Schulter-Impingement: glaubt ihr, dass diese behandlungsform etwas bringt um diese verengung beim impingement syndrom zu vergrößern?

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4 Antworten

Deine Idee mit den Hanteln ist nicht schlecht, dadurch wird zumindest zeitweilig der Spalt zwischen Schulterdach und Oberarmkopf geöffnet – aber nur dann, wenn sich dabei der Deltamuskel passiv verhält. Sinnvoller ist es, die passive Spannung derjenigen Muskeln zu erhöhen, die auch im unbelasteten Zustand (also ständig) den Gelenkspalt erweitern. Das sind a) der absteigende Teil des Kapuzenmuskels, der das Schulterdach nach oben hebt (s. Bild 1), und b) der Latissimus, der den Oberarm nach unten zieht. Die passive Spannung dieser Muskeln steigerst du durch ein Hypertrophietraining dieser Muskeln.

Alle Muskeln, die vom Schulterblatt (und Schlüsselbein) zum Oberarm ziehen, haben die Tendenz, den Abstand zwischen Schulterdach und Oberarmkopf zu verkleinern. Zu diesen Muskeln gehören vor allem der Deltamuskel, aber leider auch die Muskeln der Rotatorenmanschette. Werden diese durch ein Krafttraining hypertrophiert, ergibt sich eher eine negative Auswirkung auf den Gelenkspalt.

Übungen zum Training a): Im aufrechten Stand Schwere Kurzhanteln in den Händen der entspannt hängenden Arme halten und die Schultern Richtung Ohren heben. Das gleiche mit einem Theraband wie in Bild 2.

Übungen zu Training b): Klimmzüge oder Übungen mit Theraband wie in Bild 2.

Bild 1 - (Schulter, Impingement) Bild 2 - (Schulter, Impingement)
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Kommentar von godeluxe
13.08.2015, 10:48

danke! :)würdest du die rhomboiden und die außenrotatoren nicht trainieren? übungen für die außenrotatoren finde ich als erstes wenn ich nach impingement syndrom google :)

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Hi,

nein auf keinen Fall! Übungen, die die Schulter nach unten ziehen, sind völlig falsch - die Schultern müssen nach oben trainiert werden.

Bei einem Impingement-Syndrom im Schulterbereich liegt eine Funktionsstörung im Bereich der Kapsel/Sehne (Supraspinatus-Sehne)vor. Ein Indiz für diese Erkrankung ist z.B., dass man den Arm kaum noch schulterhoch heben kann.

Wichtig ist für Dich, dass Du Deine Rhomboiden nebst Rotatorenmanschette trainierst.Die Rhomboiden (Schulterblattmuskulatur) kräftigst Du z.B. durch explosiv ausgeführte Liegestütze. Falls noch nicht genügend Kraft vorhanden ist, kannst Du die Liegestütze auch als Knieliegestütz ausführen. Weitere Kräftigungsübungen sind: Schulterheben (Shrugs) und Klimmzüge. Aber keine Übungen, die die Schulter nach unten ziehen! Der "Spalt" soll sich ja schließlich vergrößern.

Eine weitere gute Übung ist, dass Du ein Theraband um ein Tischbein schlingst, beide Enden mit den Händen fasst und bei stabilem Stand (leicht in die Knie gehen) und angewinkelten Armen (90°-Winkel) das Band zur Seite - möglichst schulterhoch oder darüber hinaus - ziehst. Achte darauf, aus der Schulter heraus zu arbeiten und nicht einfach nur mit den Armen zu ziehen.

Die Rotatorenmanschette ist bei vielen Menschen zu schwach ausgebildet, weil sie selten trainiert wird. Nimm dazu wieder ein Theraband, fasse es mit beiden Händen schulterbreit. Oberarme sind direkt am Körper (und da bleiben sie auch!), im Ellbogenbereich ist wieder der 90°-Winkel, und nun führst Du die Unterarme auseinander (Ellbogen bleiben am Körper!) = Außenrotation. Die Innenrotation funktioniert ähnlich, am besten befestigst Du dazu das Theraband an einem Türgriff o.ä. und arbeitest abwechselnd mit den Armen.

Alle Übungen mit einem Theraband werden mit einer langsamen, fließenden Bewegung ausgeführt!

Gute Besserung! Blue

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Kommentar von godeluxe
12.08.2015, 20:09

hallo deepblue!

erstmals danke für deine antwort :) ist es nicht so, dass die supraspinatussehne oberhalb des oberarmknochens verläuft? das dachte ich mir zumindest und somit habe ich auch gedacht, dass sich den spalt vergrößere wenn ich den oberarmknochen nach unten ziehe damit die supraspinatussehne folglich nicht mehr eingeklemmt wird...bitte korrigier mich wenn ich das falsch aufgefasst habe. :)

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Du musst vor allem auch den Biceps am Arm auf Spannung bringen und den Deltamuskel entlasten.

Dehnübungen bringen da nix, die Muskulatur, die den Oberarmkopf nacht unten zieht, muss trainiert werden.

Das bringt aber auch nur bedingt was und ich glaub auch nicht, dass das vom Gitarre- oder Tennisspielen kommt. Die Verengung im Gelenkspalt ist meistens angeboren bzw. entwickelt sich aufgrund bestimmter Dinge, die aber mit Muskelkraft nix zu tun haben.

Aber wenn Du die besagten Muskeln 2-3 x / Woche kräftigst, ziehen diese etwas am Gelenkkopf, vielleicht reicht das schon.

Ansonsten Operation....

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Hey 

 godeluxe
Kannst du mal Berichten wie dein Verlauf bis jetzt war ? .. Hat sich was verbessert/ verschlechter ? .. Welche Übungen haben angeschlagen ? (bitte genau erläutern :) )  .. 

Gab es Komplikationen ? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen ! 

Vg 

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