Leistungssport aufgeben?

4 Antworten

Uni wäre wichtiger, da der Abschluß deine berufliche Zukunft sichert. Die Sportkarierre ist schneller zu Ende als man denkt. Wenn man dann nicht beruflich vorgesorgt hat, sieht man schnell alt aus. Nächstes Jahr kannst du es dann bei einem anderen Verein probieren.

Danke für deine Antwort. Das Problem ist auch zum einen dass ich im Sportbereich studiere, und mein ganzes Umfeld (inkl. Professoren, Familie, Trainer, Bekannte) eder erwartet dass ich Leistungssport mache. Ich selbst bin zwiegespalten. Die Uni ist mir wichtig, ich hab auch gute Noten, nur ist es eben eine starke Doppelbelastung die unter diesen Umständen (Geld,Mannschaft,etc.) eben zu hinterfragen. Mein grosses Problem ist auch dass ich nicht aufhören möchte "ohne etwas erreicht" zu haben. Ich war immer im National-Kader und kurz vor wichtigen Turnieren verletzt (und dann eben nach dem Unfall für 3Jahre ausgeknockt).

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Ich hab jetzt mal eine Pro und Contra Liste gemacht:

PRO - Training, körperliche Fitness - persönliche Verbesserung der Leistung (so weit es in dem Team möglich ist) - viele 1.Liga Spiele, viel Spieleinsatz - Chancen auf Nationalmannschaft/WM/Olympia später - Anerkennung Sportlicher Leistung in Gesellschaft,Universität - Treffen von 1,2 netten Spielern im Training - Freude an der Sportart selbst -Kontakte im Sport - in den sommerferien 8h/Tag trainiert 2Monate lang zur Vorebereitung, gute Form-->viel investiert

CONTRA : - schlechter Trainer, Training qualitativ nicht optimal - Mannschaft schlecht sowohl sportliche Leistung als auch Verhalten (fehlende Disziplin, Motivation,Faulheit,..) - Kein Respekt, pubertäres Benehmen, -viele Spiele, fast jedes Wochenende - Training sehr zeitaufwendig (Hinfahrt, Training, Rückfahrt--> pro Tag min. 6 Stunden) - Verletzung des Unfalls wurde auch nach 3 OPs, 3Jahre Pause mit Leistungssport nie ganz geheilt (Sport, Physio,etc habe ich natürlcih in den 3 Jahren gemacht) --> ständige Schmerzen (jeden Tag,v.a in Training/Spiel), Bewegungsraum im Gelenk nicht 100% nur 80%--> schlechtere Leistung als vor dem Unfall (auch psychisch schwer das zu aktzeptieren:S) - Mitgliedsbeitrag monatlich recht viel (seither wurde ich immer bezahlt für Sport, jetzt bezahle ich für so einen Sch.....) --> das Geld könnte ich in Therapien , Physio, etc. investieren - Unterricht in Uni MO-DO 8-16h, FR 8-12h - Februar/März grössere Prüfung - Ende April: Masterarbeitabgabe, Sommer: Staatsexamen - wenn ich mein Studium nicht gut abschliesse sinken Chancen auf guten Arbeitsplatz :S :( - mache zusätzlich Fern-Ausbildung Unterricht immer 1x komplettes WE pro Monat + täglich 1Std lernen zuhause - Haushalt, tägliche Tätigkeiten (waschen,kochen,einkaufen) kommen sehr zu kurz - soziales Leben kommt zu kurz (treffe mich ca. 1x/halbahr mit Freunden:-/) - Stress, wenig Schlaf : Training 4.30-6.00/6.30h und 17.30/18h-21h (Trainingszeiten variabel aber meistens so) - würde ich pausieren könnte ich von zuhause aus trainieren (joggen, Kraft)-->zeit sparend und eventuell 2-3x pro Woche mit nem Kumpel ins Fitnessstudio, u. 1-2x Woche Physio/Massage

Das ist schon eine recht schwere Entscheidung und als Außenstehender ist es schwer das passende anzuraten. Wenn jemand Leistungssport betreibt und das so akribisch und auch vom Leistungsspektrum so gut ist das er internationale Wettkämpfe bestreiten kann und darüber hinaus noch eine Olympiaqualifikation in Greifweite hat, dann ist dies schon das oberste was ein ernsthafter Sportler anvisieren kann. Auf so einem Level stehend kannst du dir es gar nicht erlauben eine längerfristige Pause einzulegen, denn der Zug ist dann schnell abgefahren. Wenn es um eine jährliche WM Teilnahme gehen würde kann man eine Saison aussetzen. Aber in Punkto Olympia die eine Zeitspanne von 4 Jahren beinhaltet ist das sehr schwer. Du wirst nicht jünger. Soll bedeuten wenn du 2014 nicht dabei sein kannst käme erst 2018 wieder in Betracht. Dann bist da aber 5 Jahre älter und die Zeit läuft dir Leistungstechnisch davon. Vorrangig mußt du dir im klaren werden ob du noch mal alles investieren willst und dementsprechend gewillt bist dem Sport andere Dinge weiter unterzuordnen. Ist das Vorhaben klar definiert mußt du schauen ob du dein Ziel in dem jetzigen Verein realisieren kannst. Auf Grund deiner Erfahrungen aus den Vorjahren solltest du wissen wie du strukturiert trainieren mußt um am Tag x dann Topfit zu sein. Das soll den Trainer jetzt nicht überflüssig machen, aber wenn du dich auf deine eigenen Intiution verlassen kannst sollte die Vereinssituation erstmal Nebensache sein. Du ziehst dann dein Ding konsequent durch. Die Frage ist allerdings ob dir der Vereinszustand dann nicht psychisch zusetzt, so das du pyssch negativ beeinträchtigt wirst. In dem fall kannst du dein sportliches Potential nicht voll ausschöpfen. Es fließen hier einige Faktoren ein die du für dich klären mußt. Unter Umständen ist dann ein Vereinswechsel, so bald möglich, sinnvoll. Auf der anderen Seite ist eine berufliche Weiterbildung wichtig, denn du kannst dich nicht auf eine Sportlerkarriere verlassen die dich dann dein Leben lang ernährt. Eine Entscheidung die du letztlich nur treffen und verantworten kannst.

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Jedoch habe ich jetzt seit ca. 3 Jahren immer wieder Verletzungspech und immer ist das linke Knie betroffen (habe mir aber zum Glück noch nie was gerissen).

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  • ich habe Angst das ich eine falsch Entscheidung treffe

  • Bzw. wie schaffe ich es die beste Aufstellung auszuwählen

  • Wie schaffe ich die beste Taktik auszuwählen

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Solche Fragen stelle ich mir gerade und um so mehr ich mir darüber nachdenke.

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Und ich möchte irgendwann (10-20 Jahre) mal höher Klassige Mannschaft trainieren (ich möchte irgendwie schon Kariere machen)

Jedoch möchte ich es doch nicht da wie oben schon gesagt habe irgendwie schieß habe bzw. ich selber mich spielen möchte

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Am liebsten würde ich auch gerne dieses "Vorstellungsgespräch" bei einem dem Verein absagen aber ich weiß nicht wie , ich weiß auch nicht was ich so wirklich will.

Habt ihr irgendwelche Tipps Ratschläge ???

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Seit ca. 4 Wochen fahre ich täglich (außen an den Wochenenden) für 30 bis 45 Minuten auf meinem Ergometer. Weniger um fit zu bleiben, eher um die Stimmung aufzuhellen und den Bürostress zu vergessen. Nun liest man ja häufiger, dass Sport Endorphine ausschütten und den Dopaminspiegel erhöhen solle. Mein Problem ist aber, dass es nicht anfängt Spaß zu machen. Eher setzt es mich unter Druck (sich quälen, wenn man keine Lust hat; ein schlechtes Gewissen, wenn man mal einen Tag ausfallen lässt; wenn man sein Pensum nicht erreicht, etc.). Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich zwar besser einschlafen kann, aber müde und unausgeschlafen aufwache.

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