wer hat in seinem Tennistraining die Gegenbewegung zum Schlagarm trainiert?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi hollo43,

also als Tennistrainer gehört es für mich natürlich zur ganz normalen Bewegungsbeschreibung für eine Schlagbewegung, die man natürlich einem Tennisschüler erklären muss. Allerdings erst, wenn die Gegenbewegung bei einem Schüler wirklich falsch ist, und die Ursache für einen schlechten Schlag. In den meisten Fällen machen die Schüler diese Bewegung intuitiv richtig, weil es einfach ein natürlicher Bewegungsablauf ist. Meistens weise ich aber trotzdem auf die Funktion des linken Arms hin, weil man sich dann die Bewegung bewusster machen kann. Für manche ist dies zu viel Information, und verkrampfen dann eher beim Schlag. Der linke "freie" Arm ist selbstverständlich ein sehr wichtiger Impuls für eine gute, schwungvolle und technisch saubere Schlagtechnik. Als "opposite arm action" hab ich das noch nicht gekannt...

Hi Prince, danke für die fundierte Antwort aus der Trainingspraxis. Wie Du aus meiner Homepage sicher schon gesehen hast, ist die opposite arm action eines meiner "Steckenpferde". Nachdem ich mir auch die Anworten eines früheren Threads, hier, noch mal durchgelesen habe, habe ich den möglichen Gewinn für die Schlagkraft und - Stabilität mal überschlägig abgeschätzt: bis zu 25% der Schlagkraft kann man durch den linken Arm "aufbringen". Das ist im Sport eine Welt. Natürlich gibt es im Sport Naturtalente, die alles sowieso schon richtig machen. Wenn ich aber bedenke, dass die Beschreibung der Beinarbeit in Trainigsbüchern aussah (habe lange keine mehr in der Hand gehabt), wie das Lehrbuch einer Tanzschule :-) - Sportler sind ja meist tanzfaul - und andererseits bei Schönborn, dem Papst der Tennislehre in Deutschland, nach meiner Erinnerung nicht ein Wort zum linken Arm bei der Vorhand verwendet wurde, dann liegt hier ein Missverhältnis vor. Bemerkenswert ist auch, dass zur Rückhand und zum Aufschlag sehr wohl die opposite arm action behandelt wird. Ich kann Jedem und Jeder nur empfehlen, mal mit einem Gewicht in der linken Hand die Vorhand zu probieren. Oder es mit einer kleinen Erbsendose, links, und Schläger, rechts, zu Hause auszuprobieren. Dabei wird man dann auch schnell feststellen, dass die auch hier im Forum gegebene Empfehlung, den Schläger mit der linken Hand aufzufangen, bezüglich der Nutzung der left arm action sehr ungünstig ist. Auf meiner Homepage findet man eine Zusammenfassung zur opposite arm action. Übrigens hat auch Bollettieri der opposite arm action ein eigenes Kapitel gewidmet.

0

Krafttraining nach Armthrombose

Hallo zusammen,

ich habe ein Frage bzw. Problem und würde mich freuen wenn ihr mir vielleicht weiterhelfen könntet. Ich bin 25 und habe seit 3 Jahren neben anderem Sport (Joggen, Mannschaftssport etc.) Krafttraining gemacht. In erster Linie ging es mir dabei darum, figurmäßig etwas zu verändern. Ich war immer ziemlich schlank und hatte ziemliche Probleme, Gewicht zuzunehmen. Bei 1,78 m wog ich zu Beginn des Trainings 65 kg und habe dann mit einer Umstellung der Ernährung und einem genau getimten Trainingsplan im Fitnessstudio an Muskelmasse zugelegt und es auf ca. 75 kg geschafft. So viel zu der Vorgeschichte...

Vor 3 Monaten bekam ich dann plötzlich Schmerzen im Arm- und Brustbereich. Ich habe das dann natürlich genauestens ärztlich untersuchen lassen mit der Diagnose Thrombose im linken Arm. Ausgelöst wurde die Thrombose von ein einer Vene im Brustbereich, die durch zu viele Muskeln abgeklemmt wurde. Hauptursache war also das Brustmuskeltraining. Ich habe das Training in einem sehr guten Fittnessstudio gemacht, genau nach Trainingsplan ohne zu übertreiben etc. Ich lebe auch absolut gesund, rauche nicht und trinke nur selten etwas Alkohol. Die Ärzte meinten, dass das in meinem Alter absolut selten vorkomme aber es schon eben auch passieren kann, dass eine Thrombose durch Krafttraining ausgelöst wird. Ich nehme jetzt Blutverdünnungsmittel und bin beschwerde- und schmerzfrei.

Nun zu meinem eigentlichen und jetzigen Problem. Ich mache jetzt natürlich kein Krafttraining im Fitnessstudio mehr. Die Ärzte sagen, dass jegliches statische Krafttraining nicht gut sei. Schlecht ist alles mit statischer Phase, also wenn das Blut nicht fließen kann z.B. Hanteln, Liegestütz etc.) Was ich dagegen machen dürfe, sei ein dynamisches Krafttraining, also z.B. Schwimmen. Ich gehe jetzt auch regelmäßig Schwimmen und das hat aber eher zu Folge, dass ich wieder deutlich an Gewicht verliere und mich im Prinzip von meinem anfänglichen Trainingsziel, nämlich Aufbau Masse, entferne. Ich bin jetzt wieder bei knapp 70 kg. Mir gehts auch nicht darum, wahnsinnig musulös zu werden, sondern mehr Masse inkl. Muskelmasse aufzubauen. Vielleicht kennt jemand noch andere Trainingsmethoden für ein dynamisches Krafttraining. Was mir dann noch eingefallen ist, ist ein EMS-Training. Ich weiß aber nicht, ob das etwas wäre. Das müsste ich die Ärzte natürlich nochmal fragen. Bei der Elektrostimulation hat man, so wie ich das verstanden habe, ja keine andauernde statische Phase. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir vielleicht Ideen/Tipps/Anregungen etc. bezüglich eines möglichen Trainings geben könntet. Ich bin jetzt natürlich übervorsichtig und gehe für den Muskelaufbau natürlich nur schwimmen.

Viele Grüße

Markus

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?