Tauchen, Problem Luftanhalten

3 Antworten

Hallo junger Mann,

die technischen Tipps hast du ja schon erhalten, nun fehlt noch die mentale Vervollkommnung: Denk an etwas anderes, zB an etwas, was dich beruhigt. Das Geheimnis ist, dass du während des Tauchens nicht an deine noch vorhandene Luft in der Lunge oder an die Wettkampfsituation denkst. Lenk dich ab mit anderen Gedanken, dann kann man viel länger tauchen, und das mit Ruhe.

Gruss und viel Erfolg, Vanessa

Als Erstes vornweg. Ich hörte kürzlich von dem Vorsitzenden der DLRG-Ortsgruppe, dass nicht mehr maximal getaucht werden sollte. Höchstens 25 m! Wenn Du das schaffen willst, gehe so vor: Vor dem Tauchgang mehrmals ganz tief ausatmen und maximal einatmen. Es darf Dir aber bei dieser Hyperventilation keinesfalls schwindlig werden!! In Deinem Körper ist jetzt ein höherer Sauerstoffvorrat. Während des Sprunges zum Tauchgang nur ganz normal einatmen, sonst ist der Druck in der Lunge zu groß. Schwimme dann mit den sogenannten Brusttauchzügen, also mit den Armen bis an die Oberschnkel ziehen, und Beingrätsche abwechselnd oder zugleich wie Du besser klarkommst. Wenn Du einen Druck im Brustkorb verspürst, atme ganz leicht durch die Nase aus. Das kannst Du etwa dreimal wiederholen. Wenn Du die 25 m noch nicht geschafft hast, erzwinge die oder den letzten Meter nicht und taucheschnell auf. Trainiere dann erst mal weiter indem Du entweder schneller ziehst oder die Gleitphase länger ausnützt. Das musst Du für Dich herausfinden was Dir mehr nützt. Viel Erfolg.

Hyperventilieren ist eine ganz schlechte Idee, mach mal nicht. (das hier hab ich aus dem Netz, hat mein Tauchlehrer immer gepredigt:) Die Atmung ist normalerweise ein unwillkürlicher Vorgang, der aber auch bewusst gesteuert werden kann. Während der Untrainierte kaum in der Lage ist, seinen Atemreiz über einen längeren Zeitraum zu unterdrücken, ist die Dauer der Apnoeleistung für den Geübten durch den Sauerstoffgehalt im Blut begrenzt. Fällt der Sauerstoffpartialdruck im Blut unter eine individuelle Grenze, wird der Taucher ohnmächtig. Der Atemreiz wird jedoch nicht durch sinkenden Sauerstoff-, sondern durch steigenden Kohlendioxidgehalt des Blutes ausgelöst (vereinfachte Darstellung).

Bewusstes Atmen oder Hyperventilation vor dem Tauchen führen nicht zu einer Erhöhung des Sauerstoffvorrats, sondern zu einer Absenkung des Kohlendioxidgehalts im Blut. Je nach Dauer und Intensität der Voratmung kommt es dadurch zu einem verzögerten Atemreiz. Dieser kann dadurch sogar erst nach dem Unterschreiten des notwendigen Sauerstoffgehalts einsetzen. Besonders der Anfänger ist nicht in der Lage, die Anzeichen der dadurch drohenden Ohnmacht zu erkennen. Sie überfällt den Betroffenen meist plötzlich und ohne Vorwarnung. Werden die Atemöffnungen des Betroffenen dann nicht innerhalb kürzester Zeit oberhalb der Wasseroberfläche gebracht, können Unfälle oder das Ertrinken die Folge sein (Schwimmbad-Blackout). Deshalb kommt der Absicherung der Taucher eine besonders wichtige Rolle zu. Getaucht wird mindestens zu zweit, gesichert wird meist wechselseitig. Auf diese Weise sind Unfälle sehr unwahrscheinlich.

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