Schmerzen im Oberschenkel

5 Antworten

Hi storm,

es hört sich nach einer Muskelverletzung an. Naturlich kann auch ein Nerv, eine Lymph- oder Blutbahn, ein Knochen oder seine Haut beteiligt sein, ist aber seltener.

Muskelverletzungen werden meist verharmlost (ach, das geht schon weg...) und sind dadurch gefährlich: bei erneuter und zu fruher Belastung vor der kompletten Ausheilung wird der Schaden noch größer und die Heilung weiter verzögert. Ein Teufelskreis.

Diagnose: eine ct oder Röntgen hilft dir hier nicht, es sollte wenigstens durch einen darin erfahrenen Sportarzt eine Sonographie gemacht werden, besser noch ein MRT. Bei beiden kann man Weichteile und Flüssigkeiten darstellen, also z.B. viel ausgetretenes Gewebswasser oder ein Hämatom an einem Muskel. Ruf beim örtlichen Gewichtheberverband an und frag,zu welchem Arzt die ihre Leute schicken. Wenn es dann eine Muskelverletzung sein sollte, ist es günstig, im Vorfeld abzuklären, ob:

- eine Infektion besteht (Pfeiffersches Drüsenfieber, Borreliose, Zahnproblematik),

- Vitamin-, Spurenelemente- oder Mineralienmangel vorliegt,

- du häufig dehydriert bist (eingedicktes Blut, führt zu Sauerstoffmangel im Muskel)

- ausgeprägtes Übertraining vorliegt oder der Muskel nicht ausreichend trainiert ist.

Eine Blutabnahme ist u.a. also auch erforderlich.

Zuerst wie immer ruhig stellen, Kälteanwendung, Bein hoch legen, später zur Entstauung manuelle Lymphdrainage (KEINE Massage), Bewegungen im schmerzfreien Bereich sind hilfreich, zur Tonusreduzierung den Antagonisten (Beinrückseite) exzentrisch und kozentrisch trainieren. In dieser Phase sollte das noch durch den Sportarzt mit Injektionen begleitet werden, nochmals später, wenn die akute Anfangszeit (bis ca 2 Wochen) vorbei ist, kann es allein in die Hände eines Physios gelegt werden. Muskelkraft LANGSAM wieder aufbauen. Schmerzmittel nur auf Anraten des Arztes, denn die Medis können Symptome überdecken und du fängst zu früh wieder mit Training an.

Später zur weiteren Pophylaxe Muskelaufbautraining, hier für Ballschüsse besonders den m. rectus femoris (gerader Schenkelmuskel). Hypertrophietraining zur Querschnittsvergrößerung, die Last verteilt sich dann auf einen größeren Querschnitt. Muskeln vor dem Training gut aufwärmen, zum Dehnen wird auch geraten. Vielleicht auch mal die Schusstechnik optimieren.

Nimm es ernst, nicht weiter machen und es braucht eben viel Zeit zum Ausheilen. Wie du sicher weißt, sind auch Profis, die die beste medizin. Versorgung erhalten, dann gerne mal für mehrere Monate weg.

Warst du schon bei einem Facharzt für Sportverletzungen? Die wissen meistens viel mehr über solche Beschwerden als andere Ärtzte und können bessere Tipps geben. Bei mir war das auch so, dass ich erst bei anderen Ärzten war, auch die im Krankenhaus wussten nicht so gut Bescheid wie mein Sportarzt. Er hat damals bei mir auch keinen CT gebraucht um festzustellen was los war und dass kein Kreuzband beschädigt ist, obwohl alle (Physio, etc.) gesagt haben mein Kreuzband sei gerissen.
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute!

Wenn sportärtzlicherseits physiologische Gründe auszuschließen sind, kann es sich bei den genannten Symptomen auch um neurologische Gründe handeln. Psychische Belastungen ( auch ältere oder viele kleine in der Summe ) können psychosomatische Auswirkungen auf Nerven und Organe haben. So können auch Blockaden vorliegen, die energetisch aufgelöst werden könnten. Da gibt es viele Ansätze in der chinesischen Heilkunde. Wenn du mehr darüber wissen willst kannst Du mich gerne kontakten. Cortison birgt jede Menge negative Nebenwirkungen und würde ich nur im äußersten notfall einsetzten! lg Rüdiger

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