Ist Windsurfen Kraft- oder Ausdauersport?

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Nicht immer ist eine hohe Herzfrequenz auf eine reine Ausdauerbelastung zurückzuführen, auch eine hohe Kraftbelastung kann dazu führen, dass die Herzfrequenz steigt.

Im Fall von Windsurfen würde ich schon von einer typischen Kraft-Ausdauerbelastung sprechen, dabei muss eine Kraft über eine längere Zeit aufrecht erhalten werden und das fordert das Herz-Kreislauf-System, was letztlich auch dazu führt, dass die Herzfrequenz unter der Belastung steigt.

Beim Windsurfen liegen auch bei widrigen Bedingungen die Ausdauer- und Kraftanforderungen im unteren bis mittleren Bereich, wenn man es mit anderen Sportarten vergleicht. Weder ist das Segel „zu halten“ (es „steht“ ja im Balancepunkt zwischen Windkraft und Körpergewicht), noch muss man wesentliche Kraft aufwenden, um auf dem Brett zu bleiben, insbesondere dann, wenn man mit Trapez surft. Die wesentlich Belastung ist eher mentaler Natur, bedingt durch die Aufgabe, Segel und Brett gegen wechselnde Wind- und Wasserströmungskräfte auszubalancieren, besonders im Laufe von Manövern. Hier könnte durch gesteigerte mentale Anspannung, Konzentration und Reaktionsbereitschaft auf dem Wege über vermehrten Adrenalinausstoß der Puls auf erhöhte Werte ansteigen.

Mentale Anspannung und Belastung trifft mit folgenden Einschränkungen zu: - Material ist richtig eingestellt (Mastfuß+Tampen) - Manöver werden sicher beherrscht - Fahrbedingungen (z.B. Dünungswelle) sind vertraut

In allen anderen Fällen ist Kraft und dann irgendwann auch Ausdauer gefragt. Die zahlreichen Schwielen, Blasen und ge-tape-ten Händen sprechen Bände, oder?

Wenn ich auf dem Meer surfe, hole ich mir körperliche Erholung durch einen besonders langen Schlag nach mißlungenen Manövern und mache Pause, wenn's trotz Kraftreserve mangels Konzentration mit den Manövern nicht mehr klappt.

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