Wie kriege ich das knacken aus meiner Schulter?

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2 Antworten

Hi,

von hier kann dir niemand sagen, was es wirklich ist. Da es gem. Arzt kein Knochenproblem ist (wow, da müsste ja auch was gebrochen sein und dann täte es so weh, dass Sport unmöglich ist), würde ich auf ein Geräusch durch eine springende Sehne tippen. Es gibt mehrere bekannte solcher "Sehnenschnappen" z.B. bei der Schnapphüfte, oder beim Ellenbogen (beim Liegestützen machen). Dabei springt/rutscht eine Sehne über einen Knochenvorsprung, der zwischen Anfangs- und Endposition der Sehne im Weg ist. Wie wenn man eine gespannte Kordel über z.B. eine Tischkantenecke zieht. Das erzeugt ein Geräusch und ein fühlbares Ereignis an der betreffenden Stelle.

Die Frage bei dir: Ist es plötzlich entstanden, direkt beim Training und hattest du dabei ein Verletzungsgefühl? (Es muss nicht geschmerzt haben, aber vllt. hast du gemerkt: oh, da war eben was nicht ok.) Dann könnte es einen teilweisen Einriß einer Sehne gegeben haben. Sehnen bestehen nicht immer nur aus 1 Strang, sondern manchmal aus breitgezogenen, dünnen Formen (sog. Sehnenplatten), wenn da ein Streifen einreißt, ergibt sich für den Rest der Sehnenplatte eine andere Mechanik. In dem Fall tippe ich auf die Rotatorenmanschette. Bei einem Verletzungsgeschehen könnte es auch den Ursprung der langen Bizepssehne betreffen. Vielleicht kannst du es etwas genauer lokalisieren, entweder durch Fühlen, oder Hören, oder genaue Beschreibung, wann es auftritt. Das hilft dem Arzt bei der Diagnose sehr.

Oder war es immer schon da und du merkst es eben beim Schultertraining? Dann hast du evtl. eine ungünstige Gelenkführung (begünstigt z.B. durch eine Ausfühung mit instabilem Schulterblatt: das bitte bei nahezu allen Übungen nach hinten und unten ziehen).

Achte genau darauf, wenn es sich nicht mehr gut anfühlt. Dann wird die Sehne sehr gereizt sein und das ist dann in der Sonographie (Ultraschall) nachweisbar, nicht im Röntgen. Falls das eintritt, ist unbedingt Ruhe für die Sehne erforderlich, da sie sonst dauerhaft Schaden nimmt.

In jedem Fall achte auf eine gute Schulterblattführung, gehe bei allen Übungen für die Schulter nicht in die volle Anfangs- und Endkontraktion, trainiere nicht mit der Stange hinter dem Kopf (Klimmzug oder Schulterpresse), sondern davor. Alles Gute.

ich muss mich korrigieren:

bei Über-Kopf-Übungen das Schulterblatt nicht nach unten ziehen, sondern drehen. Die Drehung sieht so aus: der nach aussen ragende Rand des Schulterblatts dreht sich nach oben, der nach innen ragende Teil dreht sich nach unten. Das linke Schulterblatt dreht sich also beim Heben im Uhrzeigersinn und das rechte andersrum. Das geschieht i.d.R. aber automatisch und man kann das mit Hilfe zweier Spiegel schön beobachten. Diese Drehung kann aber auch eingeschränkt sein und bei Problemen sollte man sich auf die Drehung konzentrieren. (Nebenbei: Das Maß der Drehung zum Maß der Armhebung ist definiert und hört auf den lyrischen Namen: Skapulohumeraler Rhythmus.)

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Verspannungen können auch dafür sorgen, dass die Schulter knackt. 

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