Die mentale Seite des Tennis wird leider immer noch unterschätzt. Dabei ist sie eminent wichtig für den Erfolg. Das Match Djokovic vs. Seppi hat das gerade wieder eindrucksvoll gezeigt. In einer Zeit, in der Multitasking im Alltag bis zum Excess getrieben wird, ist Konzentration auf eine Aufgabe eine selten geübte Fähigkeit.

Außerdem muss sich der Spieler auf verschiedene innere und Äußere Abläufe konzentrieren und dies optimal steuern. Routine und Matchpraxis erleichtern dies.

Natürlich ist auch die grundsätzliche Mentale Verfassung und Einstellung wichtig.

Es gibt auch Übungen, wie autogenes Training usw.

Schau mal hier rein http://tennisfragen.de/psychotricks-im-tenniswettkampf/ da findest Du u.a. auch einen wertvollen Link bzgl. Autosuggestion, Psychoregulierung usw. Auch in den Beiträgen "Emotionen außer Kontrolle" vom Sportpsychologen Thomas Teubel und "Muss man im Match immer lächeln? " auf meiner Seite wird detailliert auf die Psyche des Tennisspielers eingegangen.

Schließlich kann man auch noch einen Sportpsychologen konsultieren, der individuell helfen kann.

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Deine Bedenken sind grundsätzlich berechtigt. Siehe meinen Beitrag http://tennisfragen.de/schnelligkeit-4/ Allerdings ist es im Einzelfall wirklich schwer, zu entscheiden, wieviel Muskeln gut sind und wann es zuviele werden.

Die deutschen Spitzenspielerinnen habe ja alle ordentlich Muskelaufbau betrieben. Vor allem im Oberschenkelbereich und bzgl. der Gesäßmuskulatur findet man im Spitzentennis sehr ausgeprägte Muskulatur.

Wichtig wäre aber, dass die Technik (schnelle Bewegungen) nicht verloren geht. Dazu sind einige Hinweise in obigem Beitrag enthalten.

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Ich denke mal, der Aufschlag von links (Vorteilseite) nach Außen auf die Rückhand ist einfacher. Deshalb werden auch viele Aufschlagunterweisungen von dieser Seite gezeigt (Fuß kann dann parallel zur Grundlinie ausgerichtet werden, Wurfarm bewegt sich in einer Ebene zur Grundlinie, das funktioniert prima). Die Richtungswechsel bewerkstelligt man dann durch den Ballwurf oder, beim Slice-Aufschlag von rechts nach links außen ins Deuce-Feld, mit einem noch weiter nach Slice hin gedrehten Griff. Durch eigene Versuche und die Analyse von hunderten von Spitzenaufschlägen habe ich eine einfache und fast idiotensichere Aufschlagsform gefunden, die man recht schnell erlernen kann. http://tennisfragen.de/wie-komme-ich-zum-spitzenaufschlag/ Das beginnt bereits mit dem Ballwurf, der durch die Kombination mit Körperbewegung längst einer Führungsstrecke die Angst vor der Einnahme der Trophy-Position nimmt. Die Trophy-Position ist für den restlichen Aufschlag dann schon die halbe Miete.

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Es wird natürlich schwer, die Belastung zu bemessen, wenn Du soviel andere Dinge parallel machst. Auf jeden Fall vermute ich, dass Dein Tennis darunter leiden wird, wenn Du nicht energisch gegensteuerst. Einige Tipps, wie man trotz Krafttrainings die neuromuskulären Schnelligkeitsfähigkeiten und die Präzision der Tennistechnik erhalten kann, findest Du hier http://tennisfragen.de/schnelligkeit-4/

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Am besten suchst Du einen Club, bei dem die Jugend einen Sponsor hat, der Kleidung und Schläger übernimmt. Allerdings musst Du dann auch was bringen. Ich weiß nicht, ob Du schon so weit bist. Vielleichts kannst Du irgendwo einen mittelständischen Unternehmer von Dir überzeugen (z.B. Einzelhandelskaufmann, Elektriker oder ähnlich). Es muss Dir als Jugendlicher nicht peinlich sein, es mal zu versuchen. Sei aber höflich, auch wenn Du eine Absage bekommts. Es wäre auch keine Niederlage für Dich. Mach dann einfach weiter und sprich den nächsten an. Es kann aber sein, dass Deine Eltern das anders sehen. Wäre natürlich schön, wenn Du Ihr Einverständnis hättest.

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Grundsätzlich ist es nicht so wichtig, wer den Ball zuspielt. Zumal die meisten Trainer sich nicht die Mühe machen, den Ball in vorbildlicher Bewegung ins Spiel zu bringen (was das Nachahmungslernen unterstützten würde). Ob der Vater ein guter Coach ist, ist eine andere Frage. Viele Spitzenspieler und -Spielerinnen sind von Eltern oder Verwandten gecoacht worden. Man sollte sich zumindest vorher die modernen Strokes anschauen, z.B. auf meinem Portal www.tenniswissen.de Eine andere Sache ist es, ob man mit einer Ballwurfmaschine das Training abwechslungsreich gestalten kann. Z.B imSinne des differentielles Lernen usw. Der menschliche Zuspieler kann spontaner entscheiden, wann Variation oder wann vorhersagbares Zuspiel günstiger ist. Man kommt immer mehr vom reinen Einschleifen weg und versucht kontrollierte Variation beim Lernenden zu fördern.

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Die modernen Schläge, falls Du sie schon einsetzt, aber auch ein halbwegs professioneller Service, bauen auf der Anfangsbewegung des Becken und des Rumpfes auf. Der große Impuls dieser schweren Masse wird durch Peitscheneffekte bis zum Schläger weitergereicht. Also es werden nicht nur die Geschwindigkeiten des Rumpfes zur Schlägergeschwindigkeit hinzuaddiert. Insofern ist für die moderne Schlagtechnik eine gut entwickelte Bein- und Rumpfmuskulatur sehr wichtig. Zuerst ist dabei die Gesaß- und Oberschenkelmuskulatur zu nennen. Zwischen den Antagonisten muss ein ausgewogenes Verhätlnis bestehen, um Verletzungen vorzubeugen. Zu den modernen Schlägen siehe "Die vier Elemente der Vorhandpeitsche" und "Ohne Splitstep kein modernes Tennis" in www.tenniswissen.de

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Wenn Du nur hin und wieder Tennis spielst, ist diese Frage für Dich eher theoretischer Natur, denn eine eventuell gewünschte Umstellung ist immer mit einer gewissen Spielhäufigkeit verbunden.

Allerdings habe ich auch schon mit einer sehr einfachen Übungsanordnung sehr schnelle Erfolge erzielt, siehe weiter unten.

Die Vorspannung, im Englischen als "Loading" bezeichnet, ist da A und O für die größtmögliche Nutzung Deiner Muskelleistung für die Beschleunigung des Schläger. Das gilt für die Vorhandpeitsche genauso, wie für den Service und die einhändige Topspin-Rückhand. Bei der Beihändigen ist der Effekt auch vorhanden, aber nicht so ausgeprägt.

Diese Vorspannung kann nur Bruchteile von Sekunden aufrechterhalten werden. Deshalb wäre ein Verweilen des Schlägers in der nach hinten ausgeholten "Endstellung" genau das Falsche, obwohl viele Trainer mit ihren Rufen "früher ausholen" genau das erreichen.

Die Vorbereitungsstellung für die moderne Vorhandpeitsche ist hingegen das Verweilen des Schlägers ungefähr parallel zum rechen Ohr, so in etwa 30 bis 40 cm seitlichem Abstand vom Kopf (der Schlägerkopf weist dabei senkrecht in den Himmel, der Knauf senkrecht zu Boden). Wenn der Ball kommt, zügig den Schläger aus dieser Stellung weit hinter die rechte Gesäßhälfte bringen (der Arm ist dabei gestreckt) und nach vorne zum Ball peitschen. Das ist eine Bewegung.

Das Timing dazu lernt man sehr schnell (Selbstorganisation), wenn man dazu genötigt wird. Z.B. wenn ein Spielpartner einem den Ball aus der Hand (aus näherer Entfernung und mit moderater Geschwindigkeit) wirklich erst dann zuspielt, wenn man diese Vorbereitungsstellung eingenommen hat. Am besten so lange die linke Hand mit am Schläger belassen. Wenn man das so macht, wie ich es hier vorschlage, braucht man sich um nichts mehr zu kümmern oder über irgend Etwas nachzudenken. Das Richtige kommt von ganz alleine. Sogar die moderne Griffhaltung, die den Schläger sehr kurz fasst (rechter Winkel zwischen Unterarm und Schlägergriff) stellt sich automatisch ein. Warum das so ist, beschreibe ich in www.tennisanalyse.de "Die vier Elemente der Vorhandpeitsche" Die Seite wird gerade modernisiert und die Beiträge werden gleichzeitig überarbeitet, aber in der noch aktuellen Version sind die wesentlichen Erklärungen enthalten.

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Ich würde mir Puder drauftun, beim Spielen evtl. Talkumpuder. Außerdem kann man die Hände mit Leukoplast abkleben. Evtl, so habe ich das früher immer gemacht, um die Blase herum eine kleine Wulst aus Tempotaschentuch formen (Loch in das mehrfach gefaltete Tuch schneiden) und einen kleinen Pappdeckel drauf. Dann alles schön abkleben, damit nichts verrutscht. Dadurch wird der Druck von der Blase genommen. Dabei geht natürlich das normale Gefühl für den Schläger am Anfang etwas verloren.

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Hallo, Anthei, ich mäkel im Allgemeinen nicht an den Fragestellungen herum. Anderseits ist Deine Frage schon beantwortet (mehr Overgrip umwickeln). Und mich würde doch interessieren, weshalb Du den Griff runder oder oval haben willst. Früher war das durchaus üblich, weil die Spieler nicht oder kaum den Griff im Spiel änderten (Umgreifen). Die Feinjustierung der Griffhaltung konnte dann während der Schläge erfolgen. Heute muss der Griff nach jedem Umgreifen exakt sitzen, weil ja die Schlägerneigung von der Griffhaltung abhängt. Man kann es sich nicht leisten, die Schlägerneigung erst während mehrerer Schläge einzujustieren. Es fällt mir schwer zu glauben, dass eine ovale Form von der Hand gleichermaßen genau gelesen werden kann, wie eine mit Kanten. Für mich wäre das nur dann plausibel, wenn man die Lageinformation z.B. durch Blindenschrift-ähnliche Erhebungen auf dem Griff aufbringt (kleine Teppichnägel einschlagen). Ich empfehle seit langem, das Griffband wegzulassen und nur mit Overgrip zu spielen um die Kanten besser zu spüren( www.tennisanalyse.de, Kybernetik des Tennisschlägers). Deshalb nun meine Frage, weshalb willst Du die Kanten weg haben?

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Benender hat Dir schon mit gutem Tipp zur Vorbereitung geholfen. Der zweite Teil Deiner Frage, die Anpassungsfähigkeit zu verbessern, bleibt noch unbeantwortet. Auch wenn Spitzenspieler sich sehr umfassend auf einen neuen Belag und neue Bälle vorbereiten (die Sorten sind von Turnier zu Turnier unterschiedlich und in höheren Lagen z.B. Bergregionen absolut gewöhnungsbedürftig)so stellt man schon im Freizeitbereich fest, dass die Spieler sich unterschiedlich gut auf derartige Materialkomponenten einstellen können. Das kann am Schlagstil und dem bevorzugten Schnittanteil liegen. Möglicherweise aber kann man auch die Kompetenz, sich umzustellen trainieren (siehe differentielles Lernen Prof. Schöllhorn, näher unter www.tennisanalyse.de). Möglicherweise sollte man unter der Woche mit extrem unterschiedlichen Bällen trainiern. Um nicht mißverstanden zu werden: im Set sollten identische Bälle benutzt werden, weil die Umstellung niemals von einem gespielten Ball zum nächsten erfolgen kann. Aber man kann mal mit leichten oder mit schweren Bällen trainieren. Die Medenspielbälle des letzten Jahres sind nach meinem Empfinden deutlich leichter gewesen, als die von 2011 (TVN, jedesmal Dunlop). Das hat mir Probleme bereitet, weil ich vor den Medenspielen mit den (frisch geöffneten Dosen-) Bällen der Saison 2010 trainierte und jedesmal überrascht war, wie schwer sich dann die aktuellen Turnierbälle auf dem Schläger anfühlten. Aber auch viele Kaufhausbälle habe andere Materialparameter. Das Trainieren mit verschiedenen Bällen in einem Set wird von Sportwissenschaftlern empfohlen, um die Reagibilität zu erhöhen, (die Video-Clips der Sporthochschule auf meinem Homepage, siehe oben).

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Ergänzung: schaut man sich die Aufschläge der Spitzenspieler von Links und Rechts an, stellt man fest, dass deren "Aufstellung" (Richtung zum Netz) beileibe nicht so unterschiedlich ist, wie es aus der Geometrie des Platzes zu erwarten wäre. Daraus schließe ich, dass die Aufschläge auch bei Spitzenspielern von Links und Rechts strukturell, also vom Bewegungsbild her unterschiedlich sind.

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Ich versuche seit einigen Wochen selbst meine Aufschläge umzustellen, Vorbilder sind Raonic, Berdych, Djokovic, Cilic. Die findet man als slow-motion alle im Netz. Dabei habe ich ebenfalls festgestellt, dass mir der Aufschlag von Rechts viel schwerer fällt, als der von Links (meine Aufschläge sind automatisch immer mit Schnitt). Ich denke, es hat mit der Orientierung im Raum zu tun: da ich gegenüber früher eher mit dem Rücken zum Netz orientiert bin und den Ball eher rechts neben den Kopf werfe, kann ich mich an die neuen Positionen, auch wenn ich das mache, was ich vorhabe, nicht gut gewöhnen. Es kommt mir ungewohnt und falsch vor und ich fange den Ball dann wieder auf, obwohl der Abbruch unnötig wäre. Beim Aufschlag von Links habe ich das Problem fast überhaupt nicht. Ich versuche beim Aufschlag von rechts nun bewusster den rechten Netzfosten anzuvisieren. Das hilft zumindest für den Ballwurf (weiter rechts). Beim Aufschlag von Links macht man das sowieso. Ich trainiere schon seit 8 Wochen mindestens 800 Aufschläge pro Woche aus dem Eimer. Es wird immer besser und erst einmal klappte es gleich bei den ersten Versuchen. Ansonsten brauche ich 20 Bälle, bis ich die richtige Orientierung gefunden bzw. mich daran gewöhnt habe. Dabei habe ich folgende Optimierungsziele: Schläger senkt sich weit unter die Pobacke; zumindest rechtes Knie so gebeugt, dass der Peitscheneffekt hier kraftvoll seinen Anfang nimmt; Loading für volle Pronation des Unterames in rechtem Schulterbereich spürbar. Siehe auch "Roddick 150 mph Serve Analysis" im Netz. Zur Pronation beim Aufschlag siehe www.tennisanalyse.de Ein neuer Beitrag wäre allerdings längst fällig.

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Ich spiele auch mit Sonnenbrille, weil sie mir als Kontaktlinsenträger einen Teil der Reflexionen wegfängt. Es ist eine uralte M-Frame von Oakley, die sich rahmenlos derart an das Gesicht anschmiegt, dass man bei allen Kopfbewegungen niemals Seitenlicht, an der Brille vorbei, ins Auge bekommt.

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Das hängt auch von der Saite sowie von der Grundkonfiguration ab. Eine profilierte Saite (mit eckigem Querschnitt) spielt sich nach ein bis zwei Wochen glatt: der Extragrip ist dann weg. Die Elastizität einer Saite nimmt in den ersten 10 Tagen rapide ab. Gleichzeitig verlängert sich aber das Saitenmaterial, so dass die Bespannhärte nachträglich abnimmt. Im günstigsten Fall bleiben die Spieleigenschaften durch diese Kompensation der beiden entgegengerichteten Effekte halbwegs ähnlich. (siehe hierzu www.tennisanalyse.de was bringt der DT-Wert?). Deshalb gibt es im Freizeitbereich gute Spieler, die ewig mit ihre alten Schätzchen spielen und diese routiniert beherrschen. Ein frisch bespannter Schläger verändert seine Spieleigenschaften in den ersten Tagen dagegen recht dramatisch. Durch Vorrecken beim Bespannvorgang kann dieser Effekt reduziert werden. Allerdings wird die ursprünglich gegebene Elastizität des Saitenmaterials dadurch von vornherein etwas reduziert.

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Hallo, flossibaer, von mister hast Du ja reichlich Lesestoff bekommen. Ganz zufrieden scheinst Du aber nicht zu sein mit den Antworten. Auch ich kann die Frage so konkret nicht beantworten, zumal ich aus gutem Grund schon lange nicht mehr ständig neue Saiten ausprobiere, also auch nicht die von Dir ins Gespräch gebrachten.

Nun erst mal zu den Saitentests. Denke mal zum Vergleich an einen einfachen Test von Autoreifen: die werden im Vergleich an verschiedenen Autos getestet. Bei bestimmten Temperaturen, auf trockenen und nassen Straßen, bei Eis und Schnee. Alles recht simpel. Was da gemessen wird, könnte man auch bei den Konstrukteuren abfragen, weil die Eigenschaften weitgehend vorher als Kompromisslösungen "eingebaut" wurden.

Jetzt ein Saitentest: einige Saitenparameter sind ebenfalls im Hinblick auf das Spielverhalten festgelegt. Steifigkeit des Materials, Oberfläche (Grip), Haltbarkeit in Bezug auf Oberfläche und Elastizitätswerte.

nicht kontrollierte Faktoren

  • Jetzt lesen wir aber, dass Djokovic und Federer Darmsaiten und Polyestersaiten mischen. Ja, wo finden wir das im Test?

  • Außerdem bestimmen auch die Temperaturunterschiede die Elastizitätswerte (stelle ich selbst immer wieder fest).

  • Meine profilierten Saiten reagieren auch sehr unterschiedlich auf die Ballsorte, sogar bei Medenspielen innerhalb eines Matches, wenn die Profilsaiten ordentlich am Filz gearbeitet haben.
  • Der DT-Wert hat gerade bei unterschiedlichen Saiten nur eine sehr begrenzte Aussagekraft, weil er nicht zwischen weichen Saiten hart bespannt und harten Saiten weich bespannt unterscheiden kann. www.tennisanalyse.de
  • Außerdem müsste ich das Spielverhalten in mehreren Phasen des Lebensalters der Saite bestimmen und vergleichen. Es sieht für mich so aus, als wenn das nicht konsequent geschehen ist, denn es könnte ja sein, dass Saite A in Phase II besser ist als Saite B in Phase I. Und ich richte es mir dann später so ein, dass ich Saite A immer nur in Phase II einsetze (machte man ja mit dem Vorrecken so).

Sicherlich haben die Saitentester, davon will ich mal ausgehen, sich alle Mühe gegeben. Aber für eine wissenschaftliche Studie hätten zuvor Hypothesen formuliert werden sollen, die dann zu verifizieren oder falsifizieren wären:

  • Denn wieso soll die Treffgenauigkeit vom Saitenmaterial abhängig sein?
  • Ist die innere Dämpfung einer Saite wirklich für den Ballflug oder den Komfort des Schlägers wichtig, oder vielleicht nicht vielmehr durch die Gleichmäßigkeit des Bespannvorganges beeinflusst (habe das selbst, bei identischer Saite immer wieder festgestellt).

Anderfalls versuche ich nämlich etwas zu messen, was überhaupt nicht auftreten kann (das heißt, ich erhalte "Ergebnisse", die von vornherein unsinnig sind.)

Nach meinen Erfahrungen sind Saiten mit dreieckigem Querschnitt am bissigsten. Das sind dann aber Ballfresser und Bälle kosten auch Geld. Ein Freund hat sich wieder die Pyramid von Iso-Speed besorgt, die hält "ewig" und harmoniert mit seinem alten Headschläger mit Chip ideal. Ich selbst habe mir eine Rolle der Hexagonalsaite von topspin-tennis gekauft. Die sollte man dann alle 10 Tage neu aufziehen. Wie ich schon mal sagte, mit schlappen 14 KG. Bei hohen Außentemperaturen 2 Kilo mehr. Gerne ausprobieren, würde ich mal die RPM Blast von Babolat (Nadal), die wohl mit einem Silicon-Überzug geliefert wird. Möglicherweise gibt das eine stumpfere Oberfläche und noch mehr Spin. Ist aber nur eine Vermutung

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Ich habe mich mit dieser Frage schon öfter mal beschäftigt. Es gibt Methoden der Autosuggestion, die vielleicht helfen. Heute denke ich aber, dass das letzten Endes nichts nützt. Gesunden Ehrgeiz setzte ich mal voraus, sonst hättest Du ja die Frage nicht gestellt. Ansonsten akzeptieren, dass man nicht immer gewinne kann. Also den Gegner respektieren. Damit rechnen, dass er während des Matches sein Spiel umstellt und selbst, soweit man das kann taktisch denken und spielen. Vor einigen Monaten hat Nadal in einem Interview zugegeben, dass alle mentalen Tricks nicht helfen, sondern nur wirkliche Erfolge das Selbstbewusstsein aufbauen. Da muss man manchmal mit sich selbst Geduld haben und seine "Hausaufgaben" engagiert machen. Siehe www.tennisanalyse.de So leicht lässt sich das Unterbewusstsein, wenn überhaupt, nicht übertölpeln. Wenn Hypnose oder andere Techniken generell helfen würden, hätte jeder Spitzenspieler einen solchen "Medizinmann" an seiner Seite. Ansonsten, siehe oben. Das Nachdenken über den eigenen Gemütszustand sollte möglichst nicht noch gefördert werden. Dazu dürfte man, wenn es hart auf hart kommt, kaum noch Ressourcen übrig haben.

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