Geschwindigkeitsunterschied Mountainbike/Rennrad

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10 Antworten

Das ist zum Einen eine Gewichtssache und eine Angelegenheit der Bereifung. Ein sehr gutes Rennrad hat im Schnitt so zwischen 7,5 und 8,5 KG Eigengewicht. Gute MTB`s legen je nach Rahmenstruktur zwischen 9 und 11 Kg. Darüber hinaus kommt es darauf an ob am MTB breite und grobstollige Bereifungen montiert sind. Je weiter die gefahrene Distanz ist desto mehr streut sich dann in der Regel auch der zeitliche Abstand im direkten Vergleich. Aus meiner Erfahrung heraus bin ich mit dem herkömmlichen Rennrad gute 5-8 Km/h schneller. Fahre ich mit dem Zeitfahrrad dann kommen da auch schon mal locker 10 Km/h oder etwas mehr zustande.

Der Unterschied hängt in erster Linie von den Laufrädern ab, Luftdruck, Speichenspannung und dann vom Rahmen, beim MTB verpufft überall (Federung!) viel mehr Energie als beim Renner. Das Gewicht ist außer am Berg und beim Beschleunigen egal. Also für die nächste Ausfahrt mit Rennradfreunden: Luft in den Reifen, was geht. Nächste Stufe wären neue Mäntel/Slick, die schlucken mehr Druck als ein Bikereifen. Da kommt schon etwas Rennradfeeling auf. Wenn das nicht reicht: trainieren oder neues Rad kaufen...

Das hängt von diversen Faktoren ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Hauptunterschiede sind aber:

  • Unterschiedliche Aerodynamik der Sitzhaltung. Der Rennradler in Unterlenkerhaltung hat da gegenüber dem MTB-Fahrer in "Standardhaltung" deutliche Vorteile.

  • Unterschiedlicher Rollwiderstand der Reifen. Gerade grobstollige MTB-Reifen haben einen oft deutlich höheren Rollwiderstand als Slicks. Bei Tests werden aber auch innerhalb des Segments "Rennradreifen" sehr unterschiedliche Rollwiderstände ermittelt.

Erschwerend (in Bezug auf Deine Frage) kommt noch hinzu, dass die zur Überwindung der zusätzlich auftretenden Widerstände aufzuwendende Kraft von der Geschwindigkeit abhängt. Eine Steigerung von 30 auf 32 km/h erfordert mehr Mehrleistung als z.B. die Steigerung von 20 auf 22 km/h.

Sorry, aber all die Antworten gehen am Thema vorbei und sind wenig aussagekräftig. Vor allem das gefühlte "mehr" an Geschwindigkeit ist Quatsch, da die erreichte Geschwindigkeit widerum stark von äußeren Faktoren abhängig ist. Tritt man beispielsweise auf dem MTB über längere Zeit bei starkem Gegenwind auf topfebener Strecke in die Pedale dürfte dies für die meisten Biker aufgrund des montierten Hirschgeweih´s wenig befriedigend sein. Heh, da bist Du vielleicht platt und willst gar nicht mehr weiterfahren?? Mit einem MTB wirst Du im direkten Vergleich zum Rennrad aufgrund des grobstolligen Profils, der nicht für hohe Geschwindigkeiten ausgelegten Übersetzung, des höheren Systemgewichtes (stabilere(r) Teile/Rahmen + Federgabel) und einer schlechteren Aerodynamic auf der Straße immer Nachteile haben. Natürlich sieht die Welt im Gelände ganz anderst aus - aber das weiß man doch, oder? Freu´ Dich lieber, daß Du mit deinem Spezl eine nette Runde drehen konntest und kauf Dir zusätzlich ein Rennrad. Denn, das ideale Fahrrad für alle Einsatzzwecke ist leider noch nicht erfunden. Gruß Radonneur P.S. Und noch ein Tipp zum Erwachsenwerden: Duelliere Dich bitte niemals als Mountainbikee mit Rennradfahren. Das ist nicht nur peinlich, sondern führt i.d.Regel auch zu einer Überanstrengung mit potentiellem Sessionabbruch.

Es ist in erster Linie eine Frage der Reibung und Übersetzung. Ein Rennrad hat ja wesentlich schmalere Reifen als ein Mountainbike. Die Übersetzung spielt natürlich nur dann eine größere Rolle, wenn man damit auch optimal umgehen kann. In zweiter Linie kommt die Fitness. Umso mehr Du Deine Ausdauer trainierst, umso besser kannst Du Deinen Puls kontrollieren. Also nicht sofort im oberen Herzfrequenzbereich fahren, sondern im Bereich von 70% -80% trainieren. Moderat das Training aufbauen und Du wirst sehn, dass Du Deinen Freund locker am Hinterrad bleiben kannst.

Ich schon selbst wie ich trainieren muss, keine Angst. Bezüglich meiner Frage hast du jedoch in keinster Weise Stellung genommen.

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Ich fahre beides. Zwei Sunden auf dem MTB sind genau so anstrengend, wie zwei Stunden auf dem RR. Mit dem Rr bist du im Schnitt etwa 10 km/h schneller unterwegs. Wenn ich die Pulswerte anschaue, dann würde ich nicht sagen, dass dein Kollege fiter ist. Eher umgekehrt!! Das MTB wird meistens unterschätzt. Die Frage kannst du nicht so stellen, da beim MTB hauptsächlich der Rollweiderstand bremst, aber beim RR hauptsächlich der Luftwiederstand. Bis 30 ist es mit dem RR kein Problem. Aber von 30 auf 40 verbrauchst du doppelt so viel Energie.

Sehe ich genau so. Es ist aber leichter sich mit einem 6 kg leichteren RR auf Asphalt zu bewegen, als ein 10 kg schweres MTB Hardtail durch den Wald auf weichem Untergrund zu manövrieren. Deswegen gibt es ja Äpfel und auch Birnen. Grüsse.

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@Lippe

Es ging mir in erster Linie um den Vergleich auf der Straße, und nicht im Gelände. Das man RR auf Straße und MTB im Gelände nicht vergleichen kann ist logisch.

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Hi cmuet!

Da im GA1 /GA2 Bereich gefahren wurde, würde ich den HQ der Strecke bei etwas über 10 einschätzen. Das spricht für Landstrasse mit leichten Hügeln und langen geraden Linien.

Du bist von vornherein im Nachteil! Falsches Gerät am falschen Ort!

  1. wiegt ein MTB immer wesentlich mehr als ein RR.
  2. fahren RR Fahrer einen für MTB Fahrer unerträglich hohen Reifendruck.
  3. du hast dir mit diesem Vergleich keinen Gefallen getan und solltes deinen Freund mal auf eine Feldwegparty einladen.
  4. Nimm mal eine einfache Geländestrecke mit gleichen HQ. Da ist Ende mit Vergleich. Da zählt Grip und eine Übersetzung, die du am RR nie finden wirst! Dein Freund wird auf seiner kleinsten Kurbel hinten den höchsten Gang wählen und sich auf der Stelle in einer Pfütze eingraben. Im Wiegetritt versteht sich.

Vergleiche nie Äpfel mit Birnen!

Grüsse.

Was bedeutet "HQ der Strecke" genau? Ich würde jetzt daraus schließen, dass es eine Einteilung der Strecke nach Profil und Kurvenhäufigkeit ist.

Die Nachteile eines Mountainbikes gegenüber eines Rennrads waren mir vorher auch bewusst. Trotzdem nochmal danke. ; )

Mein Freund fährt auch nebenbei manchmal MTB, doch ich habe ihn während einer Fahrt durch Zufall getroffen (er selbst war auch gerade am trainieren) und dann wollten wir halt ein Stück zusammen fahren.

Ein RR im Gelände ist unbrauchbar, das stimmt. Aber durch MTB Touren weiß ich, dass mein Freund trotzdem etwas fitter ist als ich (technisch bin ich etwas besser inzwischen, aber von der Ausdauerleistung her ist er besser).

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@cmuet

Hi cmuet!

HQ = Höhenquotient. Den errechnet man nach den absolvierten, aufgelaufenen Höhenmetern, geteilt durch die Strahllänge der Strecke.

Zur genauen Messung bedarf es eines barometrischen Höhenmessers.

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Wieviel Watt das genau sind, ist schwer zu sagen und hängt von der Geschwindigkeit ab, aber grundsätzlich sind es schon mindestens 5km/h was ein Rennrad schneller ist. Du kannst an deinem MTB mehr Luft reinpumpen, Slicks aufziehen und die Feder-Gabel feststellen, dann hast nicht mehr soviel nachteil, aber ein Rennrad wirds trotzdem nicht.

Der Unterschied beträgt etwa 10 km/h bei gleicher Belastung im Normalbereich, also bei 20-25 km/h. Höhere Geschwindigkeiten kann man nicht mehr vergleichen, da das Rennrad eine andere (längere) Übersetzung hat, und das geringere Gewicht des Rennrades mehr zum Tragen kommt.

Ist es nicht vielmehr so, dass das geringere Gewicht bei langsamen Tempo einen größeren Unterschied macht?

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also mich hat diese frage schon vor jahren beschäftigt - deshalb habe ich eine meiner sommertrainingstouren mit einer länge von 84 km einmal mit dem rennrad ein andermal mit dem mountainbike (mit slicks) in angriff genommen - mit dem rennrad brauchte ich 3stunden u. 20 min mit dem mountainbike 3std 35min - also gerade mal ne viertelstundezeitunterschied. mit stollenreifen dürfte der unterschied allerdings viel grösser sein.

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