Unfall in der Sporthalle . im Schulsport

3 Antworten

Muss man hier wirklich Rat geben wie man aus dem Unglüch des eigenen Kindes noch Kapital schlagen kann? Ich denke mal: nein.

Grundsätzlich ist ein Schüler/in bei Unfällen innerhalb des Schulgebäudes über die Schule versichert. Es ist in meinen Augen nicht zwingend fahrlässig wenn der Sportlehrer/in die Schüler Geräte oder Matten aufbauen läßt, wobei es natürlich darauf ankommt in welcher Alterskategorie die Schüler sind. Bei Kidds ab 14 Jahren sollte das an sich zu verantworten sein, was im Endeffekt aber juristisch geprüft werden müsste. Das die Lehrerin sich nicht nach dem Gesundheitszustand ihres Schützlings erkundigt ist dann mehr eine menschliche Angelegenheit. Genau wie im Gegenzug der Versuch Schmerzensgeld raus zu schlagen. Grundsätzlich muss eine Art Tatbestand bestehen um Schmerzensgeld einfordern zu können. Das bedeutet das zb. eine Schädigung durch eine andere Person vorliegen muss oder ein gravierender Fehler an einem Objekt / Gerät etc. zu einer Schädigung führt. Dies ist in dem Fall ja nicht passiert. Die Matten sind beim Lösen umgekippt was man als Unachtsamkeit derjenigen die die Matten entnehmen wollten ansehen kann. Letztlich sind das aber jetzt Dinge die nur im Rechtswesen geklärt werden können.

Hallo,

Sportunfälle passieren überall und auch unter der Aufsicht eines Lehrers. Ob eine Verletzung der Aufsichtspflicht vorliegt müsste hier konkret geprüft werden und hängt vor allem vom Alter der Kinder ab.

Für die Behandlungskosten hat in der Regel die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) aufzukommen, die auch Folgekosten zu tragen hat.

Da Lehrer trotz ihrer Fortbildungspflicht leider oft nicht ausreichend in Erster Hilfe geschult sind, sind die Hilfeleistungen leider nicht optimal, genügen jedoch den Anforderungen, §323c StGB (Unterlassene Hilfeleistung).

Ein Recht auf Schmerzensgeld lässt sich ggf. aus § 823 (1) BGBableiten, doch ich bezweifle dass in diesem Fall Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Mitschülers vorlag. Zudem ist die Deliktfähigkeit des Mitschülers nach §823 BGB zu prüfen. In diesem Fall müsste die Person über 18 sein.

Gerichtsurteile zeigen, dass ich Schmerzensgelder, die in Deutschland gerichtlich als rechtmäßiges Urteil gefällt werden, sich bei Frakturen im Bereich von wenigen hundert Euro bewegen.

Ich würde ein Gespräch mit der Schulleitung suchen und den Vorfall schildern, sowie darauf hinweisen, dass die Lehrerin die Kinder nicht in die Halle lassen sollte und ggf. einen neuen EH-Kurs besuchen sollte.

Ansonsten, so tragisch es sein mag, ist es ein Unfall, der wahrscheinlich nicht verhinderbar gewesen wäre.

LG

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