Herzmuskelentzündung! Wie hoch ist das Rückfallrisiko?

2 Antworten

Hallo, bei mir wurde 02/08 eine Myokarditis festgestellt. War auch im KH und auf Reha wie du. Soweit ist bei mir nach unzähligen Untersuchungen alles wieder in Ordnung, wobei ich noch Stolperer verspüre, die jedoch lt. Ärzte als normal eingestuft werden. Jedes Herz stolpert. Die Ärzte hielten sich auch immer bedeckt, obwohl die Ergebnisse rasche Verbesserung zeigten, und nach 2 Monaten nichts mehr zu sehen war. Da ich ebenfalls 31jährige bin, haben sich für mich exakt dieselben Fragen gestellt wie für dich. Das größte Problem für mich war mein Kopf. Ich hätte anfangs, täglich Todesängste(unbegründet). Dies bessert sich nach der Zeit. Jetzt ist es fast 1 Jahr her, und das Leben läuft wieder normal. Die geschürte Ängste die man in Foren erhält helfen einem nicht, im Gegenteil, als "normal" Gebilderter weis man das eine Myokarditis gefährlich ist. Warum man sehr häufig vom Herztod spricht(alles schwarz malt), regt mich persönlich extrem auf. Es heilen die meisten Fälle folglos ab. Das ist es auf das man bauen sollte. Meldungen wie der Herztod von dem Leichtathleten Herms krazen an der Psyche, aber die Zeit heilt die Wunden. Ich habe ein Jahr, nach meiner Myokarditis, überstanden und blicke positiv nach vorn. Ein Rückfall bzw. 2. Infektion ist lt. meines Arztes so häufig wie wenn man 2 x im Lotto gewinnt. Also Kopf hoch und denselben Frei machen. Keine Ängste!

Das ist eine gute Einstellung und richtig. Allerdings ist auch Deine Aussage korrekt, dass Meldungen wie die über René Harms schon belastend sein können. Mittlerweile steht ja fest, dass er starb an einem plötzlichen Herztod starb, ausgelöst durch eine virale Myokarditis. Offenbar stammen die Viren von einer Herpes-Infektion. Harms litt vor einigen Monaten an einer Gürtelrose. Das zeigt, dass man als Sportler auch angeblich harmlos erscheinende Erkrankungen ernst nehmen sollte.

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vielen dank für die vielen kommentare. besonderen dank an tassilo für das "mut machen"! tut gut zu hören, dass man sog. leidensgenossen hat...smile...aktueller stand der dinge bei mir ist folgender:

die letzte untersuchung war bei mir am 02.01. und am 14.01. diesen jahres...anfang januar bei meinem kardiologen und mitte januar in der klinik bei der myokarditis-sprechstunde...anfang januar kam bei der echo-ekg noch eine EF von über 50% raus und alles in ordnung...mitte januar dann der schock in der klinik: angeblich ist meine EF gesunken auf max. 40-45%...ich dachte:"mist, das gibts doch gar nicht!" mental war ich wieder am boden obwohl das MRT 100% bestätigt hat, dass die entzündung aus dem körper raus ist...ich sag´ nur: viele köche verderben den brei!!! frag´ 5 ärzte und du bekommst 6 meinungen. daher schliesse ich mich tassilo an: lasst euch nicht verrückt machen, macht euch frei im kopf von panikattacken, angstzuständen, etc...wenn euch jemand erzählt, dass WIEDER mal ein supersportler tot umgefallen ist, dann kann euch das echt egal sein denn ihr lebt und werdet auch weiterleben weil ihr besser auf euch aufpasst! werdet nicht zu extrem-hypohondern und EF-erbsenzählern und beschäftigt euch nicht nonstop den ganzen tag mit eurer krankheit! hört auf mit blutdruckmessen den ganzen tag daheim, dass macht euch abhängig und auf dauer wahnsinnig! lernt wieder auf euren körper zu vertrauen und begebt euch ggf. in therapeutische hände...lebt nicht eure krankheit sondern traut euch mit der zeit wieder euren alten altag zu leben...ich habe gelernt, dass folgendes wirklich wichtig ist: finde einen kardiologen, dem du wirklich vertraust und bei dem du dich wohlfühlst (ich war vorher bei 4-5 anderen kardiologen bis ich den gefunden habe, wo ich mich gut aufgehoben gefühlt habe); hört auf euch selbst und lasst euch nicht wahnsinnig machen durch die medien, internet, etc...wenn ihr langfristig krankgeschrieben seit, sucht euch eine beschäftigung, macht ein ehrenamt, geht gassi mit kleinen hunden aus dem tierheim, helft im sozialen bereich bei leichten tätigkeiten mit, etc...es gibt so viele dinge die man machen kann,...ich gehe übrigens seit 3 wochen wieder zum herzsport, 3 mal die woche ausdauertraining, 45 minuten bei ca. 100 watt belastung, mein puls steigt nie höher als 100-110 schläge/pro minute, ich komme leicht ins schwitzen, mit kopfhörern und musik von metallica fühle ich mich danach wie neu geboren...meine kondition wird von mal zu mal besser. klar nerven mich immernoch meine extrasystolen, ich hab da echt viele von aber jeder arzt hat mir bestätigt, dass die dadurch verurachten rythmusstörungen aber nicht gefährlich sind...ganz im gegenteil, sobald ich auf dem crosstrainer, etc. bin, habe ich keine extraschläge, keine rythmussstörungen mehr,...wenns nach mir ginge, ich würde den ganzen tag sport machen,...grins...(ausserdem habe ich die medikamentenmenge durch den sport reduzieren können)soviel dazu,...p.s.: den sex habe ich mir von anfang an nie nehmen lassen (ich war zwar sehr passiv anfangs aber immerhin gings rund...smile...), ich geb zwar nicht 100% wieder gas aber ich bin auf dem besten wege dahin,...grins...hört auf eure innere stimme und lasst euch nicht voll texten von anderen! ihr kennt euch und euren körper besser als jeder andere...ich bin ein extrem sensibler mensch aber wenn ich es geschafft habe positiv nach vorn zu schauen dann schafft ihr das auch! in diesem sinne: bleibt (werdet) gesund und lebt endlich wieder richtig!

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hi, ich denke auch daß deine Fragen nicht pauschal beantwortet werden können. Such dir einen guten Kardiologen (!), der auch sportlich was blickt (Hausarzt fragen) bei dem du deine Nachkontrollen machst und stimm deine Fragen mit ihm ab. Es ist halt jeder Mensch verschieden und so was muss einfach individuell behandelt werden. Gute Besserung!

Angst vor Herzmuskelentzündung oder Überbelastung?

Hallo, bin 34 und sehr trainiert und mache prinzipiell jeden Tag Sport. War vorgestern ganz entspannt joggen, als ich auf der Rückrunde plötzlich aus den Nichts an der Pulsuhr den Puls hochgehen, Stück für Stück bis er auf 180 war. Bin dann stehen geblieben, weil mir komisch wurde. So nach und nach ging der Puls dann runter.

Ich muss dazu sagen, dass ich eine Angststörung habe und ähnliche Dinge schon vor 4 Jahren in Form von Panikattacken aufgetreten sind. Der Sport hat mir eigentlich bewiesen, dass ich gesund bin. Eben deswegen bin ich zu Hause nach dem Lauf noch mal aufs Ergometer und bin bis Puls 160 gefahren – alles OK, keine "Aussetzer".

War dann gestern noch mal auf meinen Trainer. 15 Minuten bis 120 Watt war alles OK, dann ging der Puls wieder ein gutes Stück nach oben und blieb dann irgendwo um die 140. Auch hier keine Schmerzen, Luftnot o.ä. – einfach nur ein zu hoher Puls für die Wattzahl. Als ich dann 160 und 180 Watt probiert habe, ging der Puls komischerweise nicht mehr extrem viel höher – war also prinzipiell nicht viel anders wie immer. Auch hier keine körperlichen Probleme.

Heute habe ich leichten Muskelkater in den Oberschenkeln, war aber gestern zuvor noch ein gutes Stück zu Fuß unterwegs - vielleicht war das insgesamt zu viel. Ich habe natürlich tierisch Angst, dess es eine Herzmuskelentzündung sein könnte, weil ich vor ca. 4 Wochen eine Mandelentzündung hatte, die aber extra komplett auskuriert habe, eben weil man das ja weiß.

Komischerweise war mein Leistungslevel bis vor 2 Tagen noch überraschend gut für mich bzw. ist kontinuierlich angestiegen. Vielleicht auch Übertraining oder generell Überbelastung? Bin gerade echt verwirrt und habe etwas Angst. Weitere Symptome, bis auf den Puls bzw. heute leichter Muskelkater habe ich keine.

Bin für alle Tipps dankbar!

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