Welche Muskeln werden bei welchem Schwimmstil beansprucht?

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Die Unterschiede der Schwimmstile in der muskulären Beanspruchung ist beim Armzug nicht so gewaltig. Der Latissimus spielt als Retraktor und Innenrotator des Armes eine zentrale Rolle mit Unterstützung des Pektoralis im Anfangsteil des Zuges. Die Unterschiede betreffen eher die Richtung des Zuges in Bezug zum Rumpf und das Ausmaß bzw. die Amplitude und – natürlich – der wechselseitige Einsatz beim Kraulschwimmen. Größere Unterschiede sind dagegen bei der Rumpf- und Beinarbeit zu finden, wo beim Brustschwimmen den Adduktoren, beim Kraulschwimmen den Hüftbeugern und Hüftstreckern und beim Delphin der Rumpfmuskulatur eine größere Bedeutung zukommt.

Beim Kraulen werden vor allem die Rücken-, Bauch- und Gesäßmuskeln beansprucht, aber auch die Arme und Beine werden natürlich mittrainiert. Beim Rückenschwimmen sieht es logischer Weise ganz ähnlich aus, wobei der Nacken und die Muskulatur der Wirbelsäule entlastet wird, da der Kopf ja quasi auf dem Wasser liegt. Delphin ist sehr anstrengend und dass schon nach einer Bahn die Arme und Schultern zu brennen beginnen, zeigt deutlich, dass diese Partien am meisten beansprucht werden. Der Beinschlag trainiert natürlich auch die gesamte Beinmuskulatur, wobei der Oberschenkel mehr beansprucht wird als die Wade. Für den Rücken und die Beweglichkeit der Wirbelsäule ist der Schwimmstil Delphin, auch wenn es sich manchmal gar nicht so anfühlt, sehr gut.

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