Was versteht man im Laufsport unter Tempohärte?

3 Antworten

Ich würde unter Tempohärte verstehen, dass man durch eine spezielle Motivations- und Durchhaltefähigkeit wirklich an die letzten Kraftreserven des Körper herankommt und diese mobilisieren kann, um näher an die maximale körperliche Leistungsfähigkeit heranzukommen. Da ist immer ein ganz schöne Stück an "innerer Schweinheund" dabei ;-)

Tempohärte kann man auch als Durchhaltevermögen und Willenskraft bezeichnen, oder ganz einfach wie gut man eine Strecke bzw. Distanz laufen kann. ZB beim 400 Meter-Lauf bezeichnet man die Kampf- und Willenskraft bzw. die Fähigkeit gerade auf den letzten 100-Meter dieser "Mörderstrecke" noch einmal alles geben zu können (oder sogar noch eins drauf zu setzen), und sein Tempo halten zu können. Im Prinzip heißt das aber auch nichts anderes, als dass man einfach fit und gut genug sein muss.

Eigentlich ist mit Tempohärte die körperliche Anpassungen an ein hohes Tempo gemeint. Und das kann man vielfältig trainieren. Beispielsweise kann man mit Sprungtraining auch eine Verbesserung der Laufökonomie erreichen. Je kräftiger die Muskulatur ist, desto belastungsverträglicher ist sie auch und desto später ermüdet sie. Durch das Training wird der Fußabdruck verbessert, explosiver und kürzer, aber auch die Fähigkeit des Muskel-, Sehnen- und Gelenkapparats, beim neuerlichen Fußaufsatz sofort wieder in Aktion zu treten, was die Laufschnelligkeit, also die Tempohärte verbessert.

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