Facettensyndrom und Sport?

2 Antworten

Dein Arzt hat Recht, wenn er sagt, dass es auf die Intensität des ausgeübten Sports ankommt, insbesondere nachdem schon Schmerzen aufgetreten sind. Da du z.Zt. schmerzstillende Medikamente bekommst, ist allerdings das Achten auf Schmerzen beim/nach dem Training aktuell nicht sinnvoll, solange du diese Medis nimmst. Mache solange mal ne Pause oder tritt deutlich kürzer mit Kraulen. Bedenke, dass die Facettengelenke in unterschiedlichen Wirbelsäulenbereichen etwas anders angeordnet sind und eine entpr. andere Funktion haben: im Brustbereich unterstützen sie eher die Drehung und im unteren Bereich (Lumbalbereich) eher die Vor- und Rückwärtsneigung. Wenn du also eine starke Drehung im Lumbalbereich beim Kraulen machst, wird dieser Bereich stark belastet. Lasse dir unbedingt die korrekte Technik vorführen und/oder lasse dich ggfs korrigieren. Am besten von einem Schwimmtrainer, der sieht, ob du dich zu sehr im Lumbalbereich verdrehst. Evtl. machst du auch ein zu starkes Hohlkreuz. Auch die Beinunterstützung ist wichtig. Der Lumbalbereich ist sozusagen das Bindeglied zwischen den beiden dynamischen Polen beim Kraulen: den Beinen und dem Oberkörper. Beide Pole müssen harmonisch zusammen arbeiten.

Geeignet sind generell alle Sportarten, wo keine großen Belastungen auf die Wirbelsäule einwirken, wenn diese verdreht oder gekrümmt ist. Mit Belastungen sind hauptsächlich Druck- oder Scherbelastungen (also von der Seite auf die Wirbelsäule) gemeint. Zugbelastungen wie z.B.Klimmzüge sind eher ok.

Versuch doch mal auf Rückenschwimmen umzusteigen.

Und ansonsten helfen gegen Rückenprobleme sehr oft die richtigen Rückenübungen. Den Rücken dehnen und kräftigen ist wichtig, um ein muskuläres Gleichgewicht zu erlangen. Und solange die Arthrose noch nicht zu weit fortgeschritten ist, können sich die Gelenke dadurch sogar wieder regenerieren.

HipHop tanzen?

Hallo,

ich wurde im Juli 2011 an einer Skoliose operiert. Vor etwa einem halben Jahr (also ein Jahr nach der OP) war ich wieder im Krankenhaus zur Nachkontrolle. Dort sagte man mir, dass alles in Ordnung sei. Vor ein paar Wochen hat mich mein Orthopäde auch noch mal geröngt, und auch da war alles in Ordnung.

Einerseits hat man mir im Krankenhaus vor der OP gesagt, ich könne ein Jahr danach wieder alles machen, wenn alles gut eingeheilt ist. Dann aber, ein Jahr später, als ich fragte, ob ich HipHop tanzen dürfe, sagte man Nein (oder besser: Ja, aber ich solle die Breakdance-Elemente weglassen (die Gernzen zwischen HipHop und Breakdance sind allerdings sehr fließend und sogar Profis haben manchmal Probleme das genau zu unterscheiden)), obwohl alles gut eingeheilt war. Man hat mir auch weitere Sachen verboten, obwohl man mir vor der OP gesagt hatte, ich könne wieder alles machen.

Jetzt möchte ich es mit dem HipHop doch mal versuchen. Meine Bekannte macht das auch, und die sagte, am Anfang bewegt man erst mal sowieso nur die Arme. Aber würde es überhaupt Sinn machen damit anzufangen, wenn man den Rücken nicht rund machen kann (also diesen "Wurm" z.B. würde ich nicht können) oder nicht? Wenn ich anfange, es mir gefällt und ich dann aufhören muss, wenn es mir am meisten Spaß macht, wäre es ja auch nicht so toll. Auf der letzten Klassenfahrt haben wir das auch schon ein bisschen ausprobieren dürfen (also mit den Armen und Beinen; keine "krassen" Bewegungen), und es hat mir Spaß gemacht. Und ist HipHop wirklich so schlecht für den Rücken?

Danke im Voraus.

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