Unterschied zwischen Hypermobilität und Instabilität?

2 Antworten

Hypermobilität ist Überbeweglichkeit ganz allgemein und muss nicht unbedingt mit Instabilität einhergehen: sieh dir mal Turnerinnen/Gymnastinnen an, die oft hypermobile (bes. Knie-) Gelenke haben, welche aber dennoch durch die Stütze der Muskulatur und Bänder nicht instabil sind. Und umgekehrt können Gelenke instabil sein ohne hypermobil zu sein: häufiges Umknicken im Sprunggelenk z.B. oder Schultergelenk-Luxation, die v.a. durch ungenügende Ausbildung der Muskelmanschette verursacht wird.

Hypermobilität ist eine Eigenschaft von Gelenken, sich deutlich weiter als bei „normalen“ Personen bewegen zu können. Beispiel: Das Ellenbogengelenk lässt sich in der Regel bis zu einem Winkel von 180° strecken. Manche Personen (insbesondere manche Frauen) können das Ellenbogengelenk aber darüber hinaus bis zu einem Winkel von 190° und mehr strecken, ohne dass das Gelenk dadurch instabil wäre. Diese Hypermobilität resultiert meistens aus einer besonderen Ausbildung der knöchernen Umgebung des Gelenkes, z.B. aus einer weniger massiven Ausbildung des Ellenbogenfortsatzes. Instabilität resultiert dagegen aus einer (meist krankhaften) Ausweitung oder Schwächung der Strukturen, die dem Gelenk eine Führung auf den Gelenkflächen vermitteln (Gelenkkapsel, Gelenkbänder, Gelenkknorpel, Menisken). Beispiel: Bänderdehnung am Kniegelenk oder Fußgelenk.

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