Schulter-Impingement: glaubt ihr, dass diese behandlungsform etwas bringt um diese verengung beim impingement syndrom zu vergrößern?

4 Antworten

Deine Idee mit den Hanteln ist nicht schlecht, dadurch wird zumindest zeitweilig der Spalt zwischen Schulterdach und Oberarmkopf geöffnet – aber nur dann, wenn sich dabei der Deltamuskel passiv verhält. Sinnvoller ist es, die passive Spannung derjenigen Muskeln zu erhöhen, die auch im unbelasteten Zustand (also ständig) den Gelenkspalt erweitern. Das sind a) der absteigende Teil des Kapuzenmuskels, der das Schulterdach nach oben hebt (s. Bild 1), und b) der Latissimus, der den Oberarm nach unten zieht. Die passive Spannung dieser Muskeln steigerst du durch ein Hypertrophietraining dieser Muskeln.

Alle Muskeln, die vom Schulterblatt (und Schlüsselbein) zum Oberarm ziehen, haben die Tendenz, den Abstand zwischen Schulterdach und Oberarmkopf zu verkleinern. Zu diesen Muskeln gehören vor allem der Deltamuskel, aber leider auch die Muskeln der Rotatorenmanschette. Werden diese durch ein Krafttraining hypertrophiert, ergibt sich eher eine negative Auswirkung auf den Gelenkspalt.

Übungen zum Training a): Im aufrechten Stand Schwere Kurzhanteln in den Händen der entspannt hängenden Arme halten und die Schultern Richtung Ohren heben. Das gleiche mit einem Theraband wie in Bild 2.

Übungen zu Training b): Klimmzüge oder Übungen mit Theraband wie in Bild 2.

Bild 1 - (Schulter, Impingement) Bild 2 - (Schulter, Impingement)

danke! :)würdest du die rhomboiden und die außenrotatoren nicht trainieren? übungen für die außenrotatoren finde ich als erstes wenn ich nach impingement syndrom google :)

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@godeluxe

Sicher kann es nicht schaden, die Rhomboiden zu trainieren. Aber sie haben biomechanisch gesehen keinen Einfluss auf den Abstand zwischen Schulterdach und Oberarmknochen.

Die Außenrotatoren des Oberarms sind: der M. infraspinatus und der M. teres minor, die beide zur Rotatorenmanschette gehören, sowie der M. deltoideus pars spinalis. Die ersten beiden mögen zwar – neben der außenrotierenden Wirkung - einen gewissen Abwärtszug auf den Oberarmkopf ausüben, aber man kann sie nicht isoliert trainieren. Statt dessen beansprucht man bei außenrotierenden Übungen zwangsläufig stets auch den Deltamuskel (insbesondere den M. deltoideus pars spinalis). Dies ist im Hinblick auf ein Impingementsyndrom doppelt kontraproduktiv, weil einerseits der Deltamuskel den Oberarmkopf gegenüber dem Schulterdach anhebt und andererseits diese Wirkung aufgrund seines enormen Muskelkraftmomentes von der geringen Kraft der Außenrotatoren keinesfalls kompensiert werden kann. Man würde also den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

Statt dessen sollte man bei einem Impingement den Deltamuskel so gering wie möglich beanspruchen.

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@godeluxe

eine letzte frage hätte ich noch an dich bitte: denkst du, dass ein dehnen des deltoideus den spalt vergrößern würde? danke im voraus!

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@godeluxe

Nein, auf keinen Fall! Das liegt einerseits daran, dass man den Deltoideus kaum in eine wesentlich gedehntere Position bringen kann, als er bei herabhängendem Arm ohnehin einnimmt, und vor allem daran, dass ein Dehnen nachgewiesenermaßen die passive Spannung (Ruhespannung) des Muskels nicht herabsetzen kann.

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Du musst vor allem auch den Biceps am Arm auf Spannung bringen und den Deltamuskel entlasten.

Dehnübungen bringen da nix, die Muskulatur, die den Oberarmkopf nacht unten zieht, muss trainiert werden.

Das bringt aber auch nur bedingt was und ich glaub auch nicht, dass das vom Gitarre- oder Tennisspielen kommt. Die Verengung im Gelenkspalt ist meistens angeboren bzw. entwickelt sich aufgrund bestimmter Dinge, die aber mit Muskelkraft nix zu tun haben.

Aber wenn Du die besagten Muskeln 2-3 x / Woche kräftigst, ziehen diese etwas am Gelenkkopf, vielleicht reicht das schon.

Ansonsten Operation....

Hey 

 godeluxe
Kannst du mal Berichten wie dein Verlauf bis jetzt war ? .. Hat sich was verbessert/ verschlechter ? .. Welche Übungen haben angeschlagen ? (bitte genau erläutern :) )  .. 

Gab es Komplikationen ? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen ! 

Vg 

Freeletics: wie hoch ist die Verletzungsgefahr bei Vorbelastungen z.bin der Schulter (keine Diagnose erwartet sondern Einschätzungen und Erfahrungen erbeten)?

Hi Sportfreunden. Ich habe/hatte ein Impingement in der linken Schulter, das ich mittlerweile gut im Griff habe, indem ich die Rotatoren gezielt trainiere und andere Übungen im Sportstudio mache für die Schultern. Klaissisches Bankdrücken wird z.B. durch Schrägbankdrücken im Untergriff ersetzt, Klimmzüge werden sehr weit zurückgelehnt gemacht, Überkopfübungen großteils weggelassen. Ausserdem ist eine leichte Arthrose im Schultergelenk aufgrund einer Opteration von vor 15 Jahren diagnsotiziert worden, die mich aber derzeit kaum bis gar nicht im Training einschränkt.

Ich interessiere mich nun für Freeletics. Ist das eine gute oder schlechte Idee, wenn man Trainer hinzuzieht, die sich die richtige Ausführung genau ansehen? Ich habe Angst mir - wie damals im Sportstudio - ein paar Monate das Training zu verbauen, weil mich der Ehrgeiz packt und ich nicht richtig auf meinen Körper höre (seufz).

Ich trainiere ungefähr seit 4 Jahren so vor mich hin mit mäßigen Ergebnissen und möchte endlich mal Ergebnisse sehen - HIT, 5x5 Systeme etc. schon ausprobiert. Ernährung ist auch okay.

Ich erwarte hier keine Ferndiagnose, aber: Gibt es Erahrungswerte bzgl. der "Vorfitness" bzw. Unverletztheit und Freeletics? Habt ihr eigene Erfahrung gemacht? Und was haltet ihr von dem Trainingssystem (in der Ausführung: Gemainsam mit Trainer) als solches & wie verletzungsgefährlich ist das?

Herzlichsten Dank für die Einschätzung!!!

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