Starker Leistungseinbruch und unterschiedlicher Puls bei gleicher Belastung?

3 Antworten

Hi Julian,

der Plan an sich sieht gut aus, beim Pensum würde ich anmerken, dass du bei einem Trainingsstand von erst "einigen Wochen" mit dieser Intensität ins Übertraining kommen musst. Dein Körper kann sich nicht so schnell an die genannte Belastung gewöhnen. Besonders zehrend sind die intensiven Einschübe von je über 2 Minuten mit Puls über 170/min. Ich muss Wurststurm völlig Recht geben, dass mangelnde Regeneration wohl die Ursache war und der Grund hierfür in der ausgeübten Nachtschicht liegen kann.


Wie weiter vorgehen:

trainiere einfach für einen Zeitraum weniger intensiv und evtl. auch mal kürzer als 90 Minuten. Beim intensiv betriebenen Sport sollten sog. Periodisierungen bzgl. des Trainings vorgenommen werden, das bedeutet, du hast eine Zeit, in der du relativ moderat einsteigst, eine Phase, wo du intensiv trainierst und eine 3. sehr kurze Phase, in der du fast alles gibst. Zum Beispiel 2 Wochen moderat, 3 Wochen intensiv, 1 Woche "hau drauf". Je nachdem, wie du dich danach fühlst, solltest du nach der letzten Woche dann für ca. 1 Woche lang das Training entweder sehr weit zurückschrauben oder besser: ANDERE Sportarten leicht betreiben (Schwimmen, Joggen, Gymnastik, Skaten...). Wenn dir Rad fahren Spaß macht, schau dir mal die verschiedenen empfohlenen Trainingsbereiche (GA1, GA2, Entwicklung usw...) an, vielleicht führt auch das dazu, dass du dein hochintensives Training temporär etwas runterschraubst.


Das Ganzkörperkräftigungs-Programm würde ich erst mal nicht verkürzen/verringern, solange du hier nicht Krafteinbrüche oder Verletzungen erfährst.


Unterschiedliche Pulsfrequenz bei gleicher Wattzahl und bei unterschiedlichen Trittfrequenzen:

zum Verstehen des Phänomens würde ich als Gedankenexperiment in die Extreme gehen. Stell dir vor, du könntest mit 180 Umdrehungen auf einem Fahrrad im Leerlauf pedalieren: die auf die Pedale ausgeübte Kraft wäre nahe Null und du trotzdem völlig erschöpft, weil du deine Beine ja so schnell bewegen musst. Nun der Gegenpart: du bist mit dem Rad am steilen Berg und kommst nur mühsamst voran, indem du dich aus dem Sattel erhebst und dich ähnlich dem Treppen steigen bewegst. Auch hier bist du bald völlig erschöpft. Aus beiden Extremen gemittelt gibt es ein optimales Dazwischen. Wo das individuell genau liegt, hängt stark vom Trainingsstand ab. Trainierst du mehr Kraftausdauer, bist du in unteren Trittfrequenzen optimaler unterwegs und vice versa. Je weiter du dich aus dem für dich aktuell optimalen Mittel entfernst, umso mehr Abweichungen wirst du beim Puls feststellen. Das hängt mit der Anpassung der Versorgungssysteme für den Muskel zusammen: Mitochondrien, Sauerstoffverbrauch, Energiebereitstellung (Muskel-ATP, Fett) und mechanischen Faktoren, inwieweit ein stärker kontrahierter Muskel ab einem gewissen Grad die arterielle und venöse Versorgung/Entsorgung einschränkt.

Vielleicht bist du ja einfach nur übertrainiert. Lass mal deinem Körper 1 2 Wochen Zeit zum regenerieren vl bist danach wieder fit.

Ich musste allerdings Freitag, Samstag und Sonntag auf Nachtschicht
arbeiten, kann der Leistungseinbruch daher kommen, weil mir die
nächtlichen Schlafphasen zur Regeneration gefehlt haben?

Ja weil Schlaf nun mal das A und O der Regeneration ist.

Die Gesamtleistung ist eigentlich nur für den Kalorienverbrauch relevant, ansonsten besagt der Wert gar nichts. Der Puls entspricht deinem Alter+Trainingsstand und ändert sich je nach Belastung. Nach unten bringst du den puls durch Training. Am besten in dem du die Belastung möglichst hoch treibst, z.B. durch hoch intensive Intervalle, Sprints, hohe Widerstände oder lange dauernde Belastungen.

Die Ausdauer trainieren oder Muskelaufbau um den EKG-Test zu schaffen?

Hallo alle zusammen,

im vergangenen Jahr habe ich mich bei der Polizei in NRW beworben und habe auch alles bestanden soweit bis auf die polizeiärztliche Untersuchung, da ich den EKG Test nicht bestanden habe. Als Faustregel wird genommen 220-Lebensalter, also durfte mein Puls nicht 202 überschreiten.

Dieser Test erfolgt in 2 min Abständen, d.h. ich wog damals 53kg und musste das 3fache treten (150 Watt waren's). Ich musste bei 50 Watt anfangen und immer weiter mich steigern, mir wurde dann immer bescheid gegeben, dass ich zB. jetzt schneller treten kann. Ich hätte nur noch ca 1-2 Minuten gehabt um mein Puls unter 202 zu halten und ich hätte bestanden. Bei 202 war jedoch stopp. Zu meiner Figur: ich bin 1,70m groß und wog damals 52-53kg. Die Ärztin vermutet, dass es daran liegt, dass ich zu wenig Muskelanteil habe und somit zu wenig Kraft zum treten. Ausdauer habe ich, immer hin habe ich das Sportabzeichen in der Laufdisziplin in Gold geschafft (3 km in 17 min)... Ich habe danach 4 weitere Kilos GESUND zugenommen (es sind jetzt 6 Monate her, dass ich den Test gemacht habe).

Danach besonders viel Ausdauertraining habe ich nicht betrieben aufgrund meiner Prüfungen, habe aber ab und an versucht die Prüfung zu simulieren und habe halt "Kraftsport" gemacht.

JETZT möchte ich mich nachdem meine Prüfungen vorbei sind voll und ganz darauf konzentrieren. Was meint ihr WIE ich es am effektivsten in ca 6 Monaten schaffe (also Trainingsplantechnisch) ? Geht das überhaupt? ich müsste wenn ich bis zum Test 60kg wiege 180 Watt treten...Sollte ich Ausdauertraining machen oder eher den Fokus auf Muskelaufbau legen?

Ich bedanke mich jetzt schon für alle Antworten! LG

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Arrhythmien nur beim Sport ???

Hallo, Ich suchen einen Rat. Und zwar gehts darum das ich nur beim Sport eine Arrythmie in der Sinuskurve habe. Alles ging so vor ca. 3 Monaten los als ich vom Sport kam Kraftausdauertraining gemacht habe ging mein Puls nicht mehr runter und lag so bei 120 Schläge in ruhe, mit der Zeit baute sich dann auch eine Herzangst auf. Als ich Abends ein paar Schritte ging, ging der Puls auf 150 hoch und ich bekam mehr Angst. Erst als ich was kaltes getrunken habe ging der Puls runter auf 90 und später auf 80. ICh war die Nacht so aufgewühlt das ich kaum schlafen konnte. Am nächsten Tag zum Doc Blutdruck gut, Puls gut, also zur Sicherheit ein 24Std. EKG. womit ich mich auch belasten sollte also mit Angst zum Sport dort Krafttraining gemacht ( Maximalkraft ) und 30 min. Ergometertraining mit höchstbelastung 160 watt Puls so bei 157. Es geht mir gut in solch Pulsfrequenzen und ich meine mein Herz schlägt gut und alles ist bestens. Doch auf den EKG sind Arrythmien zu sehen und die nur beim Sport. Mein Doc sagte das, das nicht schlimm ist da der der Ruhepuls bei 57 ist und das die Arrythmie ehr vom Vegetativen Nervensystem kommt. Da ich ein sehr Körperbezogener Mensch bin achte viel auf mein Körper, ich leide auch an Somatoforme Störungen und bin Herzbezogen. Solch Atakke hatte ich schonmal auch beim Sport da ging der Puls auch nicht runter und ich musste mich kurz aushängen und mal strecken dann ging der Puls wieder runter. Nur beim letzten mal hat das nicht geklappt. Wenn ich mal im Rücken verkrampft und angespannt bin spüre ich mal die eine oder andere Extrasystole aber auf dem EKG waren nur 6 zu sehen ich war mal bei 200 von über 100000 Herzschlägen. Beim Sport ist mir nicht schwindelig und merke gar nix von dieser Arrythmie. Abends wenn ich zur ruhe komme und mein Puls fühle ist der meist bei 55-75. Ich muss dazu sagen ich bin Mann 36 Jahre, 110kg von 125kg. und nehme ein Betablocker Metoporol 100 und ein Antidepressive Fluvoxamin 50mg. Ich merke schon wenn ich von 150 Pulsschlägen beim Sport runtergehe auf 90 da wird mir leicht Schwummerig das spielt sich aber nach kurzer zeit wieder ein, trainiere auch ganz selten bei 150, liege meist bei 130-140 beim Ergometertraining und bei 130 beim Pumpen. Mein Doc sagt Dein Herz ist Gesund, trotzdem habe ich ein wenig Angst beim Sport da ich kürzlich im Netz gelesen haben das Arrhythmien zum Herztod führen können. Möchte ja auch gern ma wieder meine Kampfsportart nachgehen. Heute war ich schwimmen was ganz gut tat. könnt Ihr mir vielleicht weiter helfen und erklären warum eine Arrhthmie nur beim Sport auftreten kann und sonst ist da nix ??? hab auch schon gelesen das sowas von der Atmung kommen kann. Hab ja auch ab und zu mal solch Zwerchfellhochstand wo ich denn zur Hyperventilation neige. Für Antworten wäre ich sehr sehr Dankbar. Liebe Grüße angsthase77

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