Was ist Abtrainieren?

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Das Abtrainieren ist allerdings nicht vorwiegend „für das Herz-Kreislaufsystem“ wichtig, obwohl dieses auch betroffen ist. Im Zentrum steht vielmehr das vegetative Nervensystem. Hört ein Leistungssportler nach einer längeren Phase intensivsten Sporttreibens plötzlich mit den Sport auf (oder ist durch andere Faktoren dazu gezwungen), kann sein vegetatives Nervensystem in einen Zustand unkoordinierter Funktionen geraten, den man „akutes Entlastungssyndrom“ nennt. Diese Störungen können sich auf alle Bereiche erstrecken, die unter dem Einfluss des vegetativen Nervensystems stehen, vom Eingeweide über den Blutkreislauf bis zum Zentralnervensystem. Die spürbaren Symptome sind nicht nur Blutdruckabnormitäten, Herzrhythmusstörungen usw. sondern auch Verdauungsprobleme und psychische Schwierigkeiten wie Motivationsprobleme, Konzentrationsschwächen, Schwankungen zwischen Hypermobilität und Antriebslosigkeit. Aus diesem Grunde müssen Hochleistungssportler ihre Aktivität über viele Wochen und Monate langsam zurückfahren. Ein Trost: nicht alle Personen reagieren gleich stark auf eine akute Entlastung. Lies auch hier:

http://www.sportlerfrage.net/frage/was-ist-unter-dem-akuten-entlastungssyndrom-zu-verstehen

Der Körper, und vor allem das Kreislaufsystem (Jürgen hat es ja schon super beschrieben), passt sich an die hohe Belastung an. Genauso wie der Körper sich langsam über einen längeren Zeitraum eine ziemlich hohe Intensität angepasst hat, bedarf es auch einiger Zeit sich wieder um die Rückbildung, bzw. Anpassung des HKL-Systems an eine geringere Anpassung zu machen. Ein Belastungsstopp von 100 auf 0 sozusagen, wäre auf jeden Fall gesundheitsschädlich. Aus diesem Grund muss man auf jeden Fall für ein ordentliches Abtraining sorgen.

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