Warum darf man sich beim Klettern einer Route zwischendrin nicht ausruhen?

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Da gäbe es auch noch den Begehungsstil "alles frei" (a.f.): Ruhen nur in Ringen, nicht in den Zwischensicherungen. Das stammt aus Sachsen zu einer Zeit, als Ringe hauptsächlich zum Nachholen gedacht waren, kommt also dem Rotpunkt schon recht nahe. Es steht im Gegensatz zum vorher üblichen "mit Unterstützung" (m.U.): Wenn es schwer wird, darf man sich den Nachsteiger an den Ring holen und auf seine Schultern steigen (deshalb auch als Schulterstand bekannt). Vergleich dazu gibt es auch heute noch den Alpin-/Bigwall-Stil des technischen Klettern (Aid Climbing) mit einer eigenen Skala von A0 bis A5 (je nach dem, wie schwierig sich Sicherungspunkte zur Fortbewegung einsetzen lassen).

Hallo Cappuccina. Es geht hier ums Sportklettern, nicht um andere Kletterformen. Im Sportklettern gibt's wie in jedem Sport auch Regeln. Natürlich kannst Du das für Dich halten, wie Du möchtest, aber dann eben ausser der Norm. Es sei aber gesagt, dass das Vielen egal ist.

Folgende Beghungsstile gibt's beim Sportklettern:

  • OnSight: Du darfst die Route nur von Unten begutachten, sie selbst nie geklettert haben, und auch niemandem dabei zugesehen haben.
  • Flash: Du hast die Route noch nie geklettert, aber schon mal jemandem zugeschaut, oder dich abgeseilt.
  • Rotpunkt: Du hast die Route schon öfter versucht, aber dieses mal hat es geklappt, und zwar ohne Sturz oder Ausruhen.
  • Rotkreis: Bei einem Sturz wirst Du zurück zum letzten Ruhepunkt (No-Hand-Rest) abgelassen und musst wieder vorn dort aus weiterklettern, aber die Exen sind dann ja schon geclippt.
  • Toprope: Du kletterst die Route ganz ohne Rast und ohne Sturz, aber das Seil läuft durch die Umlenkung oben, im Gegensatz zum Seil beim Vorstieg.

Das was Du machst, wenn Du ausruhst, und mal hier mal da probierst, wie Du weiterkommst, nennt man Ausbouldern einer Route. Das ist sehr gut um zu lernen :-)

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