Nackenschmerzen vom Nordic Walking?

2 Antworten

Die Antwort von wiprodo ist bereits sehr ausführlich. Aber einen wichtigen Punkt möchte ich hinzufügen: Es ist sehr wichtig, die Schultern locker zu lassen! Achte beim Laufen darauf. Wahrscheinlich wirst Du feststellen, dass Du die Schultern nach einer Weile wieder höher ziehst und damit verkrampfst. Lass sie wieder fallen und achte nach einer Weile wieder darauf.

Normalerweise mache ich Nordic Walking gerade auch, um solche Rücken- und Nackenverspannungen loszuwerden. Wenn ich aber beruflich oder familiär im Stress bin, klappt es nicht so recht, und ich erwische mich dann ebenfalls, wie ich die obere Arm-, Schulter- und Nackenmuskulatur unbewusst verkrampfe.

Bewusstes und kraftbetontes Nordic Walking mit nur nötig angespannter, aber nicht verkrampfter Schulter ist kein Widerspruch.

Wahrscheinlich verkrampfst du die Schultermuskulatur beim Stockeinsatz. Dabei spielt die Länge der Stöcke eine untergeordnete Rolle. Eine Empfehlung: Betreibe Walking, wobei du die Stöcke in der Mitte anfasst und Arme und Stöcke locker neben dem Körper in natürlicher Bewegung mitschwingen lässt. Mach dabei zügige, aber nicht bewusst vergrößerte Schritte. Wenn du dich daran gewöhnt hast, greife die Stöcke weiter oben an und lasse sie bei jedem Schwung hinter deinem Körper kurz auf den Boden tippen. Auch dies solltest du einige Zeit üben, bis die Bewegungen rund und entspannt ablaufen. Erst dann kannst du in die Schlaufe der Stöcke greifen. Schwinge auch hier die Arme wechselseitig wie beim normalen Gehen, lass am Ende eines Armvorschwunges die Stockspitze auf den Boden fallen. Erst allmählich kannst du den Abdruck vom Stock etwas verstärken. Also: KEIN betontes Vorschwingen der langen steifen Arme, KEINEN vergrößerten Storchenschritt (Parademarsch) mit hartem Aufsetzen der Ferse. Locker, natürlich und entspannt gehen!

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