Kletterrouten einrichten: Edelstahl- oder verzinkte Haken?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich würde generell zu Edelstahl raten. Seit etwa 3 Jahren verwende ich persönlich in Klettergärten nichts anderes mehr - es ist auch mittlerweile die einzige vom DAV empfohlene Ausrüstung.

Es kommt allerdings immer drauf an wo und was Du bohrst. Irgendwo an einem abgelegenen Eck im Gebirge, wo kaum jemand hinkommt, kannst Du setzen was Du willst.

Ist es ein Klettergarten in Talnähe, der darüberhinaus in diversen Führern und Magazinen veröffentlicht wird, solltest Du auch aus haftungsrechtlichen Gründen Edelstahl verwenden, da Du damit hinsichtlich der Materialwahl in jedem Fall auf der sicheren Seite bist. Leider gibt es immer mehr Stimmen, die versuchen jemanden zur Verantwortung zu ziehen, der an Klettergärten Routen eingerichtet hat, wenn mal was schief geht. Das Problem ist, dass in Zeiten von TÜV-geprüften Kletterhallen - die Kletterer jedem Bolt ihr Leben anvertrauen, unabhängig davon wie er aussieht und gesetzt ist. Von daher solltest Du dir schon genau überlegen, wo Du was und in welcher Qualität einbohrst.

Generell gäbe es nichts gegen verzinkte Bolts zu sagen, solange sie neu sind. Aber nach 20 Jahren sieht die Sache schon anders aus - und hast Du dann Lust deine Routen zu sanieren?

Es gibt da noch den Aspekt des Gesteins. Im steilen Kalk, wo wenig Nässe hinkommt, kann sehr wohl auch Verzinkt verwendet werden. In flachem und hochalpinem sowie im Urgestein ist Edelstahl (Rostfreier Stahl) wirklich nicht wegzudenken. Sehr interessant der letzte Satz von Lampi, das heisst jeder der bohrt kann sich haftbar machen??

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