Ist Radfahren wirklich gut für die Knie?

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Bei richtiger Sitzposition ist Radfahren eine knieschonende Sportart. Denn durch die gleichmäßige und im Gegensatz zum Laufen stoßfreie Bewegung in Kombination mit einer mäßigen Belastung wird das Kniegelenk beansprucht, aber nicht überansprucht.

Denn Körperteile, die nicht bewegt werden, degenerieren, somit ist Bewegung gesund und somit auch wichtig.

Das funktioniert aber nur, wenn die Sitzposition stimmt. Bei einem zu hoch eingestellten Sattel muss das Bein stark gestreckt werden, das Becken wippt hin und her und die Trittbewegung ist ineffezient, was auch zu Problemen führen kann.

Bei einem zu niedrig eingestelltem Sattel ist die Kraft, die die Beine beim Treten aufwänden sehr hoch, schließlich müssen sie aus einem recht spitzen Winkel heraus in eine Streckposition gebracht werden. Ein hoher Kraftaufwand geht aber auf die Knie, so dass man genau das Gegenteil bewirkt.

Der Sattel sollte daher so eingestellt werden, dass man beim Stand auf dem Pedal das Bein noch nicht komplett gestreckt, sondern noch leicht angebeugt ist.

Genauer geht es anhand einer Formel, die ich einmal in einem Tipp hier niedergeschrieben habe:

www.sportlerfrage.net/tipp/richtige-sitzposition-auf-dem-rennrad-und-mtb

Wichtig ist auch eine hohe Trittfrequenz, also eine recht hohe Umdrehungzahl beim Treten. Denn hier ist der Kraftaufwand geringer als wenn man mit hoher Übersetzung ("hoher Gang") und niedriger Trittfrequenz fährt. Aus diesem Grund fahren Radsportler im Schnitt mit einer Trittfrequenz von 90 bis 100 Umdrehungen pro Minute.

Die konstante, gleichförmige Bewegung ohne Kraftspitzen und Explosivität wirkt sich positiv auf die Nährstoffversorgung des Knies und insbesondere auf die Knorpelversorgung aus. Darüber hinaus wird die Bildung von Gelenkschmiere (Synovia) gefördert, die Bewegungen des Knies funktionieren wieder reibungsloser. Besonders nach Knie-OPs oder bei beginnenden Arthrosen beispielsweise ist Radfahren besonders wichtig für die Regeneration. Radfahren begünstigt auch Muskelaufbau (nach Verletzung oder für "Sport-Einsteiger"), ohne dadurch die Sehnen-, Knorpel, und Bandstrukturen der Knie zu stark zu belasten!

Pooky hat es gut erklärt. Der Vorteil beim Radfahren und darum zählt es zu den Kniegelenkschonenden Sportarten ist die Tatsache, das beim Radfahren im Gegensatz zum Laufen der Druck des eigenen Körpergewichtes nicht auf das Kniegelenk wirkt.

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