schulter fliegt immer raus. mrt ok?!

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4 Antworten

Hi,

leider bist Du viel zu spät auf den Gedanken gekommen, Dich mit Deinem Leiden an einen Arzt zu wenden. Wenn man nichts gegen die Luxationen unternimmt, springt die Gelenkkugel immer leichter und häufiger aus der Gelenkpfanne. – Aber die traurige Erfahrung hast Du ja selbst gemacht.

Eine stabile Schulter ist zwar auch von der umliegenden Muskulatur abhängig, primär aber sorgen die Bänder und der bindegewebsartige Rand, der die Gelenkpfanne umgibt, für den Halt. Von daher würde ich, bis der endgültige Bescheid vorliegt, evtl. eine Schulterbandage tragen und auf jeden Fall die krankengymnastischen Übungen durchführen. Diese Übungen sind sehr wichtig für Dich, und Du solltest sie täglich durchführen. Sie können Dein Gelenk zwar nicht heilen, aber stützen!

Für das Herausspringen der Schulter gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder ist die Gelenkkapsel erschlafft, dann könnte man durch eine OP die Pfanne korrigieren. Oder die Gelenklippe des Pfannenrandes ist eingerissen (Bankert-Läsion). Wenn Du Glück hast, kommst Du dann durch konservative Methoden (physikalische Therapien und/oder Spritzen) um eine OP (Arthroskopie) herum.

Gruß Blue

schonmal danke für die antworten.

vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass ich jetzt 29 jahre alt bin. ruckartige bewegungen versuche ich schon lange zu vermeiden usw. aber es geschieht halt doch immer wieder.

um noch einmal auf meine frage zurückzukommen:

meint ihr also der orthopäde der die bilder einmal eben durchgeklickt hat, hatr schon alles gesehen, oder besteht die möglichkeit, dass weitere verletzungen auftauchen, sobald ein radiologe den befund erstellt?

DeepBlue 10.02.2013, 19:26

Selbstverständlich wird bei einem MRT eine erweiterte Diagnose erstellt. Der Orthopäde beruft sich auf die Röntgenbilder. Der Radiologe wertet die Schnittbilder, die er von Deiner Schulter mittels MRT erstellt hat, aus und teilt das Ergebnis Deinem Orthopäden mit. Orthopäden können MRT-Bilder nicht oder nur schlecht "lesen". Müssen sie auch nicht, weil es dafür die Radiologen gibt. Eigentlich kannst Du bei 50 - 70 Luxationen mit Sicherheit davon ausgehen, dass ein weiterer Befund festgestellt wurde.

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Das Schultergelenk wird nur durch die umgebende Muskulatur geführt. Wenn diese zu schwach ist (das bedeutet das Wort Muskelinsuffizienz nämlich), kommt es zum Auskugeln. Je öfter das geschieht, umso mehr werden die Bänder gedehnt.

Scheinbar hast Du noch Glück gehabt, dass den Muskeln der Rotatorenmanschette, den Sehnenansätzen und Knochen bisher nichts passiert ist.

Die einzige Chance, die Du hast, ist an der Muskulatur zu arbeiten. Und natürlich ein erneutes Ausrenken unbedingt zu vermeiden (musst halt ein bisschen aufpassen, keine Ruckartigen Bewegungen usw). Also: Krankengymnastik, danach Rehasport. Und danach ein Leben lang Deine Übungen weitermachen, sobald die Muskulatur wieder schwach wird, passiert das Ausrenken wieder.

nun dauert es schon 8 tage mit dem befund. grummel das nervt. is das normal? gutes oder schlechtes zeichen?

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