Gibt es Übungen für den richtigen Zeitpunkt beim Überrollen des Handgelenks beim Golf?

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Das Überrollen der Handgelenke ist eine Idee der PGA-Golflehrer, einen schwierigen Golfschwung noch komplizierter zu machen, um auf diese Weise noch mehr Unterrichtsstunden verkauft zu bekommen. Es gibt praktisch keinen Playing-Pro, der auf diese Weise Golf spielt. In zahlreichen Interviews ist das immer wieder nachzulesen. Ich habe selbst schon mit einigen Profis auf dem Platz gestanden. Die Handgelenke überrollt da keiner. Ich würde mir bei YouTube mal Schwungvideos z.B. vom Longhitter J.B. Holmes ansehen. Bis zum Treffpunkt rollt oder kippt da bei den Handgelenken rein gar nichts. Nach dem Treffpunkt kommt es dann automatisch zu einem Umkehren der Handgelenke, damit der Schläger über den Kopf geführt wird. Über die Handgelenke durch ein Überrollen eventuell mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit zu produzieren, ist eine verdammte Schnappsidee.

Es gibt nur eine Golfschule, die diesen Käse definitiv nicht unterrichtet: www.mikeaustin.de - Das ist die Golfschule jenes Teaching Pros, der bei einem offiziellen Golfturnier den Ball 515 Yards abgeschlagen hat - im Alter von 60 Jahren! So schecht kann der Schwung da nicht sein und das ganz ohne Überrollen. Also bitte schnell vergessen und jeden Golflehrer, der so etwas vorschlägt schnell zum Teufel jagen.

Hallo,

Sicherlich spüren Sie, dass die Handgelenke im Treffmoment die Schlagfläche nicht genügend schliessen. Allerdings selten ist das Überrollen der Handgelenke die korrekte Lösung. Meistens ist Der Schläger entweder im höchsten Punkt oder schon im Aufschwung zu offen. In meiner Unterrichtserfahrung sehe ich, dass in 90% aller Fälle ist der Fehler bereits in der Griffhaltung.

Prüfen Sie folgendes:

  1. Greifen Sie genug in den Fingern der linken Hand bzw. Sie müssen 2 oder 3 Knöchel links sehen und nur ein rechts.
  2. Im höchsten Punkt muss das linke Handgelenk flach sein sodass die Schlagfläche eher nach oben zeigt.
  3. Solange Sie die Stellung des Handgelenks im Abschwung halten können, werden Sie im Treffmoment nicht "Überrollen" müssen.

Viel Spass

Paul Dyer www.leadbetter.de

Es gibt Spieler, die erfolgreich überrollen und welche, die unten durch schieben. Was funktioniert, muss man für sich austesten. Pauschale Empfehlungen sind jedenfalls nur eines: pauschal. Mike Austin ist sicher nicht der einzige, der die rechte Hand unten durch schiebt. Dan Shauger beschreibt diese Art des Golfschwungs schon deutlicher und Ben Hogan hat noch nie anders gespielt. Es gibt erfolgreiche Roller und erfolgreiche Schieber. Das Problem des Hobbygolfers liegt dagegen ganz wo anders: er hat eine falsche Vorstellung von dem, was den Schläger tatsächlich beschleunigt. Wer wirklich ein Verständnis dafür entwickeln möchte, sollte sich mal im Forum von www.golfhaus.de durchwühlen. Ist alles mehr wie interessant.