Ball ansehen beim Tennis

1 Antwort

Du weißt eh schon alles, und musst es nur noch trainieren. Auch ich sehe bei dem Thema "Ball ansehen" diese genialen Aufnahmen von Roger Federer vor mir. Es ist absolut faszinierend, wie lange und intensiv Federer den Ball ansieht. Und nur so gehts. Wie du schon angesprochen hast: schaut man den Ball nicht genau an, trifft man den Ball nicht sauber. Schaut man dem Ball zu früh hinterher, verreisst man den Schlag und er wird ungenau. Dieses intensive Ballansehen ist absolut wichtig, und man muss es einfach trainieren. Das ist vor allem Gewöhnungssache, und muss nicht nur intensiv sondern auch dauerhaft trainiert werden. ganz hilfreich sind hierbei Videoaufnahmen. Deine Tipps mit "Naht ansehen" und "Schriftzug lesen", und auch das Buch sind schoin richtig. Man muss es nur umsetzen. Federer hat das sicher auch nicht vo heut auf morgen gelernt, und nicht umsonst ist er der genialste Tennisspieler aller Zeiten ...

Ja, ja. Vielen Dank für die Antwort. Du hast natürlich absolut recht, dass man es trainieren muss. Ich spiele jetzt seit 20 Jahren Tennis und werde mich im Winter mal verstärkt drum kümmern. Ob es klappt, lässt sich allerdings nur im Match beantworten. In Streßsituationen kommen nämlich leider immer wieder die alten eingeschliffenen Fehler hoch. Und - für alle noch ein Rat von mir: Der Focus kann immer nur einen Punkt gerichtet werden; zB Atmung, oder Griff, oder frühzeitiges Ausholen oder eben Ball anschauen. Es erscheint unmöglich, sich auf mehrere Sachen gleichzeitig zu konzentrieren. Ich habe zB über ein Jahr gebraucht, um mit mit dem Semi-Western Griff klar zu kommen.

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Du kannst auch mal diese berühmte Übung ausprobieren: Wenn der Ball auftippt zählst du ein und wenn der Ball geschlagen wird zählst du zwei. Dadurch erhöhst du auch die Konzentration auf den Treffpunkt.

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass auch bei Spitzenspielern nur in etwa 50% der Fälle bis zuletzt auf den Ball geschaut wird. Wir haben ja Rechenprogramme im Kopf, die eine Ballflugbahn sehr gut simulieren können. Außerdem kann man in der letzen Zehntelsekunde die Schlägerflugbahn nicht mehr beeinflussen.

Das mit dem Auge ist einfach eine Trainingssache. Es hilft schon das genaue Hinschauen wenn Andere spielen. Und auch die Konzentration muss ständig trainiert werden. Einige sind da begabter, Andere müssen sich das erarbeiten, auch die Fähigkeit des periphären Sehens, nämlich gleichzeitig auch mitzubekommen, was sonst noch so auf der Anlage passiert. Das Auge schnellt ja in Bruchteilen von Sekunden hin und her.. siehe www.tennisanalyse.de

Dass Du besser triffst, wenn Du versuchst, den Ball bis zuletzt anzuschauen liegt m.E. daran, dass Du Dich in diesem Fall besser konzentriert. Fußballspieler neigen nach meiner Erfahrung dazu, mehr auf den Gegner, als auf den Ball zu schauen. Treffen beim Tennis daher schon öfter mal unsauber, erwischen Dich dafür leichter auf dem falschen Fuß.

Die Schrift auf dem Ball zu lesen wird schon mal empfohlen. Bei rotierendem Ball hatle ich das für sehr sehr schwer. Ich denke, es ist, wenn man es Ernst nimmt, absolut überzogen.

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