Slice Aufschlag und Pronation

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Beim Sliceaufschlag triffst du als Rechtshänder den Ball auf der rechten Seite des Körpers und "wickelst" ihn mit annähernd senkrechten Schläger mit einer Pronationsbewegung (Handgelenks, und Unterarmdrehung gegen den Uhrzeigersinn) ein. Diese Pronationsbewegung "läuft" nach dem Treffpunkt in einer weichen Ausschwungbewegung aus. Im Gegensatz zum Sliceaufschlag geschihet dies beim Kickaufschlag auf der etwa linken Seite des Körpers und dies mit einem annähernd waagrechten Schläger (sozusagen als "Topspinschlag" über dem Kopf).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo Kuerten295...du greifst mit deiner Frage in ein schwieriges Thema ein und Freund Hollo43 hat dir perfekt geantwortet...ganz toll (...ein Lob von dir wäre angebracht...) Aber mit so einer Fragestellung solltest du dich ein wenig outen ( Spielstärke Klasse Einschätzung der eigenen Möglichkeiten technische Änderungen umzusetzen) Bei denletztjährigen BMW Open in München hab ich mir die Profis angeschaut (als Trainer) .mit Schwerpunkt Aufschlag .....einer zieht den Schläger beim Service links am Körper vorbei...der andere rechts...bei 180 kmh waren keine Vorteile zu erkennen ... finde für dich das bestmögliche...Grüße Nastase

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kuerten295 08.04.2013, 13:07

Hallo Nastase, Ich spiele Herren 55 an 1 in einer Gurkenliga, aber auch dort sind an 1 immer gute Leute zu finden. Technische Möglichkeiten hat man immer. Mit Deiner Antwort konnte ich was anfangen, mit der Antwort von Hollo, obwohl seine Kompetenz eindeutig gegeben ist, ausnahmsweise etwas weniger. Im 2. Absatz ist 2x von Pronation die Rede, was nicht ganz zusammenpasst.

0

Hallo, Kuerten, das ist wirklich eine gute, weil schwierige Frage. Ich habe mich ebenfalls intensiv mit der Pronation im Aufschlag auseinandergesetzt und stelle gerade den eigenen Aufschlag in Richtung Sam Groth, den Aufschlagrekordhalter, um.

Eigentlich ist es ja so, dass die Pronation eher den reinen Schlag verstärkt und dabei die Schlagrichtung von der Tendenz her nach links richtet, während die Pronation den Schläger nach rechts unten ausschwingen lässt (in der ersten Phase des Ausschwungs). Jeff Salzenstein nennt das die "Dirty Diaper" - Stellung, weil man so eine stinkende Babywindel halten würde.

Den Slice-Effekt bekommt man bei ausgeprägter Pronation wohl eher durch eine extreme Griffhaltung hin, indem der Schläger in der Hand etwas im Uhrzeigersinn gedreht wurde, also noch weiter weg vom Vorhand zum Volleygriff und etwas darüber hinaus.

Durch Variation des Treffpunktes kann man den Topspin-Anteil erhöhen, indem man weiter links (also zur Körperlängstachse) versetzt trifft. Weiter rechts kommt ein Schlag mit weniger Spin heraus.

Die früheren Anweisungen, den Slice durch einen Treffpunkt weiter rechts zu erzeugen, funktionieren nach meiner Einschätzung nicht bei einem pronationsintensiven Aufschlag, bei dem der Schägerkopf aus einer Position von der rechten Körperseite kommt.

Das werde ich aber in den nächsten Tage, wenn die Freiluftsaison endlich beginnt noch mal genauer analysieren.

Auf meiner Website habe ich eine Menge zum Aufschlag zusammengetragen, insbesondere, im Selbstversuch, wie man durch ständige Videokontrolle recht wirkungsvoll die eigenen Bewegungen umstellen kann. http://tennisfragen.de/aufschlagtraining-zu-hause/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich greife noch mal die Diskussion auf. Schaut Euch mal den kommentierten Slice Aufschlag von Serena Williams an:

Es heißt dort ausdrücklich, dass keine Pronation stattfindet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?