Muskelmasse eines Topsprinters

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Allerdings sprintet man nicht nur mit den Beinen! Die Beschleunigung des gesamten Körpers beim Sprint hängt nicht nur von der Aktivität der Beinmuskeln ab, sondern der gesamte Körper ist daran beteiligt. Wenn das Stützbein sich vom Boden abstößt, muss gleichzeitig

  • das Schwungbein durch die Hüftbeuger möglichst explosiv nach vorn gerissen werden. Dadurch wird nicht nur gewährleistet, dass das Schwungbein, das ja das Stützbein des nächsten Schrittes ist, möglichst schnell diesen durchführen kann, sondern dadurch wird ja ein Teil der Körpermasse zusätzlich in Sprintrichtung beschleunigt.
  • die Muskulatur des Rumpfes die Kraft des Stützbeines auf den Rumpf und die Schultern übertragen und den Rumpf stabilisieren, damit er sich nicht unter dem Kraftstoß des Stützbeines verformt bzw. der Kraft ausweicht.
  • der Arm der Stützbeinseite explosiv vorgeschwungen werden, um auch hier eine Teilmasse des Körpers (Arm) zusätzlich in Sprintrichtung zu beschleunigen (deshalb bei Sprintern insbesondere kräftige vordere Deltamuskeln und Brustmuskeln).

Schau dir das Bild an! Dort ist die gesamte Kette der wichtigsten beim Sprint beteiligten Muskeln eingezeichnet. Kräftige Arm-, Schulter- und Rumpfmuskeln sind somit für den Sprinter keine unnütze Masse, sondern leistungsbestimmend.

 - (Muskeln, Leichtathletik, Sprint)

schöne Antwort. Viel besser als meine :-)

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Die Arme arbeiten beim Schnellsprint sehr intensiv mit, wenn das nicht der Fall wäre könnten die Sprinter gar nicht so schnell sein. Für Langstreckenläufer hingegen ist viel Muskelmasse und Gewicht eher nachteilig.

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