Männer und Fitness (besonders Bauch Beine Po)

3 Antworten

Nachdem es ja hier fast eine ideeologische Diskussion über die Methode des BBP gibt und ich es wirklich nicht weiß, kann uns die Fragestellerin vielleicht aufklären? Handelt es sich um Kraftausdauer oder um Ausdauertraining/Aerobic? Ich will ja jetzt nicht klugscheißen aber wenn das wirklich Aerobic ist danm wäre ja die Bezeichnung des Trainings (BBP) zweifelhaft.

Nun, ich denke einfach das die sogenannten BBP Zonen Bereiche sind deren Augenmerk hauptsächlich dem weiblichen Geschlecht zugewandt sind. Wenn du mal ein Umfrage unter dem Mädels/Damen startest und nach ihren Problemzonen fragst dann erhälst du weitgehendst als Antwort BBP. Bei den Männern wird zwar oftmals auch ein Bierbauch angemerkt, allerdings wünschen sich die meisten Männer neben einem flachen Sixpackbauch insgesamt mehr Muskelanteile. Das Gesäß oder gar die Beine werden hier kaum genannt. Das begründet dann das die Männer überwiegend im Kraftraum trainieren und im Verhältnis weniger an den Kursen teilnehmen. Wenn Männer an Kursen teilnehmen, dann meist in den Bereich Fit for Fun oder Wirbelsäulengymnastik. Zumindest ist das meine Erfahrung als Langjähriger Trainer eines Fitnessstudios. Im Endeffekt ist dies also eine reine Interessenangelegenheit unter den Geschlechtern. So wie die meisten Damen wenig für Fußball übrig haben, haben die Männer halt weniger Interesse an Gymnastikkursen.

Witzig ist, das die ganzen Poser wenn sie sich wirklich mal in so einen Kurs verirren regelmäßig von der Hausfrau Lieschen Müller platt gemacht werden. Die Legende das in solchen Kursen gestrafft wird stimmt so wieso nicht. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe befinden wir uns da größtenteils im Kraft-Ausdauerbereich. Ich denke auch es ist eindeutig ein Imageproblem. Aber was ist der Unterschied zu "Fit for Fun" außer dem Namen? Das kann in jedem Kurs was völlig anderes sein. Man müsste sich dann schon konkret über die Methode, Inhalte und Übungen unterhalten

Volle Zustimmung – außer dass hier schon wieder der Begriff Kraftausdauertraining "missbraucht" wird. Ein Training im Kraftausdauerbereich muss bei mindestens 30% der Maximalkraft und in einem definierten Zeitraum stattfinden. Die Bewegungen müssen stets gleichbleibend sein. Man darf also weder in der Intensität noch in der Geschwindigkeit nachlassen. Man muss also z.B. in 1 Minute so viele gleichbleibende, intensive Beinpressen wie möglich absolvieren. Dann erfolgt wie beim Hypertrophietraining eine Pause von ca. 90 Sec., und man wiederholt das Ganze noch mindestens zweimal. Alles andere hat nichts mit Kraftausdauertraining zu tun.

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@DeepBlue

Irgendwie kann ich es nicht glauben, dass unser Körper mit eingebautem Sekundenzeiger geboren ist.

Denkst Du wirklich, dass ein Training bei 29% Maximalkraft in einem undefiniertem Zeitraum (mal 70 mal 90 Sekunden) und Pausen von 110 Sekunden und das 2-4 mal wiederholt kein Kraftausdauertraining sei?

Ich glaube, unserem Körper sind die Sekunden ziemlich latte.
Solange kontenuierlich eine Steigerung erfolgt, wird es auch einen Trainingserfolg geben. Warum sollte alles immer genau definiert meßbar sein? Wozu dieser sekundengenau, grammgenaue Kontrollzwang?
Man trainiert doch nicht für Studien!

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@Kyra72

Du hast den Tenor meiner Aussage nicht verstanden, liebe Kyra.

  1. Ein Kraftausdauertraining ist eben nicht eine leichte Hantel 1000mal zu curlen oder 1000mal die Knie zu beugen. Man tut damit mit Sicherheit etwas für seine Fitness, aber das hat eben nichts mit einem Kraftausdauertraining zu tun!

  2. Ich schrieb auch von "ca." und "z.B." - um meine Behauptung anhand von Beispielen zu veranschaulichen. Selbstverständlich sind die Angaben variabel - schließlich sind wir Menschen Individuen ;c)

  3. Ich habe auch nie behauptet, dass bei BBP, Body Attack oder wie auch immer ein Trainingserfolg ausbleibt - ich habe nur geschrieben, dass es sich nicht um ein Kraftausdauertraining handelt. Man muss schon zwischen einem Kraftausdauertraining und einer kraftorientierten Ausdauerbelastung unterscheiden - besonders wenn man als Trainer, Sportlehrer oder Übungsleiter fungiert.

  4. Kluge Menschen wie Fröhlich und Schmidtbauer haben zum Thema Kraftausdauer viel Schlaues geschrieben und mehrere empirische Studien erstellt. Es geht dabei nicht um eingebaute Sekundenzeiger, Sarkasmus & Co. - es geht ausschließlich um ein effektives Training der Kraftausdauer.

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@DeepBlue

Ich habe rein gar nichts gegen Studien, im Gegenteil.
Studien bringen es allerdings so mit sich, dass sie aus genauen Zahlen bestehen. Natürlich sind diese Zahlen Durchschnittswerte und schon daher keine absolute Meßlatte.
Wer sich danach sekundengenau und grammgenau richten möchte, dem bleibt nur das Fitnessstudio. Sicherlich wird er Erfolg haben, wenn er durchhält.

Für mich sind die Erkenntnisse der Studien wichtig, nicht so sehr die genauen Zahlen. Daraus mache ich ein lebendiges Training, das Spaß macht Im Leben habe ich nicht geglaubt, dass heute (Halbfinale Deutschland) überhaupt jemand zum Schlagkrafttraining kommt. War eigentlich ein Planungsfehler, weil das Training bis 9.00 Uhr geht. Aber scheinbar macht es doch Spaß ;-)
Und genau das spricht für diese Art von Training.

Auch heute habe ich wieder einen Schüler gehabt, bei dem ich leicht erschüttert war. Er ist muskulös, gute Figur, geht regelmäßig 4x pro Woche ins Fitnessstudio, arbeitet als Soldat mit regelmäßigem Dienstsport und übt außer Wing Tsun noch Krav Maga aus - ist dort Instruktor. Außerdem ist er 8 Jahre jünger als ich. Bei uns ist er noch relativ neu.

Wir haben beidbeinige Kniebeugen (ohne Gewicht) gemacht, also nicht schnell, sondern immer einige Sekunden (ca 15?) in einer Position verharren, mal höher, mal tiefer.
Ich beendete die Übung, die schon anstrengend war, aber nicht ultra, lange, bevor ich kaputt war, weil er schwächelte. Dasselbe bei den kurzen Flys, wo er kaum die Arme in einen weiten Winkel ( mehr als 90 Grad) beugen konnte und dann Ellenbogen senkrecht hoch.

Also irgendwas muss mit seinem strukturiertem Kraftausdauer-Training nicht stimmen, denn ich bin gewiß keine Sportskanone und auch kein Hungerhaken (von wegen Gewicht) Ich habe zeitgleich jede Übung mitgemacht.

Ich glaube, meinen Schülern ist es relativ egal, ob es sich um ein kraftorientiertes Ausdauertraining oder ein Kraftausdauertraining handelt.
Fakt ist, wenn der Muskel merkt, dass er nicht mehr kann (Muskelzittern) wird er anschließend verstärkt aufbauen, egal ob es an dem kraftorientiertem Ausdauertraining oder dem Kraftausdauertraining oder dem Maximalkrafttraining liegt.

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@Kyra72

Du hast Recht, aber darum geht es doch gar nicht! Eine Jacke ist eben keine Hose - ok, es sind beides Kleidungsstücke. Und ein Kraftausdauertraining ist eben kraftorientiertes Ausdauertraining, kein Maximalkrafttraining, kein Schnellkrafttraining, kein ... - und das müssen natürlich nicht die Teilnehmer aber die Trainer wissen. Stell Dir mal vor, ein Autoverkäufer verkauft Dir einen VW, der in Wirklichkeit ein Opel ist... Auch wenn Du den Opel genau so gern fährst wie den VW, zeugt das doch nicht von einem kompeteten Autoverkäufer.

Anhand Deiner Schilderung habe ich Zweifel, ob der von Dir beschriebene Wing Tsun- und Krav Maga-Instruktor im Fitness-Studio ein Training im Kraftausdauerbereich praktiziert. Hört sich eher nach Hyperptrophie mit zu geringer Bewegungsamplitude an - aber das ist wieder ein anderes Thema.

Schönes Wochenende!

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@DeepBlue

Hi,
selbstverständlich weiß ich, was Kraftausdauertraining ist. Ich habe aber eine andere Ansicht zum Thema Training.

Aber ich bin nicht dort Trainerin, um mich vor meinen Schülern zu profilieren.
Es ist mir allemal wichtiger, dass die Schüler das bekommen, was sie sich wünschen, also den Effekt, den sie sich wünschen.

Natürlich weiß ich, dass für ein Schlagkrafttraining eigentlich ein Schnellkrafttraining angesagt ist, denn schließlich ist die Schlagkraft eine Auswirkung der Schnellkraft. Aber so ein Training ist bei uns aufgrund unseres überwiegenden Klientels (sehr unregelmäßig trainierende Otto Normalverbraucher und Lieschen Müllers), nicht verletzungsfrei durchführbar. Im Übrigen versprach ich nie ein Kraftausdauertraining.

Ich möchte erreichen, dass alle interessierten Schüler die Chance haben, einen wirkungsvollen Schlag auf eine Pratze zur erlernen ohne sich dabei selbst zu verletzen. Das ist das Ziel.
Sie sollen die Pratze nicht nur kitzeln. (Natürlich besteht das Training nicht nur aus dem geschildertem Eigengewichtstraining.)

Und zu meinem angeführtem Schüler: Bevor man Maximalkrafttraining macht, sollte die Kraftausdauer bis zu einem gewissem Level vorhanden sein. Also wird er die auch trainiert haben. Ellenbogen anwinkeln auf über 90 Grad ( vielleicht 120 Grad) hat gewiss nichts mit "übermäßiger Bewegungsamplitude" zu tun Das kann eigentlich jeder auch ohne Training.

Und ich denke, es ist ein guter Verkäufer, wenn er mir einen Opel verkauft (der mir viel besser gefiel), obwohl ich eigentlich einen VW haben wollte. Denn dieser Verkäufer ist auf den echten Kundenwunsch eingegangen. Er verkaufte das Auto, welches mir am Besten gefiel.

Wie gesagt, ich habe einfach eine andere Ansicht wie Du.
Schönes Wochenende!

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@Kyra72

Es kommt hier nicht auf MEINE Ansicht an, ich habe den Begriff und die Definition von Kraftausdauer nicht erfunden!

Bevor man Maximalkrafttraining macht, sollte die Kraftausdauer bis zu einem gewissem Level vorhanden sein.<

Von Maximalkraft habe ich zwar nie geschrieben, sondern von Hypertrophie, aber Dein Satz stimmt nicht. Bevor man seine Maximalkraft (= Absolutkraft!) trainiert, muss man sich durch ein Training im Hypertrophie-Bereich eine gewisse Grundkraft angeeignet haben, um Verletzungen im Maximalkrafttraining zu verhindern. Auch lernt man durch das Training im submaximalen Bereich die Übungen technisch sauber durchzuführen.

selbstverständlich weiß ich, was Kraftausdauertraining ist.

Da bin ich mir nicht so ganz sicher.

Maximalkrafttraining: Training mit so schweren Gewichten/Widerständen, dass nur 1 - max. 3 WH mögich sind. (lange Pause zwischen den Sätzen).

Hypertrophietraining: Training mit Gewichten, die man 8 - max. 12 x sauber bewegen kann.

Kraftausdauertraing: effektiv nur möglich, wenn einem seine Maximalkraft bekannt ist! Hier spielt nicht nur das Gewicht eine Rolle, sondern die Anzahl von Wiederholungen innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums, ohne dass man dabei langsamer oder lahmer wird.

;c) Es geht hier nicht um MEINE oder DEINE Meinung, auch nicht um DEIN Training und was DU möchtest oder nicht, es geht hier ausschließlich um die Begriffe/Definition von Kraftarten, die nun einmal feststehen und von mir nicht erfunden wurden. Ein Hochsprung ist auch keine Weitsprung.

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@DeepBlue

Lieber Deep Blue genau darum geht es nicht. Das ist in diesem Zusammenhang sogar ziemlich uninteressant und eigentlich überhaupt nicht das Thema des Threads sondern höchstens eine Randnotiz.Und es ist ja wunderbar wenn man Lehrbücher zitieren kann aber und das schreibe ich hier gerne auch noch mal. Ich musste bei 4 Lizenzprüfungen 4 verschiedene Definitionen dazu in der Prüfung schreiben.Das ist auch ein Grund warum ich über so viel Eifer lachen muss. Übrigens stimmt es keineswegs das einem die Maxmalkraft "bekannt" sein muss. Es wird einem auch so gelingen sich sauer zu trainieren, was ein Hauptmerkmal ist und bisher gar nicht erwähnt hast ;-) Wenn ich so drüberfliege hast du bis jetzt nur geschrieben was Kraftausdauertraining nicht ist.

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Ich hoffe mir kann jemand von euch helfen

Bedank mich schon jetzt :)

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