Lässt ihr euch beim Klettern von Fremden sichern?

3 Antworten

Richtig. Findet man keinen Kletterpartner, ist Bouldern die einzige Alternative. So halte ich es jedenfalls. Beim Bouldern hast du einen super Trainingseffekt, kannst deine Technik verbessern und bist auf keine Hilfe angewiesen. Sichern dürfen mich nur Freunde und - sofern ein Vertrauensverhältnis da ist - Freunde von Freundin. Niemals würde ich mein Leben einem absolut Fremden in die Hände geben. Ein Grundmaß an Vertrauen und auch technischer Expertise sollte auf alle fälle vorhanden sein.

Hallo junkies, Du hast Dir Deine Frage gleich selbst beantwortet. Es ist, wie vernutlich nicht nur ich finde, besonders wichtig ein Vertrauensverhältnis zu seinem Seilpartner zu haben. Es würde mir sehr schwer fallen einem "Wildfremden" mein Leben anzuvertrauen. In solch einem Fall würde ich vermutlich lieber Topropen und die Sicherung einer Steigklemme überlassen.(Das wird aber niemals vorkommen, da ich gelernt habe, dass man nie alleine Klettern gehen soll !!!) Wenn sich kein Partner findet fällt die Übung (leider) aus.

Hallo,

ich finde Gefahrenbewußtsein, Vertrauen und Kritikfähigkeit beim Klettern sehr wichtig und "wähle" meine Klettterpartner auch danach aus bzw. lass mich wirklich nicht von jedem sichern. Wir haben bei uns im Kletter/Freundeskreis ein ganz gutes "Team-Klima" erreicht in dem wir jederzeit offen über tatsächlich gemachte oder auch mögliche Fehler sprechen können. Ich weiß, dass ich mit meinen Kletterpartnern jederzeit über den kleinsten Fehler sprechen kann oder dass wir uns auch gemeinsam fragen können ob etwas beobachtetes theoretisch gefährlich sein könnte. Das Wissen, dass alle gewillt sind Fehler einzusehen und auch zu vermeiden, schafft nochmal sehr viel Vertrauen. Auch wird man hierdurch beispielsweise beim Sichern besser, weil man dinge aktiv diskutiert und aktiv lernt.

Wenn ich mich von jemand neuem sichern lasse, dann will ich ihn schon vorher mal sichern gesehen haben. Wenn mir ein anderer Kletterpartner dem ich vertraue sagt, dass die neue Person wirklich gut sichern kann, dann kann ich ihr auch direkt Vertrauen entgegen bringen. Wenn man kein Vertrauen in die Sicherungstechnik seines Partners hat, dann bringts aus meiner Sicht nichts in die Route einzusteigen, weil man nichts leisten wird und sich ständig komisch fühlen wird.

Ich bin ganz klar für eine "offene Rückmeldekultur". Jeder Kletterer sollte doch min. jeden wirklich wichtigen bzw. gefährlichen Fehler "melden". Dies ist für beide Beteiligten nicht immer leicht aber aus meiner persönlichen Erfahrung nehmen die meisten Menschen die Hinweise sehr positiv auf, bedanken sich ernsthaft und man kommt meist nochmal nett ins Gespräch. Da gibts auch einige negative Geschichten aber im Mittel sollte man sich wirklich trauen und es "passiert" nix schlimmes

Wenn ich mit meinem Kletterpartner über Fehler spreche und er diese nicht einsieht, dann besteht kein Vertrauen mehr (ich wäre mir beim Klettern ständig unsicher) und ich Klettere tatsächlich nicht mehr mit ihm. Wirklich seehr unangenehme Situation, aber je nach Fehler/Verhalten/Bewußtsein einfach für mich persönlich erforderlich. Wenn er den Fehler aber einsieht dann Vertraue ich ihm weiter, selbst wenn der Fehler grob bzw. sehr gefährlich war, weil ich weiß, dass er wirklich aktiv an sich arbeiten wird.

Ach ja und man sollte auch die Bedürfnisse des anderen Respektieren und darauf eingehen.

Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung und hier gibts schon sehr unterschiedliche und aus meiner sicht sehr lockere Einstellungen zu. Allerdings "gehts um unser Leben".

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