Woher kommt bei mir der Kupfergeschmack im Mund beim Joggen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo liebe Leute.

Ich laufe regelmäßig und habe auch schon ein paar Marathons bewältigt. Daher kann ich bei der Frage nach dem metallischen Geschmack etwas helfen. Die Lunge ist durchzogen von den Bronchien, die man sich wie einen Laubbaum ohne Blätter vorstellen kann. Also ein "Rohrleitungssystem", was sich nach unten immer weiter verjüngt (siehe google-Bilder). Durch sie gelangt der eingeatmete Sauerstoff zum Blutkreislauf und wird von diesem transportiert. Bei hoher Belastung muss der Körper viel Blut zirkulieren und benötigt für den Stoffwechsel Sauerstoff. Daher wird unsere Atmung und unser Herz schneller, um die Muskulatur ausreichend mit Nährstoffen (ATP, Kreatin, Glucose, Fett, Eiweiß) zu versorgen. Unsere Bronchien/Lunge ist bei hoher Belastung sehr mit Blut gefüllt und über die Schleimhäute in den Bronchien kann es passieren, dass sich einzelne Blutzellen mit dem Schleim vermischen und über die kleinen Härchen der Lunge zu unseren Mund gelangen. Daher haben wir den metallischen (um genau zu sein: Eisengeschmack) im Mund. Das ist soweit aber ungefährlich.

Trotzdem sollte man im Bezug auf das Sport machen es gerade am Anfang nicht so übertreiben. Lieber eine viertel Stunde locker warm machen und dann eine solche Belastung in Angriff nehmen. Empfehlenswert sind auch Pulsuhren, wo man genaue Kontrolle über seinen Körper hat.

Grüße.

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort, hätte nicht gedacht das nach so langer Zeit noch was kommt. Das was du geschrieben klingt alles ziemlich logisch und deckt sich auch mit meinem Kentnissstand.

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Ich hatte die gleiche Geschmack auch mal gehabt, als ich beim Joggen Ausdauerintervaltraining ausübte. Dann habe ich folgendes rausgefunden (Zitat): "Die Lunge ist das einzige Organ unseres Körpers, das, schon im Jugendalter fest angelegt, auf Trainingsreize nicht mit Anpassung reagiert. Deshalb stoßen hoch trainierte Athleten in Extremfällen eventuell an die funktionellen Grenzen ihrer Lungen, und es ist nicht auszuschließen, dass bei hochintensiven Belastungen (beispielsweise beim Triathlon) die Lunge chronisch geschädigt werden kann. Ein bereits bekanntes Syndrom ist das Höhenlungenödem von Bergsteigern, das bei Kombination aus hoher Belastung und Sauerstoffmangel in der Höhe auftritt. Ähnliche Phänomene - leichter Blutgeschmack, Husten oder unerklärliche, nicht auf eine Asthmaerkrankung zurückgehende Atemnot nach harten Belastungen - werden vor allem von Leistungssportlern immer wieder berichtet, sind aber schwer einzustufen." (Mehr: http://www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/bericht-5245.html)

Danke für die Antwort und den beigefügten Link. Ich hab mir das ganze mal durchgelesen und vor allem das mit der chronischen Schädigung der Lunge
beunruhigt mich doch schon ein wenig. Leider trifft die ebenfalls in dem Zitat gegebene Beschreibung (ja Blut schmeckt ähnlich wie Kupfer)ziemlich genau zu. Ich frage mich nur wie ernst das ganze ist und ob ich eventuell einen Facharzt aufsuchen sollte?

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@GUUZFRAABA

Ich würde ein paar Wochen an dieser steilen Anstieg nicht mit hohem Tempo "laufen" sondern nur "gehen". Dann werden Sie wahrscheinlich diese Blutgeschmack los. Wenn nicht, dann würde ich empfehlen einen Arzt zu besuchen.

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Fitness, Joggen, Schwimmen

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