Hallo,

ich finde Gefahrenbewußtsein, Vertrauen und Kritikfähigkeit beim Klettern sehr wichtig und "wähle" meine Klettterpartner auch danach aus bzw. lass mich wirklich nicht von jedem sichern. Wir haben bei uns im Kletter/Freundeskreis ein ganz gutes "Team-Klima" erreicht in dem wir jederzeit offen über tatsächlich gemachte oder auch mögliche Fehler sprechen können. Ich weiß, dass ich mit meinen Kletterpartnern jederzeit über den kleinsten Fehler sprechen kann oder dass wir uns auch gemeinsam fragen können ob etwas beobachtetes theoretisch gefährlich sein könnte. Das Wissen, dass alle gewillt sind Fehler einzusehen und auch zu vermeiden, schafft nochmal sehr viel Vertrauen. Auch wird man hierdurch beispielsweise beim Sichern besser, weil man dinge aktiv diskutiert und aktiv lernt.

Wenn ich mich von jemand neuem sichern lasse, dann will ich ihn schon vorher mal sichern gesehen haben. Wenn mir ein anderer Kletterpartner dem ich vertraue sagt, dass die neue Person wirklich gut sichern kann, dann kann ich ihr auch direkt Vertrauen entgegen bringen. Wenn man kein Vertrauen in die Sicherungstechnik seines Partners hat, dann bringts aus meiner Sicht nichts in die Route einzusteigen, weil man nichts leisten wird und sich ständig komisch fühlen wird.

Ich bin ganz klar für eine "offene Rückmeldekultur". Jeder Kletterer sollte doch min. jeden wirklich wichtigen bzw. gefährlichen Fehler "melden". Dies ist für beide Beteiligten nicht immer leicht aber aus meiner persönlichen Erfahrung nehmen die meisten Menschen die Hinweise sehr positiv auf, bedanken sich ernsthaft und man kommt meist nochmal nett ins Gespräch. Da gibts auch einige negative Geschichten aber im Mittel sollte man sich wirklich trauen und es "passiert" nix schlimmes

Wenn ich mit meinem Kletterpartner über Fehler spreche und er diese nicht einsieht, dann besteht kein Vertrauen mehr (ich wäre mir beim Klettern ständig unsicher) und ich Klettere tatsächlich nicht mehr mit ihm. Wirklich seehr unangenehme Situation, aber je nach Fehler/Verhalten/Bewußtsein einfach für mich persönlich erforderlich. Wenn er den Fehler aber einsieht dann Vertraue ich ihm weiter, selbst wenn der Fehler grob bzw. sehr gefährlich war, weil ich weiß, dass er wirklich aktiv an sich arbeiten wird.

Ach ja und man sollte auch die Bedürfnisse des anderen Respektieren und darauf eingehen.

Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung und hier gibts schon sehr unterschiedliche und aus meiner sicht sehr lockere Einstellungen zu. Allerdings "gehts um unser Leben".

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Wenn du einen Reibungstritt meinst, also nur die Wand und gerade garkeinen richtigen Tritt trittst, dann hilft es mehr Sohle an die Wand zu bringen (mehr Reibungsfläche) und den Körperschwerpunkt nach hinten zu verlagern (größerer Druck). Benutze beim Reibungstritt also nicht nur die Fußspitze, tritt vielleicht etwas höher an und streck den Hintern etwas aus.

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Eine gute Übung ist es, eine leichte Route komplett ohne Tritte, also nur auf Reibung zu klettern.

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Hej Christoph,

grundelgend erfolgen Ablassen und Abseilen nur an Umlenkungen/Fixpunkten, denen man "100%" vertrauen kann. Daher genügt diese Umlenkung auch und du kommst ohne viel Aufwand auch nicht anders wieder runter.

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Hier muss man sich natürlich die Frage stellen, wie eine solcher Fixpunkt auszusehen hat. Weitere Informationen habe ich hier gesammelt: http://machzu.de/gefahrenquellen/#jedem_Haken_vertrauen (das Info-Script Bohrhaken ist ganz interessant und in der Borhhakenbroschüre vom DAV sind ideale Standplätze und TopRope umlenkungen abgebildet) und wie Flierefluiter schon gesagt hat, seilt man keinesfalls einfach so über eine Bohrhakenlasche ab. Ein großes Problem ist hierbei die Belastung auf das Seil. Da die Kanten meist eckig und möglicherweise scharfkantig sind und die Umlenkungsfläche sehr klein ist, wird das Seil zu stark belastet. Auch kann der Korrosionszustand der Dübel alter Borhaken von außen nicht immer gut beurteilt werden. Situationsbedingt musst du dir auch selber etwas basteln und Haken miteinander verbinden und Material zurücklassen.

Dann möchte ich noch zwei wichtige Dinge zum Abseilen ergänzen:

  • Verknote beide Seilenden vor dem Abseilen miteinander, sodass du nicht über das Seilende hinaus abseilen kannst.
  • Hintersichere mit einer Bandschlinge oder Reepschnur und dem Prusikknoten. Hierbei fixierst du die kurze Bandschlinge oder abgeknotete Reepschnur mit einem Karabiner in einer Beinschlaufe und achtest darauf dass der Knoten nicht in dein Sicherungsgerät einlaufen kann.
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Ich hatte meine Antwort gerade noch editiert, aber der edit ist irgendwie untergegangen:

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Der Gewichtsunterschied sollte etwa den Faktor 1.3 nicht wesentlich überschreiten. Falls dies doch so ist und ihr durch sicheres ausprobieren merkt, dass ihr nicht klarkommt, dann gibt es wie gesagt dennoch Alternativen.

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Hallo,

jeder sollte die Freuden des Kletterns genießen ;)

Was die medizinischen Aspekte angeht kann ich nicht viel sinnvolles sagen. Wenn du dich selbst jedoch nicht als stark übergewichtig, etc. beschreibst, dann sehe ich da überhaupt kein Problem.Als leicht übergewichtige Person wirst du viel Spaß haben können, in den unteren/leichten Geraden auch fast problemlos Klettern können und deine Leistung steigern können.

Als "deutlich" übergewichtige Person würde ich mich etwas beraten lassen, hier würdest du vielleicht schon Kontakte haben. Klettern wird auch in der physiotherapie eingesetzt, vielleicht sogar gezahlt?! Du wirst es selber auch gut einschätzen können, wenn du es das erste mal probiert hast. Wie bei anderen Sportarten würde ich einfach langsam angehn, mal reinschnuppern und auf meinen Körper hörenn und Bewegungen unterlassen die sehr ungewohnt sind und sich seltsam anfühlen.

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Jeder Anfänger empfindet Klettern bei den ersten malen als anstrengend, weil er noch keine Technik beherrscht und einige vorher nicht trainierte Muskeln beansprucht. Dies ist ganz normal und du wirst dich auch so fühlen. Deine Arme werden Schlapp sein und dein ganzer Körper wird ziemlich angestrengt sein. Lass dich dann nicht demotivieren und schieb es nicht zu sehr auf dein Gewicht. Es geht jedem Anfänger ähnlich ;) Mit der Zeit wirst du lernen, dass ein großer Teil der Kraft aus den Beinen kommt und wie du diese richtig nutzen kannst. Wenn du keinen Klimmzug schaffst, ist das nicht schlimm. Beim ersten mal wirst du aber so klettern, als würdest du nur Klimmzüge machen ;)

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Was die Sicherheit angeht, so gibt es schon einiges zu beachten, aber auch sehr gute Alternativen! Ich schreibe gerade eine Reihe in meinem Blog. Ein paar Artikel kommen noch, aber hier ist die Adresse: http://machzu.de/tag/gewichtsunterschied/ (Diese Informationen sind nicht für Anfänger geeinget, aber vielleicht liest ja auch jemand erfahreneres mit, für den die Infos hilfreich sind und so weißt du, dass es alternativen gibt.)

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Je nach Halle besteht für deinen Sicherungspartner eine gute Methode im TopRope darin (noch nicht im Blog beschrieben), die beiden Seilstänge mehrfach miteinander zu verdrehen. Dabei entsteht oben im Seil Reibung, welche nur beim Ablassen wirkt und für das Seil nicht gefährlich ist. Sprech das natürlich mit dem Hallenpersonal ab und lass dir von ihnen Tipps geben.

Ansonsten könnte man deinen Kletterpartner auch an der Wand oder am Boden fixieren, dies muss aber nach hinten unten geschehen. Also nicht an der Route, an der du gerade hochkletterst, weil er sonst an der Wand anschlagen könnte. Das hört sich extrem an, wird aber schon bei garnicht so großem Gewichtsunterschied relevant.

Es gibt auch Hallen die unter der Decke bestimmte Geräte haben, die den Gewichtsunterschied so reduieren, dass ein Kind sogar einen Erwachsenen sichern kann. (Mit den bloßen Händen, ohne Sicherungsgerät)

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Ich wünsche dir viel Spaß! Bleib motiviert ;)

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