Einnahme von Magnesium

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8 Antworten

Hast du denn schlimme Probleme mit ständigen Krämpfen? Dann kann die regelmäßige Einnahme einer vernünftigen Menge an Magnesium schon helfen. Ich kenne mehrere Leute, denen das sehr geholfen hat, ohne dass irgendwelche negativen Folgeerscheinungen aufgetreten wären. Dass man nicht gleich 3 Tabletten jeden Tag einwirft, dürfte klar sein. Wenn du aber gar keine Probleme hast und alle deine Werte in Ordnung sind, besteht ja auch kein Grund irgendwelche Stoffe künstlich, zusätzlich zur Ernährung, einzuführen. Im Normalfall reicht bei Hobby-Sportlern eine gesunde und ausgewogene Ernährung um alle Nährstoffe zu bekommen, die der Körper braucht.

Ich schließe mich hier der Meinung deines Arztes an. Über eine ausgewogene und zielgerechte Ernährung kannst du als normaler Sportler deinen Mineral und Vitaminbedarf über die herkömmliche Nahrungsmittelpalette decken. Nahrungsergänzungsmittel machen nur bei einer Mangelerscheinung Sinn und solange die nicht vorliegt ist dies ein Zeichen das du mit deiner Ernährung gut und ausreichend aufgestellt bist. Bei Extrem Ausdauersportarten oder Hochleistungssportlern können zusätzliche Mineralgabe nötig sein, da der Verlust teilweise nicht zeitnah über die herkömmliche Nahrung aufgefangen werden kann. Darüber hinaus gelangt man durch starkes Schwitzen wesentlich schneller in einen Natriumdefizit als in einen Magnesiummangel. Da unsere Nahrunsmittelkette mittlerweile aber so Natriumhaltig ist holen wir dies locker über die feste Nahrung wieder rein. Wenn es dich interessiert dann laß bei deinem Arzt einen Mineralanalyse machen. Wenn da alles im grünen Bereich ist....wofür willst du dann Suppplemente nehmen ?

Grundsätzlich hat beides seine Berechtigung, allerdings muss ich aus Erfahrungen sagen, seit ich einen Muskelfaserriss hatte und mir der Physiotherapeut zu einer zusätzlichen Einnahme von Magnesium geraten hat, was ich auch befolgt habe, hatte ich nie mehr Probleme mit den Muskeln, bei gleicher Trainingsintensität.

Ballaststoffe werden vom Körper nicht aufgenommen, sondern unverdaut wieder ausgeschieden. Magnesium konkurriert im Darm v.a. mit anderen Mineralstoffen um die Aufnahme. Aber erstens macht Kalzium hier mehr Probleme, und zweitens ist dieses Problem einfach zu lösen, indem man kleine Dosen hochwertiges Magnesium in organischen Verbindungen nimmt, die schnell Aufgenommen werden, und zweitens neigt v.a. Kalzium mehr dazu, die Aufnahme anderer Mineralien zu blockieren.

Magnesiumchelat kann man gut auf nüchternen Magen nehmen, vor dem zu Bett gehen genommen blockiert es nicht die Aufnahme irgendwelcher anderer Mineralstoffe. Und da Magnesium dazu neigt, die Muskeln zu entspannen, soll man damit sogar besser schlafen.

Von den dicken anorganischen Magnesium-Brummern (400mg oder so) würde ich auch abraten. Die liegen im Darm rum, machen den Stuhl weich und blockieren die Aufnahme anderer Mineralien. In kleineren Dosen sind die weniger Problematisch, aber immer noch nicht empfehlenswert.

Die kleinen 40mg-Pillchen (organisch) aus der Apotheke sind hingegen ziemlich unproblematisch und helfen dem einen oder anderen dann doch.

Wenn man Probleme mit Krämpfen hat oder der Mangel im Labor festgestellt wurde, kann man natürlich auch mehr Magnesium nehmen, aber immer noch nicht zu viel.

Vorsicht, wir bewegen uns hier in einem Grenzbereich. Ich möchte davor warnen, Aussagen zur Überdosierung von Mineralstoffen oder Arzneimitteln zu machen, wenn man dies nicht sicher weiß!

Bei Magnesium sind (z.T. schwere) Überdosierungen bekannt. Sie treten zwar hauptsächlich bei Patienten mit Nierenproblemen auf, die Aussagen, dass dies wohl nicht vorkäme oder unwahrscheinlich ist, würde ich zurückweisen.

Daher grundsätzlich: Hinweise in der Gebrauchsinformation (bei Arzneimitteln) oder den Anwendungshinweisen von Nahrungsergänzungsmitteln vor der Anwendung lesen!

Die Menge von 700 mg, die dir genannt wurde ist (bezogen auf reines Magnesium) sicher viel zu hoch.

Anmerkungen zu den Wirkungen: wie schon geschrieben, wird Magnesium eine entspannende Wirkung auf die Muskulatur nachgesagt. Es kann ab einer bestimmten Menge sogar müde machen - die Einnahme sollte daher am Abend, aber nicht vor dem Training/Wettkampf erfolgen.

Sie haben mehr oder weniger beide Recht, wobei ich hier eher auf den Arzt hören würde. Wenn man sich ausgewogen ernährt, bekommt man genug Magnesium, und wenn man Mangelerscheinungen wie häufige Krämpfe hat, kann man zusätzlich etwas einnehmen.

Auf der anderen Seite ist Magnesium auch nicht sonderlich schädlich. Von einer Magnesiumvergiftung habe ich noch nie gehört und kann mir nicht vorstellen, dass man so etwas mit den handelsüblichen Magnesiumtabletten schafft. Das wird einfach wieder ausgeschieden, insofern passiert nicht viel, außer das man der Nahrungsergänzungsmittelindustrie Geld in den Rachen wirft...

Unbedingt lesen was pooky dazu geschrieben hat(unter Magnesium),das war sehr gut,besonders der Hinweis auf die langsame Bioverfügbarkeit die einige Wochen dauern kann.Wo doch viele angeblich so schnell schon direkt nach der Einnahme plötzlich keine Krämpfe mehr bekommen.

Einen Magnesiummnangel kann nur der Arzt feststellen,die allgemeine Anzeichen dafür könnten auch ein Übertraining oder andere Gründe haben.Wer auf Verdacht Magnesiumpillen einnimmt,kaschiert so eventuell eine vorliegende Darmerkrankung.

Mit einer ausgewogenen Kost nimmst du eigentlich alle nötigen Nährstoffe und auch Mineralien wie Magnesium auf.

Magnesium - bzw. auch andere Ergänzungsmittel - zu nehmen macht Sinn, sofern eine medizinische Notwendigkeit dazu besteht, z.B. einem Mangelzustand. Oft nach sportlichen Belastungen Muskelkrämpfe können z.B. von einem Magnesiummangel herrühren.

Also laß das Abchecken vom Arzt wenn du Beschwerden hast. Ansonsten machtst du nur die Hersteller reich.

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