Gleiten beim Surfen - aber wie kommt man in diesen Zustand?

4 Antworten

Also bei mir (schwerer Surfer > 100 kg) hat es so geklappt, dass ich bei genug Winddruck (das Gefühl das Segel noch gerade so mit Körpereinsatz halten zu können ~ so ähnlich wie beim Tauziehen) mich gegen den Segeldruckpunkt gelehnt habe. Dabei war zu Beginn der Fuß am Mast, bei etwas Fahrt dann ca. 15 cm hinter dem Mast schon Richtung Kante, Fussspitze auf den Mast zeigend. Wichtig dabei den Mastfuss belasten. Als dann die Brettspitze hochging ging ich automatisch noch ein Stück nach hinten. Der Wind ( ca. 5 Bft. und 6,5 qm) hat dabei so reingeknallt, dass sich das so angefühlt hat, als wollte ich schräg nach hinten liegend nen Klimmzug über den Gabelbaum machen - natürlich ohne sich dabei raufzuziehen, sondern nur die Gabel haltend. Fehler die ich immer machte: Vor dem Angleiten die Masthand war zu weit am Mast -> Brett hat angeluvt -> weiter Richtung Druckpunkt / Tampen greifen mit der Masthand.

Beim Stand: Mastfuss war zu weit in der Brett-Mittellinie. -> Brett hat beim gleiten geschlingert und ich bin abgeflogen -> Füße mehr Richtung Kante stellen wenn das Brett angleitet, dann bleibt es ruhig.

Das richtige Gefühl stellt sich ein, wenn man wie beim Tauziehen drinliegt und man das Gefühl hat, als ob man mit den Füßen plötzlich das Brett nach vorne wegschiebt. In dem Moment muss man einen Schritt am besten kurz vor die Fußschlaufen setzen.

Am besten übst Du die Haltung mal mit dem Freund auf nem Board an Land (mit abmontierter Finne). Steckst das Segel drauf, hängst Dich mal richtig ein, so dass der Hintern knapp über der Oberfläche ist und schaust dass der Gabelbaum dabei nicht so steht, dass Du anluven würdest. Dann weisst Du welche Handstellung Du fürs Angleiten brauchst. Die schnellsten Erfolge finde ich erzielt man, wenn man darauf achtet, dass Mastarm und Mastbein relativ gut durchgestreckt sind.

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@Suppengruen

Darüberhinaus... Gleiten ohne Trapez ist sehr anstrengend für die Arm- und Oberkörpermuskulatur. Ich benutz das persönlich immer als Oberkörpertraining. Mit Trapez gehts aber leichter. Werde demnächst mal das Fahren in den Schlaufen ausprobieren. Hatte bislang aber mit den Surfschuhen immer nen sehr guten Halt. Insofern hab ichs noch nicht probiert. Mir sagte immer jemand ich müsste mich zuerst in die Schlaufen stellen. Derjenige wusste jedoch nicht, dass wenn ich das tue das Brett unter meinem Gewicht einen auf Titanic macht...

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Sollte natürlich heissen weiter Richtung Druckpunkt oder Tampen greifen... am besten bei richtig eingestellten Tampen so links und rechts 2 Handbreit vom Tampen weg den Gabelbaum greifen.

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Du brauchst natürlich erst mal viel Speed, dazu musst du dich in die Schlaufen stellen und das Trapez einhängen. Wenn du Segel und Brett in die richtige Richtung austariert hast, geht der Rest eigentlich von selbst. Du musst nur schauen, dass das Brett relativ plan auf dem Wasser liegt, das kannst du gut mit den Füßen in den Schlaufen steuern.

@Bambus:

Meinst Du ernsthaft, dass das Gleiten nur mit Schlaufen und Trapez möglich wäre?

Gerade für einen wenig erfahrenen Surfer - das scheint kia007 doch eher zu sein - macht das die Sache doch nur unnötig kompliziert.

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Also Fußschlaufen nutzen die Longboarder beim Gleiten beispielsweise nicht immer, aber die Kurse sollte man beim Windsurfen schon beherrschen und das Lernen dauert etwas, siehe auch http://www.educatium.de/windsurfen/

beispielsweise Raum fahren lernen ...

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