Sind Pferde überhaupt für das Springen "geeignet"

2 Antworten

Es ist richtig das das Springen eines Pferdes gegen seine Natur ist. Es hat schon traurige Fälle auf Farmen gegeben wo Pferde in einer eingezäunten offenen Stallung bei einem Brand ums Leben gekommen sind obwohl sie sich durch einen Sprung über den Zaun der gar nicht mal so hoch war hätten retten können. Das zeigt schon, das ein Pferd von Natur aus nicht unbedingt auf das Spingen fixiert ist. Und wenn man dann sieht wie manche die Pferde über das sogenannte Barren zum Springen regelrecht abrichten...für mich pervers und Tierqüälerei. Ich persönlich halte nichts vom Springreiten.

Ich denke, die Frage lautet, sind Pferde vom Körperbau her für das Springen geeignet. Um die Hinterbeine braucht man sich da keine Gedanken machen. Die sind der Motor, der es entweder bringt oder auch nicht. Interessant ist die Frage in Hinblick auf Rücken und Vorderbeine. Ein galoppierendes Pferd bewegt sich auch in Sprüngen vorwärts, wobei das Gewicht des Tieres zusammen mit der erreichten Endgeschwindigkeit auf jeweils einem Vorderbein abgefangen wird, bis auch das zweite auffußt. Das macht also in den Köpfen noch kein Problem, selbst wenn da zum Gewicht auch noch der Reiter beiträgt. Die Fortbewegung mittels aneinander gereihter Sprünge ist also nicht das Problem. Wenn diese natürlichen Sprünge künstlich höher und weiter gemacht werden, dann stellt sich die Frage, schadet das dem Pferd? Da die Vorhand gewinkelt ist und über den M.serratus an dem Rumpf befestigt ist funktioniert das Vorderbein/Schulter-System wie ein Stoßdämpfer. Wieviel Energie dieser aufnehmen kann, hängt vom Training ab. Wie sind Knochen,Sehnen, Bänder und Muskeln gestärkt worden, um diese Kräfte zu kompensieren. Wie hat das Pferd seinen Körper im Griff, z.B. ist es ausbalanciert genug, um mit dieser Energie umgehen zu können? Dann darf auch nicht der Zuchtfortschritt vergessen werden. Es werden ganze Zuchtlinien auf das Ziel "Springpferd" ausgerichtet. Ich habe zwei Pferde gekannt, die von sich aus, ohne Reiter, einen ganzen Parcour durchgesprungen sind. Diesen Pferden lag das im Blut. Auch heute kann ich mein Pferd nur mit Mühe davon abhalten, ein Hindernis zu springen, das zufällig auf dem Platz steht. Man kann auch erkennen, dass Springreiter mit immer schärferen Gebissen reiten, obwohl ich da schon auch meine, dass da Konditionierung mit im Spiel ist. Wichtig ist bei der ganzen Springerei, dass man die Sehnen im Blick behält, ein Pferd hat nur eine begrenzte Anzahl von Sprüngen in den Sehnen. Das Training muss passen, z.B. der Muskel wächst schneller als die Sehnen stark werden, der Boden muss passen und es geht eigentlich im Springsport um das Reiten zwischen den Hindernissen als nachher um höher und weiter.

Jedenfalls besser als Kühe. Oder Zebras, die können das gar nicht, nicht mal einen Reiter tragen wegen der schwachen Wirbelsäule. Aber auch Menschen sollten keinen Sport betreiben, jedenfalls keinen der die Wirbelsäule oder die Gelenke belastet. Ich mache es trotzdem, weil Sport Spaß macht. Ich habe als Jugendlicher Reitsport gemacht, wenn man die geeigneten Pferde hat und Einfühlungsvermögen für die Tiere, dann merkt man, dass auch Pferde richtig Freude daran haben. Ich finde man muss sich nicht alles vergällen lassen durch extreme Naturschützer.

Es geht nicht um die Meinung von "extremen Tierschützern", wie du schreibst, sondern um Fakten die etwas belegen. Insofern also auch nicht um deinen Spass den du vielleicht hast, auch wenn es nicht gut für das Tier sein sollte. Es gibt auch Leute die Spass am Stierkampf haben obwohl das einfach nur grauenhaft ist!

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@monti

Ob du meine Aussage vielleicht etwas falsch verstanden hast: Ich habe ausgeführt, dass es den Pferden Freude macht.

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es kommt, wie immer, darauf an, wie viel, wie oft, wie hoch, wie weit... Menschen sind eigentlich auch nicht zum Sport treiben gemacht (höchstens zum Wandern, das haben wir in der Urzeit gemacht, um zu jagen und zu sammeln). Durch Training können wir aber auch höher springen, weiter laufen und eigentlich fast jeden Bewegungsablauf lernen. Das gleiche gilt für Pferde. Ein junges, ungerittenes Pferd hat eine relativ schwache Wirbelsäule. Durch schonendes Training werden die Muskeln an Bauch und Rücken aufgebaut und helfen dem Pferd so, den Reiter zu tragen. Das Springen an sich (ohne Reiter) kann jedes Pferd von Geburt an.

Hallo Sportella, ich finde Deine Antwort gut. Das hat mir zu denken gegeben. Nur die schwache Wirbelsäule ist irgendwie nicht so gelungen. <Du meinst bestimmt eine schwachbemuskelten Rücken? Oder? Wenn ich da auf dem Holzweg bin, dann korrigiere mich bitte. Liebe Grüße Arinauke

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