vor allem dann groß, wenn man nicht gescheit aufgewärmt ist oder einen Griff krampfhaft versucht zu halten, auch wenn man ihn eigentlich nicht ordentlich erwischt hat oder die Füße wegrutschen.

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Für Mehrtagestouren verwende ich einen 40 + 10 Liter Rucksack von Deuter (Modell Guide). Der ist noch klein genug, um nicht dazu zu verführen zu viel unnötiges Zeugs einzupacken, aber groß genug um alles notwendige bequem unterzubringen. Das Tragesystem ist ausreichend dimensioniert und er hat zwei Hauptfächer und einige kleinere Fächer für den ganzen Kleinkram.

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Wenn Du bisher mit dem Achter keine Probleme hattest, gibts keinen Grund dich umzustellen. Nur weil der Bulin jetzt wieder "in" ist heisst das noch lange nicht, dass der Achter schlechter ist. Wenn Du öfter stürzt und immer wieder längere Zeit brauchst um deinen Achter zu öffnen, dann wärs vielleicht zu überlegen, den Bulin mal ernsthaft zu üben. Zauberwerk ist das auch keins und wenn man sich dahinterklemmt ist er von jedem zu beherrschen.

Zur Antwort von "bergbengel". Ich hab zwar von dem angeblichen Unfall noch nichts gehört, aber wenn es so passiert ist, dann kann der gleiche Unfall ganz genauso auch mit dem Achter passieren - sogar noch viel leichter, weil der einfache Bulin (nicht doppelt gesteckt) eine normale Zugbelastung auch schon aushalten würde, nur eine evtl. Ringbelastung halt nicht. Wenn das so war, dann wurde er vermutlich komplett falsch gemacht - allerdings würde mich deine Quelle schon interessieren, da ein solcher Unfall (mit einem bekannten Kletterer, der im Sicherheitskreis engagiert war) eigentlich nicht lange geheim bleibt...

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Es gibt einige gute Bouldergebiete in den Dolomiten - am bekanntesten sind hierzulande die Steinerne Stadt am Sellapass und das Gebiet am Falzaregopass/Valparolapass. Es handelt sich dabei um große Blockfelder mit teilweise markierten Bouldern. Beschrieben sind sie in dem von dir angesprochenen Führer. Da beide Gebiete sehr hoch liegen (ca. 2000 m) sind sie ideal im Sommer.

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Ja, überall wo es schattige Wände gibt, kann man auch dort im Hochsommer klettern, wo es sonst eigentlich zu warm ist. In den höheren Lagen der Provence ist es im Sommer sogar ideal, da kann es im Winter oft zu kalt sein. Verdon wurde schon genannt. Wenn man die Definition von Südfrankreich noch etwas nach Norden ausdehnt und die Französischen Alpen noch dazunimmt, dann ist die Auswahl riesig. Ein absolutes Top-Gebiet ist z. B. Ceüse bei GAP, das liegt auf 1700 m.

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Wettkämpfe für kinder sind super - die Kleinen haben viel Spaß dabei und ein oder zwei solcher Veranstaltungen pro Jahr geben auch eine Orientierung vor, um den Kindern die in einer betreuten Gruppe regelmässig beim Klettern sind einen Anreiz zu geben sich zu verbessern. Spielerisches lernen ist toll - allerdings artet es oft in zuviel Spielerei aus und das Klettern selbst kommt dann zu kurz. Wer einmal an so einem Wettkampf dabei war checkt meistens, dass Klettern nicht nur Schaukeln im Seil bedeutet.

Hartes Krafttraining für Kinder in einem Alter bis etwa 10 - 12 Jahren halte ich allerdings für verkehrt. In dem Alter werden die Grundlagen für die Koordinativen Fähigkeiten gelegt und da ist es wichtig, dass sie sich möglichst viel bewegen - evtl. auch schon in schwierigen Routen, aber nicht an Hangelbrettern o.ä. Daher sollten auch bei Wettkämpfen in dem Alter die Routen/Boulder eher technische Rafinesse abfragen, als Ausdauer oder Maximalkraft um den Kids nicht die Botschaft mitzugeben "du brauchst mehr Kraft", sondern "du brauchst bessere Technik".

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Fußtechnik ist ein weiter Begriff - da kommts z.B. auch drauf an, was deine Schwächen sind und wo du vorwiegend trainierst.

Wo viele Probleme haben ist z. B. schon mal die Trittmöglichkeiten als solche zu erkennen, insbesondere wer hauptsächlich in der Halle klettert. Hier ist der Vorschlag von deniselaurance nicht schlecht - alle großen Tritte wegdefinieren (in der Halle z. B. nur Spax oder nur Strukturtritte verwenden). Am Fels kann man sich z. B. auch dazu zwingen kleine Tritte zu verwenden, wenn man beispielsweise in einer leichteren Tour mal die Füße mit einer längeren Expresschlinge zusammenkettet (sollte man aber nur im Toprope machen).

Das nächste wäre mal in ein Gebiet zu fahren, wo es nur Reibungskletterei oder zumindest so gut wie keine Griffe gibt. Granitplatten eigenen sich dabei gut (Grimselpass, Tessin) oder wenn Du nach Arco fährst, mal einen Tag am Baone einlegen und bewusst viel an die Grenzen der Reibung gehen - und wenns nur im Toprope ist. Nach ein paar Tagen Reibungsklettern im Granit, hast Du ein ganz anderes Verhältnis zu deinen Füßen als vorher - auch wenn die Kletterei an sich vielleicht auf die Dauer etwas langweilig sein mag.

Und dann kann man noch spezielle Schwächen trainieren, z. B. wenn dir die Zehenkraft auf kleinen Leisten fehlt kannst jeden Abend barfuß mit den Zehen einige Minuten auf der Seitenkante eines Brettes stehen (z. B. vom Bettkasten) oder wenn du mit Hooken nix anfangen kannst, dann lass dir zwei oder drei Aufwärmboulder mit vielen Hooks zeigen und mach die jedesmal am Anfang deines Klettertages ein paarmal und nochmal zum Abschluss.

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Ja, das ist mir auch schon aufgefallen, allerdings nur auf Skitouren in tieferen Lagen - im Hochgebirge nicht. Vor kurzem war ich in der Bernina-Region, da gabs das nicht, obwohl auch dort der Schnee auf den unteren 400 Höhenmeter klitschnass war.

Ich hab die Beobachtung gemacht, dass heuer in den Nordalpen extrem viel Blütenstaub auf dem Schnee liegt. Ich denke es liegt daran, weil das Zeug am Belag klebt wie Honig. Da in diesem Jahr noch sehr viel Schnee bis in tiefe Lagen liegt, gleichzeitig durch den extrem warmen und sonnigen April die Blüte der Bäume schon sehr weit fortgeschritten ist haben wie diese besondere Situation. Den Blütenstaub bringt man auch nicht einfach durch drüberwischen, sondern nur mit einem Belagreiniger sauber weg.

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Das hängt auch ein wenig davon ab, wo Du die Blasen bekommst, und was die Ursache dafür ist. Tapen ist eine Möglichkeit, oft hilft das alleine aber auch nicht. Blasen an den Fußsohlen und an den Fersen kommen meistens davon, dass man zuviel Platz im Schuh hat - sich der Fuß also ständig während des Gehens bewegt.

Dagegen helfen manchmal folgende Maßnahmen:

  • Tourenskischuh lieber einen Tick zu klein kaufen als zu groß - größer wird er meist von selber. Beim Anprobieren kannst Du beim Stehen in der Ebene mit den Zehen ruhig leicht vorne Anstoßen, das stört beim Bergaufgehen kaum, beim Abfahren ebenfalls nicht, nur beim Bergabgehen, aber das tut man mit Tourenskischuhen eher seltener.

  • Dickere Strümpfe verwenden (hast Du aber wohl schon) - zwei Paar Strümpfe übereinander sind in der Regel eher schlechter als besser, es gibt aber Leute, bei denen das auch funktioniert.

  • Distanzsohle zwischen Innenschuh und Schale legen, damit steht man etwas höher und der Platz in der Schale für den Innenschuh nimmt ab, wobei er nicht mehr soviel hin und herrutscht.

  • Innenschuh-Manschette: Es gibt spezielle Manschetten, (ähnlich einer Gelenkmanschette z. B. nach einer Sprunggelenksverletzung), die man um den Innenschuh schnürt. Dadurch wird erstens der Halt im Innenschuh verbessert und zweitens der Raum in der Schale eingeschränkt.

Eine andere Ursache sind Druckstellen, weil der Schuh (meist die Schale) an einer Stelle zu eng ist. Blasen an den Knöcheln kommen oft davon.

  • Hier bieten einige Sportfachgeschäfte den Service, die Schale punktuell zu weiten. Die Plastikschale wird dabei erwärmt und dann in eine Spannvorrichtung eingespannt, wodurch das Material an der betreffenden Stelle verformt wird.

  • Thermoformbare Innenschuhe (ein spezielles Innenschuh-Material, das erwärmt wird und sich bei Abkühlung dem Fuß anpasst) gibts mittlerweile für fast jedes Schuhmodell. Falls Du einen konventionellen Innenschuh hast, wäre es eine Überlegung, es mit einem neuen Innenschuh zu versuchen. Der Sitz des Fußes im Innenschuh wird dadurch verbessert und man hat durch mehrmalige Anpassung die Möglichkeit, auftretenden Problemen entgegenzuwirken. Nachteile dieser Innenschuhe sind in meinen Augen, dass sie wärmer sind und man stärker drin schwitzt - ausserdem trocknen sie langsamer.

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Zeltplätze gibt es mehrere, so richtig billig ist davon aber keiner. Von der Vorstellung, in Chamonix billig zu leben solltest Du dich schleunigst verabschieden - das Leben dort ist richtig teuer. Blöderweise ist das Wetter ausserdem öfter schlecht als gut, die fälligen Ruhetage (an denen man in Cham eigentlich nur in Bars rumhocken kann) kosten zusätzlich. So lange ihr das Zelt am Zeltplatz aufgestellt lasst, werdet ihr wohl auch zahlen müssen, ausserhalb der Saison könnte ich mir vielleicht vorstellen dass die Campingplatzbesitzer mit sich reden lassen - im Juli und August aber wohl kaum. Wir haben jedesmal den ganzen Krempel abgebaut und ins Auto verstaut. Der Campingplatz "Mer de Glace" ist ganz empfehlenswert, früher waren wir auch schon mal auf anderen, die nehmen sich aber alle nicht so viel. So ca. 10 Euro/Nase und Nacht solltest Du etwa einkalkulieren.

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Das ist schwer zu pauschalisieren. An sonnigen Felswänden ist das Klettern an windstillen Tagen nahezu immer möglich, zu kalt kann es dafür fast nicht sein. Da ist es eher die Frage, wann es zu heiß wird zum Klettern. Im Schatten und bei Wind hingegen ist es auch im Sommer schnell sehr ungemütlich.

Zum Bouldern ist es sogar besser, wenn es kälter ist, weil dann der Grip ideal ist. Bouldern geht selbst bei Minusgraden noch gut, wenn man sich dick einpackt.

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Es kann auch im Sommer Lawinen geben, zumindest in den Höhenlagen oberhalb von 2000 bis 2500 m. Vor allem auf Hochtouren ist die Lawinenlage immer eine Überlegung wert, da man sich ja doch viel im Schneegelände bewegt. Bei kritischen Verhältnissen wäre es sicherlich überlegenswert hier auch mit VS-Gerät zu gehen, wie z. B. der Unfall an der Jungfrau in der Schweiz letztes oder vorletztes Jahr gezeigt hat.

Allerdings ist die Situation im Sommer viel leichter einschätzbar und die Lawinengefahr seltener, da sich durch die starke Strahlung und die meist höheren Temperaturen die Schneedecke viel schneller setzt.

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Servus,

in der Codula di Luna gibts einige neuere Mehrseillängen-Routen, auch im Supramonte (Goruppu-Schlucht, Surtana...).
In Cala Gonone in einer der beiden Bars/Gelaterias, an der Hauptstraße, die hinabführt in den Ort (nach dem Campingplatz auf der rechten Seite) gab es einen ganzen Ordner mit Topos.

Schönen Gruß Markus

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Servus, lange Routen gibts dort eher nicht so, es sind mehrere Sportklettergebiete, die unterschiedlich gut erschlossen sind. Auf Capri und Ischia war ich nicht, im neuen Führer von der Gegend ist aber von Capri auch ein bißchen was drin. Ansonsten ist es eine super Gegend, die noch viel Felspotential hätte, bißchen abgelegen vielleicht von Deutschland aus :-). http://www.stadler-markus.de/files/sportklettern/amalfi.htm

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Zum Beispiel die Hochries von Frasdorf aus. Solange Du an der üblichen Aufstiegsroute bleibst ist die Tour lawinensicher. Die Beschreibung gibts bei der Hochrieshütte auf der Homepage: http://www.hochrieshuette.de/seiten/skitourhochriesfrasdorf.htm

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Wenn man sich die Analysen beim Lawinenwarndienst so anschaut, dann drängt sich der Verdacht auf, dass den Leuten jegliches Gefahrenbewußtsein fehlt. Wer bei Stufe 4 in einen 200 Meter hohen 45 Grad-Hang einfährt, der auch als typische Lawinensturzbahn erkenntlich ist kann sich eigentlich noch keine Gedanken zu dem Thema gemacht haben. Allerdings ist die Situation schon auch kritischer als vor drei Jahren, wo der Schneedeckenaufbau meiner Erinnerung nach eher günstig war. Momentan sind gleich mehrere Schwachschichten in der Schneedecke eingelagert.

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Je nachdem wie die Art der Kletterei aussieht, die du betreiben möchtest gibts unterschiedliche Knoten, die du verwendest. Am wenigsten sind beim Freesolo-Klettern nötig, wenn Du Kletterschuhe mit Velcro hast, dann musst Du dir dafür nichtmal die Schuhbänder binden ;-)

Im Kletterhallenbetrieb brauchts eigentlich nur den gesteckten Achterknoten können, um Dich ins Seil einzuknoten. Gesichert wird dort i.d.R. mit Sicherungsgeräten wie z. B. Tubes. Oben angekommen, hängt man das Seil in die Umlenkung und wird abgelassen. Das frei Seilende kann man ebenfalls mit einem Achterknoten sichern.

Um beim Sportklettern in Klettergebieten mit den unterschiedlichsten Ausstattungen auf Dauer sicher zurechtzukommen, sollte man zumindest noch den Ankerstich, geschlungenen Sackstich, den Halbmastwurf und den Mastwurfknoten in seinem Repertoire haben, evtl. noch den doppelten Bulin als alternativen und komfortabler zu lösenden Anseilknoten.

Nur wenn Du dich in höhere Wände und/oder selbst abzusicherndes Gelände wagen willst, dann ist die volle Bandbreite an Knoten nötig, wobei aber nicht alle auf der von Kletterer001 angeführten Seite zwingend notwendig sind.

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Der größte Unterschied ist erstmal der Preis :-).

Skitouren kannst Du mit einem günstigen Ski auch gehen. Der vom sportspaetzi22 angesprochene Gewichtsunterschied bewegt sich im Bereich von etwa 300 bis 600 Gramm pro Paar. Das entspricht etwa einem halben Liter Getränk - da kannst Du mit der Bindung ohne Preisunterschied mehr rausholen.

Die größeren Vorteile sehe ich in den Fahreigenschaften und in der Robustheit, was aber wieder weniger auf die (ebenfalls teuren) Leichtski zutrifft. Wer hohes Tempo fahren möchte und maximale Kontrolle des Skis, wird um einen etwas hochwertigeren Ski nicht herumkommen - wer sich die 100 - 200 Euro sparen möchte, muss eben etwas vorsichtiger fahren. Mit besserem Fahrkönnen/mehr Kraft lassen sich auch einige Defizite des Materials zumindest zum Teil ausgleichen.

Ein ausgeschäumter Ski bietet dazu bei einem Steinkontakt weniger Widerstand als ein solider Holzkern. Andererseits kann ein schwungvoller Steinkontakt einen hochwertigen Ski genauso schrotten - weshalb sich dieses Argument im Durchschnitt wieder ausgleicht.

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Der Venediger hat zu jeder Jahreszeit seine Reize. Im Winter ist er in jedem Fall eine Klasse Skitour - egal ob Du von Norden, Süden oder Osten aufsteigst. Sonderlich anspruchsvoll aus skitechnischer Sicht ist keiner der Anstiege, allerdings ist Gletschererfahrung notwendig und auch etwas Kondition. Im Sommer sind die ursprünglichen Hochgebirgstäler auch sehr schön, der Gletscheraufstieg ist jedoch eher flach und langweilig - da bevorzuge ich doch eher den Aufstieg mit Ski.

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Ich halte momentan auch das DSP für das beste Gerät, vor allem auch wegen der größten Rundum-Reichweite. In der schlechtesten Koppellage hat es dabei ungefähr die doppelte Reichweite wie das Barryvox oder das S1.

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Mit dem ATC-Sport kannst Du ausschließlich sichern und das auch nur mit Einfachseil. Abseilen am Doppelstrang geht damit z. B. nicht - was für mich ein Ausschlusskriterium wäre. Fürs reine Hallenklettern ist das Ding schon o.k., wer aber dann doch mal in einen Klettergarten möchte und evtl. mal mit einer 2-Seillängenroute oder einem Abseilmanöver konfrontiert wird, braucht dann wieder ein zweites Gerät. Also würd ichs nicht empfehlen, höchstens für Hallenbetreiber als Leihgerät.

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Ja, ist deutlich besser als kein Wachs. Und wer wie ich sein Material nicht täglich überprüft und meist erst auf Tour merkt, dass es mal wieder nicht perfekt gewartet ist, für den ist eine Tube Schnellwachs im Rucksack die Rettung vor grausamen Schiebestrecken auf flachen Abfahrten.

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Das hängt zum Einen davon ab, wie oft Du im Winter mit deinem LVS unterwegs bist (solange man es nach der Tour ausschaltet), dann natürlich, welches Gerät Du besitzt und schliesslich auch wie häufig Du im Suchmodus unterwegs bist. Das Suchen kostet deutlich mehr Energie (v.a. bei den digitalen Geräten) als der reine Sendebetrieb. Mein altes F1 Focus hat die komplette Saison mit über 50 mal Sendebetrieb und ca. 2 - 3 Suchübungen durchgehalten. Seit heuer hab ich ein Pieps DSP, da fehlen mir aber noch die Erfahrungswerte.

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Es gibt natürlich schon immer einige die ein wenig herausragen aus der Masse der Spitzenkletterer, allerdings ist dann oft die Frage, wer sich nur gut vermarktet und wer wirklich besser ist. Momentan denke ich ist aber der Adam Ondra schon eine Klasse für sich. Was der in kürzester Zeit für eine Latte an Top-Touren abhaken konnte, das dürfte sonst kaum einer schaffen. Seine eindrucksvollen Auftritte laufen meist nach dem gleichen Schema ab. Der kommt in ein Top-Klettergebiet, wo die besten Kletterer der Region mit Heimvorteil monatelang an die schwersten Touren hinprobieren. Dort sucht er sich dann eine Route aus, die bisher nur wenige klettern konnten und und klettert sie auf den 2. Versuch oder gar onsight. Ach ja, ein unwesentliches Detail: er ist übrigens erst 15 Jahre alt...

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Ja logisch geht das auch, zumindest so lange es nur nach oben geht und du nicht über die Route abseilen musst. Ein Doppelseil hat nämlich den Vorteil, dass Du die doppelte Abseillänge zur Verfügung hast und genausoweit abseilen kannst wie Du im Aufstieg die Seillängen gewählt hast.

Dazu bietet ein Doppelseil etwas mehr Sicherheitsreserve bei Kantenbelastung und etwas mehr Flexibilität für spezielle Seilmanöver. Bei sehr alpinen Routen, die überwiegend selbst abgesichert werden müssen, viele Quergänge drin haben und wo viele scharfe Felskanten lauern würde ich daher auch ein Doppelseil empfehlen, wenn von den Abseillängen ein Einfachseil reichen würde.

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Ich glaub auch - dass es auf den Hund drauf ankommt und stimme demosthenes zu, dass es kletterfreudigere Tiere als Hunde gibt. Bei einem kleinen Hund ist jedoch der Vorteil, dass man dem auch mal über ein Stück raufhelfen oder vielleicht sogar in den Rucksack setzen kann.

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Am sichersten am Donnergrollen... :-).

Aber auch ein Stadium vorher kann man bereits erkennen, ob eine Wolke das Zeug zum Gewitter hat oder nicht. Sobald die Wolken höher werden als sie breit sind ist das ein erstes Warnsignal. Wenn die oberste Wolkengrenze dann nicht mehr schönen, runden Wattebällchen ähneln, sondern seitlich wie an einer unsichtbaren Glasplatte beginnen auseinanderzufliessen, dann wirds ernst. Eine typische Gewitterwolke ähnelt einem Amboss, der oben und unten eine glatte Fläche hat. Diese obere glatte Fläche kann bei heftigen Gewitterzellen oft sehr weit auseinanderfliessen und schon von weitem als sog. Eisschirm erkennbar sein.

Ich hoffe evtl. mitlesende Meteorologen verzeihen meine laienhafte Sprache, aber ich denke vom Inhalt her müsste es passen.

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Drei Faktoren bestimmen im wesentlichen die Zeit, die man in einer Route braucht und die können jeweils getrennt voneinander trainiert/geübt werden:

-Seil- und Standplatzhandling

Das Sichern muss mindestens so schnell gehen wie der Kletterer klettert. Wenn der jedesmal warten muss, bis er Seil bekommt oder bis im Nachstieg das Schlappseil eingezogen ist kostet das unnötig Zeit. Am Stand sollte man sich ebenfalls Gedanken machen, wie man Zeit spart. Bei gebohrten Ständen, ist das Standbauen eine Sache von wenigen Sekunden. In Alpinen Routen dauerts je nach Möglichkeiten deutlich länger, mit Übung und Erfahrung kann man das aber auch beschleunigen. Auch das Restseil-Einziehen sollte so schnell wie möglich erfolgen (versuch mal 25 m Seil in 10 Sekunden einzuziehen, du wirst sehen, das geht). Während dem Nachsichern kann man sich auch schon Gedanken über darüber machen, welches Material man dem Vorsteiger übergibt oder man vom Nachsteiger einsammeln muss, sobald er eintrifft.

-Klettertempo

Hängt natürlich stark von der Schwierigkeit und deinem Kletterlevel ab. Versuch mal im Nachstieg auf die Uhr zu schauen, wie lange du für eine Seillänge brauchst und versuche diese Zeit zu unterbieten. Wenn du das kontinuierlich machst, wirst Du vermutlich automatisch schneller. Beim Nachstieg von dicht abgesicherten Sportkletterrouten bringt einen das lästige Express-Aushängen immer ziemlich aus dem Rhythmus. Hänge einfach nur die Express aus dem Haken und lass sie am Seil vor dir, dann bleibt der Kletterfluss gewahrt. Am Stand angekommen kann man dann alles aufräumen. Beim Vorstieg steht natürlich Sicherheit an erster Stelle. Sich auf die wesentlichen Sicherungen beschränken und immer wieder das Legen von Zwischensicherungen (vielleicht auch mal im Klettergarten) üben beschleunigt die Sache ungemein. Dann natürlich nicht lange rumstehen, sondern klettern, vor allem im leichten Gelände bewusst "Gas geben".

-Wegfindung

Vor allem bei weniger routinierten Seilschaften kostet die Wegfindung oft die meiste Zeit - da wird oft nach jedem zweiten Schritt innegehalten und Ausschau nach dem Weiterweg gehalten. Bereits beim Nachsichern am Stand kann man sich einen Überblick über die nächste Seillänge verschaffen - in Sportkletter/Plaisirrouten sieht man in der Regel schon die nächsten Bohrhaken, in alpinen Routen kann man sich aber ebenfalls schon mal das Gelände ansehen und dann überlegen wo es weitergeht. Bei Unklarheit nochmal ein Blick ins Topo - ein Verhauer kostet mehr Zeit als 5x ins Topo schauen. (Das Topos sollte jedoch griffbereit und nicht irgendwo im Rucksack vergraben sein).

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Das kommt auf die Felsoberfläche drauf an. Wenn es rauer, wasserzerfressener Kalk ist (der natürlich gerne nass ist, weil irgendwann muss dass Wasser ja drüberlaufen) kann man auch im nassen Fels gut klettern. Allerdings klettert man so seine Finger sehr schnell durch. Bei abgespecktem Kalk oder flechtenbewachsenem Granit kann klettern an nassem Fels schnell ziemlich uferlos werden und ist dann oftmals mehrere Grade schwieriger als im trockenen Fels.

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