Tennisaufschlag, Schleife hinter dem Rücken

3 Antworten

Dass du den Ball nicht hoch genug wirfst, kann ein möglicher Grund sein. Dazu müsste man deinen konkreten Bewegungsablauf aber sehen. Allerdings geht es nicht darum den Ball beim Aufschlag hoch zu werfen, sondern man muss ihn möglichst hoch treffen! Wenn du schon weißt, dass du den Schläger hinter dem Rücken nicht weit genug nach unten bringst, dann ist das ja schon ein große Erkenntnis. Dann würde ich es auf jeden Fall mit entsprechenden Dehnungsübungen des Trizeps probieren. Allerdings geht das nicht von heut auf morgen. Ein guter Trick für einen natürlichen Bewgungsablauf des Aufschlages ist es, einen Schuh an den Enden der offenen Schuhbänder zu nehmen, und die Aufschlagbewegung zu simulieren. (Die Schuhbänder sollten in etwa so lang sein wie ein Tennisschläger, zur Not ziehst du die Bänder aus den oberen Ösen raus). Schwingt man nun den Schuh in Form de Aufschlagbewegung des Schlägers gibt die "Physik" den natürlichen und schwungvollsten Weg des Schlägers vor, und wenn man es nicht schafft den Schuh in einer technisch sauberen Schleife zu schwingen, dann ist die Schlagbewegung fehlerhaft. Man muss es also schaffen, dass der SChuh wirklich immer an den langen und gespannten Schuhbändern rund schwingt. Aber Achtung: Man muss den Schwung erst mal langsam machen, damit man sich nicht selbst den Schuh irgendwo hinhaut ... ;-)

@Nastase

Man bekommt den Ball auch mit Power ins Feld... @Bertrand

Du Brauchst auch Spannung in den Beinen, meint dein Trainer das oder glaubst du das ?? Wenn nicht frag den doch einfach mal :D

Hallo Bertrand...eine gute Antwort hast du schon bekommen (das Thema hab ich schon beantwortet siehe Nastase v. 6.12.2010) Vielleicht meldet sich Hollo43. Denk daran "POWER" ist nicht alles denn der Ball muß vor der T-Linie einschlagen. Grüße Nastase

Hallo, Bertrand, wie Prince schon sagt, ist es ohne es gesehen zu haben schwer zu sagen, wo die Probleme liegen. Ich sage es bewusst in der Mehrzahl, weil meistens Fehler sich gegenseitig bedingen. Ich bin selbst gerade dabei, meinen Aufschlag zu "renovieren" und werde auch auf meiner Website www.tennisanalyse.de hierzu einen eigenen Beitrag fertigen. Ich schlage Dir vor, als erstes zu prüfen, ob Du die Pronation des Unterarmes richtig einsetzt. D.h., der Schlägerkopf muss kurz vor dem "eigentlichen" Schlag, also der Streckung des Ellbogengelenks, rechts seitlich hinter dem Rücken rausfedern. Das kann man gut trocken üben und beim Schmetterball gleich einsetzen. Wie kann man sich zwingen das auch beim Service zu machen? Indem man in der Ausgangsposition extrem mit dem Rücken zum Netz zeigt. Nur mit der Pronation kann man es dann erreichen, dass der Ball ins linke Aufschlagfeld kommt und nicht ins rechte (Rechtshänder, bei Aufschlag von links, Deuce, und normaler Rückhandgriff). Eine weitere "Hilfsvorstellung": versuche mal zu erreichen, dass der Schlägerkopf bei der Ausholbewegung erst mal in Richtung des zu treffenden Aufschlagfeldes geschwungen wird. Sehr gut sieht man das bei Milos Raonic. Der Schlägerkopf reicht dann bis an den unteren Hosenrand!) Übrigens, wenn der Schlägerkopf so weit herunterkommen soll, muss der Oberarm in dem Moment fast an den Körper angewinkelt sein. Wenn man den Obererarm beim Ballhochwurf mit nach oben geführt hat (wie es häufig gelehrt wird), muss man ihn halt wieder nach unten zwingen. Extrembeispiel hierfür ist der Service von Nicole Vaidisova. Sie führt den Schlägerarm steil nach oben und erreicht durch das extreme Herunterziehen eine hohe Energieeinspeisung in die Schleife. Die Beispiele findest Du alle im Netz (Slow-Motion, Tennis). Wenn der Ballwurf zu niedrig ist, ist eine so ausgeprägte Schleife hinter dem Rücken kaum zu schaffen. Aber für die Pronationsbewegung, wie oben beschrieben, reicht es. Zu hoch zu werfen ist aber auch nicht die Lösung, es sei denn, Du verzögerst den Beginn des "Loadings", denn die Elastizität der beteiligten Körpergruppen kann die Energie nur sehr kurze Zeit speichern, sie verpufft dann wirkungslos.

Danke schon einmal für eure Tipps. Ist es nicht auch besser für den Rhythmus, beide Arme erst einmal steil nach oben zu führen, als nur den Wurfarm nach oben und mit dem Schlagarm gleich in die Schleife zu gehen?

Du kannst den Aufschlag methodisch in zwei Teile zerlegen. Versuch doch einfach mal einen ganz normalen Schlagballwurf mit einem Tennisball mit dem Schlagarm. Genau diese Bewegung brauchst du auch als Schlagbewegung. Noch besser ist es, einen Stock (möglichst genau so lang und schwer wie ein tennisschläger) oder noch besser einen alten Tennisschläger auf einer Wiese so weit wie möglich wegzuwerfen. Damit kannst du die Ausschlagbewegung isoliert trainieren.

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