ist rudern gefährlich ? (am rhein)

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5 Antworten

Ich bin selber Ruderer und hab auch schon von ein paar Unfällen gehört

da gibt es natürlich ein paar Unfälle mit größeren Schiffen (Schubverbände), aber dass ist dann die Schuld der Ruderer, wenn diese unachtsamm sind und/oder auf der Falschen seite fahren, dann kann man schonmal mit so einem großen Schiff kollidieren, da diese meist auch nicht so beweglich sind und einen Bremsweg von ca 1km haben ....also Ruderboot, welche deutlich beweglicher sind als diese Schubverbände sollte man aber, wenn man nichts falsch gemacht hat und das Schiff früh genug bemerkt hat ausweichen.

(ACHTUNG!!! SCHUBVERBÄNDE SIND VERDAMMTL LEISE )

Überholen eines Schubverbandes ist bei uns verboten, da wir an einem kleinen Kanal sind und es da verdammt eng werden kann und die Kapitäne einen meist nicht sehen, dazu kommt dann noch der Sog von der Schiffsschraube und die Wasserverwirbelungen.

Empfehle, einfach mal bei www.sicher-rudern.de unter Downloads die "Übersicht über bekannt gewordene Unfälle beim Rudern" anzusehen. Von wegen ein paar Unfälle. Aus dem Jahre 2012 sind mir vier Unfälle mit Toten bekannt: einer in Dänemark (auf einem Binnengewässer), einer in Mannheim, einer in der Schweiz und einer in Österreich. Der Kamerad, der Ende Oktober in Berlin auf dem Seddinsee verünglückte, lag dem Vernehmen nach Anfang Januar noch immer im Koma.

Wie wäre es denn, wenn die lieben Ruderer sich dazu durchringen könnten, als Nr. 1 mit einem Spiegel zu fahren und mindestens zwischen Oktober und Mitte Mai mit Weste zu fahren?

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Warum sollte Rudern Gefährlich sein wenn sich jeder an seine Regeln hältt . Mit einem Schiff zu kollidieren ist ein fehler des Ruderers er sollte wissen wie weit er einem Schiff nahe kommen kann.Ich lebe an der donau und Schiffe und Ruderer sind keine seltenheit aber der Vorfall ist mir bis jetzt nicht Bekannt. Austesten geht nicht alleine und wenn es dein Wunsch ist einfach nur Auspropieren und sich an die Regeln halten , passieren kann überall was mann kann sich auch beim aufstehen aus dem Bett das Genick brechen aber wie oft passiert das ? Also positiv Denken dann klappt alles wenn man es wirklich will. Alles Gute und viel Freude beim Rudern

Rudern ist gefährlich - in etwa so, wie sich im Straßenverkehr zu bewegen. Es gibt feste Regeln, an die sich jeder halten muss und wer auf dem Rhein ein Ruderboot steuert, MUSS eine entsprechende Ausbildung haben. Da achten die Vereine drauf.

Es stimmt, hin und wieder passieren auch Ruderern Unfälle. Während meiner 30-jährigen Ruderer"karriere" habe ich von folgenden gehört:

  • 1 Boot ist im Winter gekentert. Die Ruderer, die am Boot geblieben sind (das ist die feste Regel) wurden gerettet. Einer wollte ans Ufer schwimmen und ist ertrunken.

  • 1 Ruderer im Skiff hat einen Herzanfall erlitten und ist nach dem Kentern ertrunken.

  • 2 Boote wurden von Booten der Berufsschiffahrt gerammt (ohne Verletzte).

  • 1 Boot (2´er) ist während einer Regatta ein Wehr hinuntergestürzt (1 Toter durch ertrinken)

Das finde ich verhältnismäßig wenig, wenn ich mir so manch andere Sportarten ansehe.

Mein Rat: Vertraue den Vereinen, die Übungsleiter/Trainer kennen die Ruderreviere gut und wissen, was zu tun ist. Wenn du Einer fährst, musst du dich halt alle 3 Schläge mal umdrehen, wenn du kein Begleitmotorboot hast.

gruß kaier

Gute Frage wie wahrscheinlich das ist, ich kann dazu nur sagen, dass ich auch in einer Ruderstadt mit regem Schiffsverkehr lebe und seit ich lebe und das sind immerhin schon einige Jährchen, noch NIE von einem ähnlichen Unfall gehört habe...also würde ich da nun tendentiell eher unwahrscheinlich sagen

Dino111, bitte sieh Dir mal bei www.sicher-rudern.de unter Downloads die Tabelle über bekanntgewordene Unfälle beim Rudern an. Das konterkariert dieses von einigen hier verbreitete „Nicht so schlimm“. Mir sind aus deutschsprachigen Quellen in diesem Jahr vier tödliche Ruder-Unfälle bekannt, je einer in Dänemark auf einem unkritischen, aber unterschätzten Gewässer, der in Mannheim, einer in der Schweiz und einer in Österreich. In keinem Fall hat den Opfern geholfen, dass sie schwimmen konnten. Die waren durch das Unfallgeschehen bedingt nicht mehr in der Lage dazu.

Wenn man schon die Risiken beim Rudern und beim Strassenverkehr vergleicht, sollte man vielleicht auch die Zahl der teilnehmenden Personen und die Zahl der gefahrenen Kilometer in die Betrachtung einbeziehen. Dann kommt man leicht zu dem Schluss, dass das Risiko beim Rudern markant größer ist.

Sehr unverständlich ist mir die Aussage von Sportymaik: „mann kann sich auch beim aufstehen aus dem Bett das Genick brechen aber wie oft passiert das ?“ Da wird fälschlicherweise versucht das tatsächlich vorhandene Risiko mit einem wirklich albernen Vergleich klein zu reden und dadurch den Gedanken daran zu verdängen. Sportymaik, es wird nicht immer nur andere treffen. Bei der nächsten Ausfahrt kann einer von uns beiden ‚dran sein’.

Eberhard Nabel, Berlin

Letztendlich hängt es immer von jemandem selbst ab, wie ernst er die Sicherheitsregeln eines GUTEN (sehr wichtig!) Vereins nimmt. Wenn man, bewusst dieser Regeln und immer Wachsam (sowohl wachsam auf seine korrekte Rudertechnik und sehr wachsam auf den Verkehr auf dem Fluss) rudert, wird man gute Resultate erzielen und Ruderunfälle vermeiden. Selbstverständlich sind tragische Unfälle nicht ausgeschlossen, aber so was ist nun wirklich extrem selten, und kann durch ständige Wachsamkeit sogar vermieden werden.

Also: man sollte sich nicht vom Rudern abhalten lassen, es ist ein toller Sport, man sollte nur darauf achten einen guten und seriösen Verein mit guten und seriösen Trainern zu wählen (es gibt viele Vereine die das nicht sind, achtung!), dann hält einen nichts vom Spaß ab!

PS: Selbstverständlich sind Rudervereine die and ruhigen verkehrsarmen Flüssen/Flussabschnitten liegen von gewaltigem Vorteil!

Viel Spaß beim Rudern Dino111!!!

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Eine sehr eindrucksvolle Liste, die da zusammengestellt wurde. Viele Unfälle wären vermeidbar gewesen. Gute Trainer achten auf die Wetterbedingungen und begleiten die Boote im Leistungssport mit Motorbooten. Selbstverständlich graucht man auch eine verantwortungsbewußte Mannschaft, die die Grundregeln beherrscht (steuern können, regelmäßig und oft sich umdrehen und schauen).

Je nachdem wo und wann man rudert, kann eine Kenterung schlimme bis gar keine Folgen haben (kaltes / warmes Wasser - befahrene/unbefahrene Gewässer - Strömung/keineb Srömung).

Auch wenn die Liste, die GAST gepostet hat, vielleicht einen anderen Eindruck geben kann, würde ich den Trainern vertrauen.

Du erkennst einen guten Verein daran, dass nicht ein betreuer mit 20 Booten aufs Wasser geht. Gute Vereine haben mehrere erfahrene Betreuer und Trainer, die sich um die Kinder und Jugendlichen kümmern.

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