enge klimmzüge im UG-> eher bizeps oder noch rücken?

Das Ergebnis basiert auf 5 Abstimmungen

eher rücken 60%
beides wird gleich viel beansprucht 20%
eher bizeps 20%

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
eher rücken

Klimmzüge, auch enge Klimmzüge, sind in erster Linie Übungen zur Kräftigung des Latissimus, der der entscheidende Muskel ist, den Winkel zwischen Oberarm und Rumpf zu verkleinern und auf diese Weise den Körper in Richtung Stange zu heben. Leider wird meisten übersehen, dass der Bizeps als zweigelenkiger Muskel zwar das Ellenbogengelenk beugt, aber mit gleicher Kraft (wenn auch mit kleinerem Drehmoment) den Winkel zwischen Oberarm und Rumpf vergrößert und somit dem Latissimus entgegenwirkt. Diesen für den Klimmzug negativen Nebeneffekt haben der Armbeuger (M. brachialis) so wie der Oberarmspeichenmuskel (M. brachioradialis) als reine Beuger des Ellenbogengelenkes nicht. Deshalb können sie sich ohne negative Nebenwirkungen maximal in die Klimmzugbewegung einbringen. Dies trifft für den Bizeps nur dann zu, wenn der Latissimus stark genug ist, die negative Schultergelenkswirkung des Bizeps zu kompensieren. Ansonsten sollte er sich hier in seiner Aktivität ein wenig zurückhalten. Dabei spielt die Griffbreite keine Rolle. Siehe auch:
http://www.sportlerfrage.net/frage/welche-muskeln-werden-bei-klimmzuegen-trainiert
Meine Abstimmung für "eher Rücken" verstehe ich als Abstimmung für "eher Latissimus".

generell ist es so, dass bei, egal welcher klimmzugvariante, immer die gleichen muskeln beansprucht werden.

unerschiedlich ist dabei immer die intensität der beansrpuchung: wie du shcon richtig erkannt hast, wird bei engen klimmis im UG der bizeps stärker beansprucht als sonst, aber der rücken ist natürlich auch beteiligt.

gleiches gilt für liegestütze und dips: überall die gleichen muskelgruppen, nur die intensität der verschiedenen muskelgruppen iost verschieden.

eher bizeps

Beim engen Untergriff geht das glaub ich schon mehr auf den Bizeps, allerdings wird auch der Latissimus u.a. gut mittrainiert. Bei weitem Obergriff z.B. sieht das ganze umgekehrt aus.

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