Kann man selbst eine Art Leistungsdiagnostik betreiben?

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Wenn es darum geht, deinen individuellen Übergangsbereich zwischen aerober und anaerober Belastung (ANS-Schwelle) zu ermitteln, kannst du einen so genannten Conconi-Test durchführen. Die Kenntnis dieses Wertes ist wichtig für ein effizientes Training. Denn zu hohe Belastungen verursachen das Gegenteil von dem, was man erreichen möchte.

Allerdings wird dieser Test nicht zu Hause, sondern auf einer Laufstrecke: Nach einer Warmlaufphase acht bis zwölf Runden auf einer 400 Meter-Bahn laufen, zunächst locker auf den ersten 200 Metern, dann alle 200 Meter die Belastung steigern bis zum höchstmöglichen Tempo in der letzten Runde. Dabei werden Werte wie Geschwindigkeit und Herzfrequenz festgestellt und in eine Liste eingetragen. Daraus lässt sich dann die individuelle ANS-Schwelle ermitteln.

Link zur Liste -> http://www.laufszene.de/Training/Conconi-Test.pdf

Eine Art "kleine Leistungsdiagnostik" ist dagegen die Ermittlung der so genannten Herzfrequenzvariabilität. Allerdings benötigt man hier eine Herzfrequenzmessuhr, die in der Lage ist, diese Varianz zu messen. Davon gibt es nur sehr wenige teurere, zum Beispiel die Polar S810.

Es ist so, dass das Herz mal in kürzerem, mal im längeren Abstand kontrahiert. Es gibt immer wieder Abweichungen im Millisekundenbereich. Das bezeichnet man als Herzfrequenzvariabilität, ein völlig normaler Vorgang.

Sportliche Belastungen wirken sich stabilisierend auf die Herzfrequenz aus. Je höher die HF, desto gleichmäßiger der Schlag, also geringer die Herzfrequenzvariabilität. In Ruhe ist sie am höchsten. Je besser man trainiert ist, desto geringer wird die Herzfrequenzvariabilität bei der Belastung.

sehr interessant, vielen dank pooky, diese herzfrequenzmessuhr kann ich von einem bekannten besorgen. dann werd ich mal deine vorgeschlagenen test durchführen, bin ja mal auf das ergebnis gespannt.

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