Welche Laufrichtung gilt in Loipen?

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3 Antworten

Ich kenne die gleiche Regel wie du und so steht sie auch im Skilehrplan des DSV. Dass es natürlich immer Leute gibt, die meinen, die Regeln gelten für sie nicht, ist leider auch klar. Ich bin bei Geister-Gegenverkehr trotz Recht eher vorsichtig und weiche lieber aus, bevor ich mich umfahren lasse, auch wenn es mich manchmal schon ein wenig ärgert. Zum Glück bin ich so wendig auf den Ski, dass mir ein Spurwechsel nichts ausmacht. Also...

Dann bin ich ja froh, dass meine Regelkenntnisse stimmen.

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Richtig zum Greifen kommt Deine Frage in der klassischen Technik. Da gilt folgendes:

  1. Wenn eine Laufrichtung angegeben ist und nur eine Spur gezogen wurde, hat der Vortritt, der in der angegebenen Richtung läuft. Falschläufer müssen aus der Spur.
  2. Wenn mehrere Spuren vorhanden sind und wenig Läufer unterwegs sind, dann gilt generell Rechtsverkehr. Somit ist Gegenverkehr kein Problem.
  3. Es gibt zwei oder mehr Spuren, eine vorgegebene Richtung, und viele Läufer. In diesem Fall tritt wieder der Fall 1 in Kraft, wenn die vorhandenen Spuren durch LL, die in der vorgegebenen Richtung unterwegs sind, belegt sind.

Im Engadin auf der Marathonloipe kann man das gut beobachten. Auf den Seen hat es oft bis zu 10 klassische Spuren nebeneinander, an Engpässen oft nur noch zwei. Die Läufer halten sich strikte an den Rechtsverkehr. Starke Läufer die Überholen, müssen selbst schauen. Die Spuren links sind dann tabu, wenn Läufer entgegen kommen. Sonst werden auch diese Spuren fürs Überholen genutzt.

Wenn es ausgeschildert ist ist es ja gar keine Frage, dass es immer wieder Leute gitb die keine Regeln beachten können oder wollen, ist halt mal so. Sollte doch mal jemand entgegenkommen ist es eigentlich so wie im Straßenverkehr, oder man muss sich einfach schon frühzeitig per Sichtkontakt, Zuruf oder Handzeichen einigen.

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