Sollte man als Kletterer auch regelmäßig bouldern gehen und umgekehrt?

4 Antworten

Ein Kletterer der auch mal bouldert: sinnvoll (Maximalkraft, Technik, ...)
Ein Boulderer der auch mal klettert: fürs Bouldern selbst bringt Klettern meiner Meinung nach nicht wirklich viel. MarkusStadler meinte zwar "Kraftausdauer, Taktik und Seiltechnik" aber die beiden letzteren Punkte bringen fürs Bouldern eher nichts und Kraftausdauer für längere Boulder kann man auch in ebendiesen trainieren oder in Boulderquergängen. Anders sieht es aus wenn dem Boulderer das Klettern Spaß macht, dann soll er so viel Klettern wie er will ;-)

Sehe ich tlw. anders. Vor allem für längere Probleme können die Kraftausdauer und die Taktik, die man beim Routenklettern schult schon hilfreich sein. O.k. Seiltechnik wird ein 100%iger Boulderer selten brauchen und für ein Toprope zum Auschecken eines Highballs sollte es allemal auch ohne regelmäßigem klettern reichen :-)

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@MarkusStadler

Habe gerade etwas in diesem neuen Artikel von Neil Gresham gelesen, erster Punkt: http://www.planetfear.com/articles/Neil_Greshams_Guide_To_Learning_From_Other_Sports_1082.html
Darin erklärt er, dass sich die einzelnen Energiesysteme (d.h. z.B. Maximalkraft oder Kraftausdauer) nicht einzeln maximieren lassen, sondern dass Training des einen dem anderen hilft! Spricht also auf jeden Fall für ein Kraftausdauerminimalprogramm auch für Boulderer, zumindest wenn sie ihr volles Potential entfalten wollen!

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In die eine Richtung (Kletterer geht bouldern) ist es auf jeden Fall eine gute Möglichkeit zur Verbesserung der Technik. Bouldern ist einfach noch viel intensiver und anstrengender als klettern, deshalb kann man Boulderrouten gut trainieren um sich auf bestimmte Stellen einer Kletterroute vorzubereiten. Der Vorteil von Bouldern ist dabei, dass es auch gut geht, wenn man mal keinen Partner zum Sichern hat.

Gute Frage! Ich selber denke ähnlich wie Berd. Andersherum ist es oft sehr anstrengend für Boulderer lange Routen zu klettern. Ihnen fehlt häufig die Kraftausdauer. Beim Bouldern kann man einfach auch mal Sachen ausprobieren die man sich in der Wand in ca. 12 m Höhe einfach nicht traut. Das ist schon cool.

Ja, beide können von der jeweils anderen Kletterspielart profitieren. Der Kletterer kann neue Bewegungsformen beim Bouldern besser lernen als beim Klettern und seine Maximalkraft trainieren. Der Boulderer kann beim Klettern Kraftausdauer, Taktik und Seiltechnik schulen.

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